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20.02.2020 – 10:14

BearingPoint AG

Hausaufgabe für Schweizer Banken im Bereich Sustainable Finance: Grossteil der Kunden hat keine Kenntnis über ökologisch nachhaltige Produkte der eigenen Bank

Zürich (ots)

Den Bankkunden in der Schweiz ist das Thema ökologische Nachhaltigkeit in den Investitionsentscheidungen wichtig. Trotzdem weiss der Grossteil der befragten Schweizer und Schweizerinnen nicht, ob die eigene Bank ökologisch nachhaltige Produkte anbietet. Das zeigt eine neue Umfrage der Unternehmensberatung BearingPoint. Marco Kundert, Partner bei BearingPoint: "Schweizer Kunden und Kundinnen zeigen eine hohe Bereitschaft zu einer Bank zu wechseln, die ein klares Angebot im Bereich nachhaltiger Finanzprodukte hat. Schweizer Banken können sich einen Wettbewerbsvorteil erarbeiten, indem sie insbesondere ihre jüngeren Kunden proaktiv über nachhaltige Produkte der Bank informieren."

In der Schweiz und in Österreich sind die Menschen offen für einen Wechsel zu einer nachhaltigen Bank. Bei vielen Deutschen Kunden hingegen hört die Liebe zur Nachhaltigkeit beim Griff in das eigene Portemonnaie auf. Das belegt eine aktuelle YouGov-Umfrage, die im Auftrag der Unternehmensberatung BearingPoint in der Schweiz, Deutschland und Österreich durchgeführt wurde. Obwohl nach wie vor die Kriterien Sicherheit, Kosten und Rendite bei Geldanlagen von zentraler Bedeutung sind, gaben ein Drittel der befragten Schweizer an, die Bank wechseln zu wollen, sofern diese ein breiteres ökologisch nachhaltigeres Produktangebot anbietet.

Jüngere Generationen sind offener für nachhaltige Finanzprodukte

Gerade Schweizer Kunden unter 44 Jahren sind offener gegenüber einem Bankwechsel, wenn die Bank mehr ökologisch nachhaltigere Produkte anbietet. Im Vordergrund steht jedoch, dass sich die Konditionen nicht verschlechtern. So würden rund 40 Prozent der 25- bis 44-jährigen zu einer anderen Bank mit einem breiteren Portfolio an ökologisch nachhaltigen Produkten wechseln, sofern keine schlechteren Konditionen vorliegen. Von den über 55-jährigen sind dagegen nur 24 Prozent dazu bereit. Anreizsysteme, wie beispielsweise eine Kreditkarte, mit der durch nachhaltiges Einkaufsverhalten ökologische Nachhaltigkeitspunkte gesammelt und in Boni umgewandelt werden können, rufen insbesondere bei der jungen Altersgruppe grosses Interesse hervor.

"Allerdings könnte das Verbraucherverhalten auch mit dem Thema Vertrauen und Transparenz zusammenhängen. Wenn Verbraucher mehr Gebühren zugunsten von ökologischen Massnahmen zahlen müssen, sind sie oft nicht sicher, ob ihr Geld auch wirklich zu diesem Zweck eingesetzt wird. Wenn sie allerdings wie bei einer 'ökologischen Kreditkarte' selbst die volle Entscheidungsgewalt sowie Transparenz über ihr Handeln und ihre Investitionen haben, existiert auch keine Vertrauenshürde. Daraus wäre auch zu schliessen: Je höher das Vertrauen der Verbraucher in eine Bank bzw. Marke, desto höher die Bereitschaft, Gebühren oder Renditeabschläge für einen guten Zweck in Kauf zu nehmen", so Stefan Schütt, Partner bei BearingPoint.

Enormes Potential für die Banken

Auch wenn Schweizer Banken durch die höhere Zahlungsbereitschaft im Bereich nachhaltiges Banking gegenüber den Deutschen die Nase vorn haben, heisst dies nicht, dass sich die Banken in der Schweiz zurücklehnen können. Besonders grosses Potenzial für Banken ergibt sich aus dem hohen Informationsdefizit der Privatkunden gegenüber ihrer eigenen Bank beim Thema Sustainable Finance. Die grosse Mehrheit der Befragten in der Schweiz, Deutschland und Österreich weiss noch sehr wenig über grüne Finanzprodukte. Über 60 Prozent der Befragten in allen drei Ländern gaben an, nicht zu wissen, ob die eigene Bank ökologisch nachhaltige Produkte anbietet.

Die Umfrage zeigt, dass es in diesem Bereich für die Schweizer Banken noch viel nachzuholen gibt. "Ausführliches Informationsmaterial zum Thema Nachhaltigkeit und die Bewerbung von grünen Finanzprodukten sind eine gute Investition in das Neukundengeschäft. Gerade bei der jüngeren Generation gibt es deutliches Interesse und den Willen, sich zukünftig auch beim eigenen Konto nachhaltiger auszurichten. Ein enormes Potential, das Banken nicht liegen lassen sollten", so Thomas Steiner, globaler Leiter Banking und Capital Markets bei BearingPoint.

Über die Studie

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der über 4.000 Personen in der Schweiz, Deutschland und Österreich zwischen dem 4. und 13. Dezember 2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die jeweilige Bevölkerung ab 18 Jahren.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit europäischen Wurzeln und globaler Reichweite. Das Unternehmen agiert in drei Geschäftsbereichen: Der erste Bereich umfasst das klassische Beratungsgeschäft; Business Services als zweiter Bereich bietet Kunden IP-basierte Managed Services über SaaS hinaus; im dritten Bereich stellt BearingPoint Software-Lösungen für eine erfolgreiche digitale Transformation, Advanced Analytics und regulatorische Anforderungen bereit und entwickelt gemeinsam mit Kunden und Partnern neue, innovative Geschäftsmodelle.

Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 10.000 Mitarbeitern unterstützt Kunden in über 75 Ländern und engagiert sich gemeinsam mit ihnen für einen messbaren und langfristigen Geschäftserfolg.

Weitere Informationen:
Homepage: www.bearingpoint.com 
LinkedIn: www.linkedin.com/company/bearingpoint 
Twitter: @BearingPoint_de 

Kontakt:

Svenja Hubli
Marketing & Kommunikation Schweiz
Telefon: +41 43 299 65 52
E-Mail: svenja.hubli@bearingpoint.com