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Besser auf den Brief antworten - Kommentar von Sven Frohwein

Essen (ots) - Rentner sind steuerpflichtig - und damit auch zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Theoretisch. Praktisch machen das bislang nur wenige. Weil viele noch nicht mitbekommen haben, dass sie auch nach einem erfüllten Arbeitsleben Auskunft über ihre Einkünfte geben müssen. Einige wenige werden aber wohl auch ganz bewusst darauf verzichten, den Staat über Nebentätigkeiten zu informieren, mit denen sie ihre Rentenansprüche aufbessern. Das Finanzamt weiß das. Und hakt jetzt mit größerer Beharrlichkeit nach. Der blaue Brief vom Fiskus ist aber kein Grund zur Panik. In den meisten Fällen dürften die Nachforderungen der Ämter gering ausfallen. Wenn überhaupt. Immerhin gelten großzügige Einkommensgrenzen, die die Mehrheit der Rentner - Experten schätzen 75 Prozent - nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge sowieso nicht überschreiten werden. Wer allerdings neben der Rente viel arbeitet, Haus und Hof vermietet oder aber Kapitalerträge erzielt und dies alles dem Finanzamt noch nicht gesteckt hat, der lebt gefährlich - und ist gut beraten, auf den blauen Brief zu antworten. Sonst kann es nämlich teuer werden.

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