JardinSuisse

Grüne Branche mit Vorbild voran

Dank einer Vielzahl von Massnahmen konnten Schweizer Produzenten in den Jahren 2013 bis 2017 rund 55 000 Tonnen CO2 einsparen.

Standort: 
Lamprecht Pflanzen AG
8308 Horben-Illnau
https://www.lamprecht-pflanzen.ch / Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100016540 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/JardinSuisse"
Dank einer Vielzahl von Massnahmen konnten Schweizer Produzenten in den Jahren 2013 bis 2017 rund 55 000 Tonnen CO2 einsparen. Standort: Lamprecht Pflanzen AG 8308 Horben-Illnau https://www.lamprecht-pflanzen.ch / Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100016540 / Die Verwendung dieses Bildes... mehr

Aarau (ots) - Grüne Branche mit Vorbild voran

Laut CO2-Gesetz des Bundes soll die Schweiz ihre Treibhausgas-Emissionen im Inland bis 2020 um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 gesenkt haben. Hier leisten Schweizer Gärtnereien, Pflanzenproduzenten und -züchter Vorbildliches. In den Jahren 2013 bis 2017 ist ihnen gelungen, rund 55 000 Tonnen CO2 einzusparen. Das entspricht einem reduzierten Heizölverbrauch von 20,6 Millionen Litern, die kumulierte finanzielle Ersparnis liegt bei 6 Millionen Franken.

Schlagworte wie «lokale Produktion», «Schweizer Wurzeln» oder «Suisse Garantie» verdeutlichen, wie wichtig den Schweizerinnen und Schweizern vor Ort produzierte Kräuter und Zierpflanzen sind. Gerade in den späten Novembertagen wollen Konsumenten ihre Wohnung mit einem Weihnachtsstern mit Schweizer Herkunft schmücken. Doch um in der kalten Jahreszeit einen Weihnachtsstern zu produzieren, braucht es ein Gewächshaus - und fossile Brenn- und Treibstoffe, die ihm die nötige Wärme für sein Wachstum liefern.

JardinSuisse und EnAW mit gemeinsamen Ziel

Daher trifft die Gärtnerbranche das CO2-Gesetz des Bundes, wonach die Treibhausgas-Emissionen im Inland bis 2020 um mindestens 20 Prozent gegenüber 1990 gesenkt sein sollen, besonders hart. Wie lässt sich weiterhin ganzjährig bei minimalem Energieverbrauch produzieren? Auf der Suche nach einer Lösung hat die Schweizer Gärtnerbranche, vertreten durch den Gärtnerverband JardinSuisse, vor fünf Jahren die Zusammenarbeit mit der Energie-Agentur der Wirtschaft EnAW gesucht. Diese bietet seit 2001 einen bewährten Rundum-Service im Energie-Management an. Erklärtes Ziel der beiden Vordenker: Die Richtlinien des CO₂-Gesetzes in Hinblick auf wirtschaftliche Effizienzmassnahmen umzusetzen, ohne dass die involvierten Unternehmen einen Wettbewerbsnachteil erfahren. Gefragt waren also visionäre Konzepte, die schon heute die Unternehmen aus der Grünen Branche zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen.

Massnahmen für reduzierten Energieverbrauch

Nach fünf Jahren gemeinsamen Wirkens lasst sich feststellen, dass die Zusammenarbeit höchst erfolgreich verläuft. Ein Beispiel für eine «grüne» Erfolgsstory ist diejenige des Gartencenters Guggenbühl Pflanzen AG in Bonstetten ZH. Es ist eines der insgesamt 150 am Projekt involvierten Unternehmen. Obwohl das Gartencenter im Jahr 2014 seine Produktionsfläche vervierfachte, konnte es seinen Energieverbrauch durch zielorientierte Massnahmen um etwa 40 Prozent pro Quadratmeter senken. Dazu hatte das Gartencenter in Zusammenarbeit mit der EnAW und JardinSuisse in neue Energieschirme investiert und alle Gewächshäuser damit ausgestattet. Die Zuleitungen von der Heizzentrale in die einzelnen Räume wurden gegen Wärmeverlust gedämmt. Bei der Vergrösserung des Gartencenters in gut dämmbarem Holzbau kamen Doppel- bis zu Dreifachverglasung zum Einsatz. Sie stellen sicher, dass die erzeugte Energie im Gebäude bleibt. Seitdem laufen die Warmluftgeräte im Winter nur noch zwei Stunden.

Grüne Erfolgsstorys

Grüne Erfolgsstorys wie diese verdeutlichen, was man erreichen kann, wenn die richtigen Partner zusammenfinden. Der Erfolg lässt sich auch in Zahlen bilanzieren: In den Jahren 2013 bis 2017 haben die insgesamt 150 involvierten Produktionsbetriebe und Grossgärtnereien rund 55 000 Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht einer zugunsten des Klimas reduzierten Heizölmenge von 20,6 Millionen Litern. Doch nicht nur die Umwelt profitiert: Die kumulierte finanzielle Ersparnis liegt bei imposanten 6 Millionen Franken.

In der von der Energieagentur der Wirtschaft EnAW und JardinSuisse herausgegebenen Publikation «Energie-Management - Gärtnereien ernten, was sie säen» (August 2018) finden sich weitere Beispiele für grüne Erfolgsstorys wie die des Gartencenters Guggenbühl. Online lässt sich die Publikation über www.jardinsuisse.ch herunterladen oder direkt über die Energie-Agentur der Wirtschaft, Hegibachstrasse 47, 8032 Zürich, Tel. +41 44 421 34 45, info@enaw.ch bestellen.

JardinSuisse, der Unternehmerverband Gärtner Schweiz, bündelt die Interessen von mehr als 1'700 Betrieben des Garten- und Landschaftsbaus, der Baumschulen, der Gartencenter und der Produktions- und Verkaufsgärtnereien der Schweiz. Er setzt sich für die Verbesserung des Marktzugangs für seine Mitglieder, für einen nachhaltigen und ökologischen Umgang mit der Umwelt und für einen hohen Standard in der Berufsbildung ein. Die Branche beschäftigt über 24'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bietet über 20'000 Vollzeitstellen in über 4'000 Betrieben. Die Branche erwirtschaftet eine Bruttowertschöpfung von mehr als 3,6 Milliarden Franken pro Jahr.

Kontakt:

Ansprechpersonen:
Josef Poffet, Bereichsleiter Produktion und Handel, Tel. 044 388 53
21, j.poffet@jardinsuisse.ch
Marius Maissen, Leiter Kommunikation / Politik, Tel. 044 388 53 50,
m.maissen@jardinsuisse.ch



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