PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Storys
Folgen
Keine Story von Wiener Privatbank SE mehr verpassen.

30.04.2021 – 08:20

Wiener Privatbank SE

EANS-News: Wiener Privatbank SE
Konzernjahresergebnis 2020 - BILD

--------------------------------------------------------------------------------
  Corporate News übermittelt durch euro adhoc. Für den Inhalt ist der Emittent
  verantwortlich.
--------------------------------------------------------------------------------

Wiener Privatbank trotz Krisenjahr auf Wachstumskurs - Zunahme im Kerngeschäft,
starke Kapitalbasis, Jahresergebnis durch COVID-19 bedingte Einmaleffekte
belastet

Jahresergebnis

Wien - Wiener Privatbank trotz Krisenjahr auf Wachstumskurs


* Deutliche Zunahme im Kerngeschäft: Steigerung des Depotvolumens um 45%; Assets
  under Management um 15% zugelegt
* Kundenforderungen (exkl. Einzelwertberichtung) trotz Krisenjahr leicht
  gestiegen
* Starke Kapitalbasis: Zunahme der Kernkapitalquote auf 18,68%
* Deutliche Steigerung im Zinsergebnis (+10%) und Provisionsergebnis (+15%);
  Jahresergebnis durch COVID-19 bedingte Einmaleffekte belastet
* Ausbau der Positionierung als Sachwert- und Kapitalmarktspezialist weiterhin
  im Fokus


Christoph Raninger, CEO der Wiener Privatbank, sieht die Bank trotz schwierigem
Geschäftsjahr 2020 auf einem guten Weg: "Das COVID-19 bedingte Krisenjahr 2020
war für die Wiener Privatbank so etwas wie ein Belastungstest für ihr
Geschäftsmodell. Zu Ausbruch der Krise konnten wir mit sicheren
Sachwertveranlagungen bei unseren Kunden punkten und im zweiten Halbjahr mit
unseren Kapitalmarkt Dienstleistungen. Damit waren wir für jede Marktphase gut
positioniert und so konnte die Bank im Kerngeschäft deutlich zulegen. COVID-19
hat aufgrund von Einmaleffekten jedoch auch Spuren im Ergebnis hinterlassen."

Ausrichtung als Sachwert- und Kapitalmarktspezialist
Als Immobilien One-Stop-Shop bietet die Bank eine integrierte Kombination aus
Veranlagungsmöglichkeiten, Servicedienstleistungen und Finanzierungen rund um
Immobilien aus einer Hand an und eröffnet ganzheitlichen Zugang zu einer der
nach wie vor interessanten und stabilsten Veranlagungsformen im Markt. Damit
konnten die Bank insbesondere in krisenbedingt volatilen und unsicheren Zeiten
wie dem ersten Halbjahr 2020 reüssieren.

Daneben setzt die Bank auf fundierte Kapitalmarktkompetenz bestehend aus
professioneller Vermögensberatung und-verwaltung mit einem konzerneigenen
Fondsmanagement sowie auf maßgeschneiderte Kapitalmarkt- bzw.
Emittentendienstleistungen. Aktien Brokerage mit globalen Börse-Zugängen runden
das Programm ab und in diesem Segment konnte die Bank ihren Kunden insbesondere
in Zeiten bewegter Märkte einen klaren Mehrwert bieten. Durch die Schärfung der
Ausrichtung auf das KMU Segment ist es letztes Jahr zudem gelungen, nach
Erholung der Märkte im zweiten Halbjahr die einzigen zwei Börsegänge ins direct
market plus Segment der Wiener Börse zu begleiten und gleichzeitig das
Depotgeschäft der Bank spürbar zu stärken.

Zunahme im Kerngeschäft sorgt für Wachstum und Zunahme im Zins- und
Provisionsergebnis; COVID-19 Einmaleffekte belasten Jahresergebnis
Die Schärfung der Positionierung im Kapitalmarktgeschäft hatte sichtlich
positive Auswirkungen auf das angestrebte Wachstum der Bank. So konnte das reine
Depotvolumen im Berichtsjahr um 45% von EUR 728 Mio. von EUR auf EUR 1.056 Mio.
deutlich gesteigert werden und somit erstmals die "Milliardenschwelle"
überschreiten. Dementsprechend konnten auch die gesamten Assets under Management
um 15% von EUR 1.532 Mio. auf EUR 1.755 Mio. zulegen. Die im Vergleich zum
Depotwachstum geringere Ausprägung der Zunahme bei den Assets under Management
ist dem bilanziellen Abbau von Überliquidität geschuldet.
Angesichts des zu Jahresbeginn 2020 gefallenen Zinsniveaus im USD und des
anhaltend negativen Zinsumfeldes auch im Euro wurden Veranlagungen bei
Kreditinstituten deutlich reduziert. Gleichzeitig wurden COVID-19 bedingt
risikoreduzierende Maßnahmen bei Bankbuchveranlagungen gesetzt, die sich
ebenfalls bilanziell zu Buche geschlagen haben. Bedingt durch diese Maßnahmen
hat sich die Bilanzsumme trotz leicht gestiegener Kundenforderungen (exkl.
Einzelwertberichtigung) im Jahresvergleich von EUR 406 Mio. auf EUR 313 Mio.
reduziert.

