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NRW fördert digitale Transformation regionaler Verlage - Projekt Local_Vocal entwickelt mit KI-Einsatz neue lokale Angebote für junge Zielgruppen
Düsseldorf/Hamburg (ots)
Das Land Nordrhein-Westfalen erprobt gemeinsam mit der Verlagsinitiative DRIVE eine neue Form der Forschungsförderung, um die digitale Transformation von Tageszeitungen zu beschleunigen.
In dem Projekt Local_Vocal entwickeln drei nordrhein-westfälische Verlagshäuser unter der Leitung von DRIVE gemeinsam mit den Projektpartnern - der dpa, Highberg/ Schickler sowie dem Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) - neue lokale Informationsangebote speziell für jüngere Zielgruppen. So sollen lokale Nachrichten durch Künstlichen Intelligenz individueller und erfahrbarer werden. Das Vorhaben ist zunächst bis 2028 befristet.
Nach den Worten des nordrhein-westfälische Medienministers Nathanael Liminski (CDU) stehen die regionalen Zeitungsverlage in der digitalen Transformation vor besonderen Herausforderungen: "Der Lokaljournalismus ist Grundlage für den demokratischen Diskurs vor Ort und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Um ihn zu erhalten, braucht es Angebote, die auch die Jüngeren überzeugen und die Grundlage für neue und nachhaltige Geschäftsmodelle sein können."
Liminski hob hervor, dass es der mittelständisch geprägten Verlagsbranche mit DRIVE gelungen sei, den digitalen Wandel in einem wegweisenden Kooperationsverbund anzugehen. Das jetzt vom Land NRW geförderte DRIVE-Projekt Local_Vocal biete die Chance, den notwendigen Veränderungsprozess gemeinsam mit führenden Forschungseinrichtungen wie dem DFKI voranzubringen.
Die Projektpartner DRIVE und DFKI planen noch in der zweiten Jahreshälfte die Erprobung erster lokaler und hochpersonalisierter Informationsangebote. Dank KI-Unterstützung sind sie auf die individuellen Vorlieben von Nutzerinnen und Nutzern zugeschnitten. Erste Anwendungen werden von der Neuen Westfälischen (Bielefeld), Lensing Medien (Dortmund) und der Verlagsgruppe Aschendorff (Münster) getestet.
"Der Abschied von Print und die dynamische Entwicklung der Künstlichen Intelligenz fordern von uns Antworten auf die Frage, was Lokalzeitung zukünftig sein kann und soll. Es geht um werthaltige neue Angebote, mit denen wir auch die nächste Generation für den Lokaljournalismus gewinnen", betont der Vorsitzende des DRIVE local e.V., Andreas Müller, zugleich CEO des Medienhauses Aachener Zeitung. "Dass mit Nordrhein-Westfalen nun ein erstes Bundesland die mit diesem Kraftakt verbundenen Forschungs- und Entwicklungsaufwände fördert, ist ein bedeutendes Signal."
Aus Sicht von Prof. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor des DFKI in Kaiserslautern, ist die Forschungseinrichtung für die Zusammenarbeit mit den Verlagen besonders gut aufgestellt: "Die Regionalzeitung ist die lokale Lebenswelt, die wir mit KI für die Menschen erfahrbar machen wollen, was heißt, kommunale und regionale Berichterstattung näher an die konkreten Lebensrealitäten der Menschen heranzubringen. Durch neue Partizipationsformen wollen wir Identität und Zugehörigkeitsgefühl fördern."
Über DRIVE
Bei der 2020 gegründeten Digital Revenue Initiative (DRIVE) arbeiten dpa und die Unternehmensberatung Highberg mit 30 regionalen Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an der Steigerung digitaler Erlöse. Dabei setzt DRIVE auf die Data Science, Künstliche Intelligenz und neue Formen der Kooperation.
Die DRIVE-Mitglieder: Aschendorff Medien (Münster), Badische Neueste Nachrichten (Karlsruhe), Badischer Verlag (Freiburg), Diesbach Medien (Weinheim), Generalanzeiger Bonn, Grafschafter Nachrichten (Nordhorn), Hamburger Abendblatt (Hamburg), Heilbronner Stimme (Heilbronn), Ibbenbürener Volkszeitung (Ibbenbüren), Mediengruppe Attenkofer (Straubing), Medienhaus Aachen, Medienhaus Lensing/Rumble (Dortmund), Medienholding Süd (Stuttgart), OWL Digital (Bielefeld), Neue Pressegesellschaft (Ulm), Nordsee-Zeitung (Bremerhaven), NOZ/mh:n-Mediengruppe (Osnabrück), OM-Medien (Emsteck), Rheinpfalz (Ludwigshafen), Russmedia (Schwarzach), Saarbrücker Zeitungsgruppe (Saarbrücken), Somedia (Chur), Tiroler Tageszeitung (Innsbruck), Verlag Nürnberger Presse (Nürnberg), VRM (Mainz), Zeitungsgruppe Ostfriesland (Leer), Zeitungsverlag Waiblingen.
Über dpa
Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) wurde 1949 gegründet und gehört zu den weltweit führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen. dpa beliefert Medien, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Angeboten. Dazu zählen Texte, Fotos, Videos, Grafiken, Hörfunkbeiträge und andere Formate. Als international tätige Agentur berichtet dpa in sieben Sprachen. Rund 1000 Journalistinnen und Journalisten arbeiten weltweit an etwa 140 Standorten. Gesellschafter der dpa sind rund 170 deutsche Medienunternehmen. Die Zentralredaktion der dpa unter der Leitung von Chefredakteur Sven Gösmann befindet sich in Berlin. Die Geschäftsführung um ihren Vorsitzenden Peter Kropsch ist am Unternehmenssitz in Hamburg tätig. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Daniel Schöningh (CEO Ippen-Mediengruppe, München).
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Über das DFKI
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) wurde 1988 als gemeinnützige Public-Private-Partnership (PPP) gegründet. Es unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen, Niedersachsen und Darmstadt, Labore in Berlin und Lübeck, sowie eine Außenstelle in Trier.
Das DFKI verbindet wissenschaftliche Spitzenleistung und wirtschaftsnahe Wertschöpfung mit gesellschaftlicher Wertschätzung. Das DFKI forscht seit über 35 Jahren an KI für den Menschen und orientiert sich an gesellschaftlicher Relevanz und wissenschaftlicher Exzellenz in den entscheidenden zukunftsorientierten Forschungs- und Anwendungsgebieten der Künstlichen Intelligenz. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten "Centers of Excellence". Aktuell forschen ca. 1.500 Mitarbeitende aus über 76 Nationen an innovativen Software-Lösungen.
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