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20.04.2009 – 12:50

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Nazi-Goldschatz: Finale im Salzkammergut

Berlin (ots)

Die Zeit für das "Unternehmen Toplitzsee" drängt.
Ein letztes Mal und für lediglich drei Monate hat die österreichische
Regierung einer Expedition nach dem Nazigold zugestimmt und dafür bis
zum 15. Juli 2009 das absolute Tauchverbot im Toplitzsee 
(Salzkammergut) aufgehoben.
Sensationell ist dabei die Zeugenaussage der Bäuerin Ida 
Weissenbacher. Die 81-jährige ist die einzige noch lebende Zeugin. 
Sie und drei andere Bauern, haben beim Versenken des Goldschatzes 
unter strengster SS-Bewachung geholfen. Dazu Expeditionsleiter Norman
Scott: "Das Ausseerland war gegen Kriegsende eine wahre Schatzkammer.
Unsere Nachforschungen weisen definitiv daraufhin, dass der See zu 
einer Art Tresor wurde. Wir werden auch die Höhlen erkunden, die 
Wehrmachtstaucher damals in der Uferwand geschaffen und später mit 
einer abgesprengten Felswand verschlossen haben."
Norman Scott wurde bekannt, weil der einst einen Maya Schatz in 
Mexiko fand. Obendrein holte er sich zur Unterstützung einen 
prominenten Tiroler Forscher. Wolfgang Falch sorgte weltweit für 
Aufsehen, weil es ihm gelungen war, das letzte im Krieg abgestürzte 
US-Kampfflugzeug aus dem Traunsee zu bergen.
50 Kisten mit 2.000 Kilogramm Goldbarren aus der Goldreserve des 
Dritten Reiches, 22 Kisten Skorzeny-Gold, 20 Kisten Goldmünzen aus 
dem Tartarenschatz, 5 Kisten Kaltenbrunner Brillanten, 50 Kilo 
Feingold und eine Briefmarkensammlung sowie jüdisches Beutegut aus 
Ungarn. Das ist der Nazi-Schatz, den der letzte Chef des 
Reichssicherheitshauptamts, SS-Obergruppenführer und General der 
Polizei Ernst Kaltenbrunner (1903-1946), in Munitionskisten 
verschweißen und in einer Nacht- und Nebelaktion im April 1945 mit 
Lastwagen aus Berlin in seine Heimat Österreich bringen ließ.
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