Die Entwicklung im Kerngeschäft schlägt sich positiv im Ergebnis der Bank
nieder: durch das stabile Kreditgeschäft sowie die Reduzierung von
Überliquidität konnte das Nettozinsergebnis um rd. 10% von EUR 5,1 Mio. auf EUR
5,7 Mio. verbessert werden. Auf Basis der positiven Entwicklungen im Depot- und
Kapitalmarktgeschäft sowie einer erfreulichen Verkaufsdynamik insbesondere im
ersten Halbjahr 2020 bei Vorsorgewohnungen wurde das Nettoprovisionsergebnis um
rd. 15% von EUR 7,4 Mio. auf EUR 8,4 Mio. gesteigert.

Andererseits musste die Bank auch den Entwicklungen der COVID-19 Pandemie
Rechnung tragen: aufgrund der Marktverwerfungen zu Beginn der Krise wurden
risikoreduzierende Maßnahmen im Bankbuch gesetzt, die zu einem negativen
Finanzanlageergebnis i.H.v. EUR 1,2 Mio. geführt haben. Gleichzeitig wurden im
Kreditportfolio aufgrund COVID-bedingter Marktentwicklungen und den damit in
Verbindung stehenden Auswirkungen auf ein bestehendes Kreditgeschäft
Risikovorsorgen i.H.v. EUR -9,5 Mio. gebildet. Wie bereits in der Ad-Hoc Meldung
vom 21.12.2020 verlautbart, konnte die Bank im abgelaufenen Jahr somit nach UGB
keinen Gewinn erwirtschaften bzw. weist gemäß IFRS einen Jahresverlust i.H.v.
EUR -7,89 Mio. aus.

"Die gute Entwicklung im Kerngeschäft zeigt, dass die Bank abgesehen von den
COVID-19 bedingten Einmaleffekten über ein stabiles Geschäftsmodell sowie eine
stabile Kernkundenbasis verfügt. Zusätzlich ist es gelungen, neue Marktnischen
im Kapitalmarktgeschäft zu besetzen und daher sehen wir uns mit unserer
Positionierung als Sachwert- und Kapitalmarktspezialist trotz bedauerlicher
einmaliger Auswirkungen der Pandemie auf dem richtigen Weg", so Marktvorstand
Eduard Berger.

Starke Kapitalbasis
Die Wiener Privatbank kann per 31.12.2020 weiterhin auf starke Kapitalkennzahlen
verweisen. Bedingt durch die konsequente Umsetzung bilanzstärkender Maßnahmen
wie einer Verbesserung der Sicherheitenlage für Kreditengagements sowie
risikoreduzierender Maßnahmen im Bankbuch konnte die Kernkapitalquote trotz der
unerfreulichen Ergebnisauswirkungen der Pandemie von 17,97% auf 18,68%
verbessert werden.

Dazu Christoph Raninger: "Die Eigenkapitalausstattung ist ein Gütemaß für jede
Bank. Mit unseren Kapitalkennzahlen liegen wir nicht nur deutlich über den
regulatorischen Vorgaben, sondern auch klar über dem Durchschnitt
österreichischer Banken. Somit stehen wir trotz pandemiebedingter Einmaleffekte
weiterhin auf sehr soliden Beinen und sind für unser weiteres Wachstum gut
gerüstet."

Veränderungen im Management
Im Oktober letzten Jahres hat die Bank bekannt gegeben, dass Herr Juraj Dvorak
einvernehmlich aus dem Vorstand der Wiener Privatbank SE ausscheidet. Herr
Dvorak war im Vorstand für den Geschäftsbereich CEE zuständig und sollte die
Expansion des Instituts insbesondere in die Slowakei und nach Tschechien
vorantreiben. Es wurde jedoch entschieden, angesichts der COVID-19 Pandemie und
den damit einhergehenden unsicheren Marktlagen auch in diesen beiden CEE Ländern
diese Expansionsstrategie nicht weiter zu verfolgen und sich strategisch auf den
Heimmarkt Österreich sowie auf die bestehenden internationalen Aktivitäten zu
konzentrieren. Der Vorstand besteht somit künftig aus Christoph Raninger und
Eduard Berger.

Ausblick: Wachstum auf Basis eines klaren Leistungsanspruches
Auf Basis einer starken Kapitalausstattung ist das erklärte Ziel der Wiener
Privatbank, ihre Positionierung als dynamische Spezialbank mit klarer
Fokussierung auf Sachwert- und Kapitalmarktkompetenz weiter auszubauen.

Im Sachwertebereich liegt der Schwerpunkt im Ausbau traditioneller Stärken,
nämlich in der gemeinsamen Entwicklung neuer Immobilienprojekte mit ausgewählten
Partnern sowie dem Vertrieb von Vorsorgewohnungen als stabile Anlageform. Dabei
ist es das Ziel, zusätzliche Akzente in Form neuer und zeitgemäßer Produktformen
zu setzen. Dies nicht nur bei Betonprodukten sondern auch bei
Kapitalmarktprodukten.

Diesbezüglich steht das Thema der Nachhaltigkeit künftig stärker im Fokus. So
soll im ersten Halbjahr der erste nachhaltige Mezzaninkapitalfonds für
Immobilienentwicklungsprojekte in Österreich ins Leben gerufen werden und damit
die Stärke der Bank in Form integrierter Sachwert- und Kapitalmarktexpertise
erweitert zum Einsatz gebracht werden.

Ebenso im Fokus steht der weitere Ausbau des Kapitalmarktgeschäfts. Durch die
bewusste Konzentration auf das KMU Segment bei Anleihe- und Aktienemissionen
soll die Marktposition in diesem Bereich durch die Generierung neuer Mandate
ausgebaut und dadurch gleichzeitig Wachstumsimpulse für das Depot- bzw.
Brokerage Geschäft erzielt werden. Im Veranlagungsbereich ist das Ziel, in
Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation ein ausgewogenes Anlagespektrum
vorzuhalten, um institutionellen Kunden sowie vermögenden Privatkunden in jeder
Marktphase das passende Angebot in Form von Sachwerten und Kapitalmarktprodukten
anbieten zu können. In Summe sollen diese Maßnahmen zu einer Fortsetzung des
Wachstums bei den Assets under Management führen.

Sichtbare und zukunftsorientierte Akzente hat sich die Bank auch im Zusammenhang
mit Innovation vorgenommen. Einerseits sollen im laufenden Geschäftsjahr die
Weichen in Richtung eines modernen Kernbankensystems gestellt werden und
andererseits stehen weitere Digitalisierungsinitiativen am Programm. Dabei hat
sich die Bank die Implementierung einer auf die Kundenbedürfnisse einer
Privatbank ausgerichteten APP für mobile Endgeräte sowie neue
Prozessdigitalisierungsschritte im Sinne weiterer Effizienzgewinne im
Zusammenhang mit Kundeninteraktion zum Ziel gesetzt. Auch die Entwicklung und
der Einsatz digitaler Veranlagungsprodukte stehen perspektivisch im Blickfeld
der Bank.

CEO Christoph Raninger fasst zusammen: "Nach dem für uns Pandemie bedingt
ergebnismäßig unerfreulichem Ausgang des Geschäftsjahres 2020 ist der Blick
optimistisch nach vorne gerichtet. Wir haben im letzten Jahr vieles ausgesät,
was wir in Zukunft ernten wollen. Über die noch engere Verschränkung zwischen
Kapitalmarktdienstleistungen, Depotgeschäft und Brokerage ist es uns gelungen,
unsere Wertschöpfung in diesem Bereich weiter auszubauen und an Substanz
zuzulegen.

Diesen Weg wollen wir auch heuer fortsetzen. Zusätzlich entwickeln wir neue,
innovative Produktideen wie den ersten nachhaltigen Mezzaninkapitalfonds in
Österreich und engagieren uns in neuen Immobilienprojekten. Innovation und
Nachhaltigkeit stehen heuer verstärkt im Fokus und diesbezüglich freuen wir uns,
schon in Bälde interessante Neuerungen vorstellen zu dürfen."



Rückfragehinweis:
Wiener Privatbank SE
Michael MÜLLER
Leitung Marketing & Investor Relations
Mail: michael.mueller@wienerprivatbank.com
Telefon: +43 1 534 31?235
www.wienerprivatbank.com


Ende der Mitteilung                               euro adhoc
--------------------------------------------------------------------------------


Bilder zur Meldung:
----------------------------------------------
http://resources.euroadhoc.com/images/2105/5/10712081/WienerPrivatbank_Vorstand_ChristophRaninger_EduardBerger.jpg 
Emittent:    Wiener Privatbank SE
             Parkring 12
             A-1010 Wien
Telefon:     +43-1-534 31-0
FAX:         +43-1-534 31-710
Email:    office@wienerprivatbank.com
WWW:      www.wienerprivatbank.com
ISIN:        AT0000741301
Indizes:     WBI
Börsen:      Wien
Sprache:     Deutsch