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09.11.2021 – 10:00

Schweiz. Kriminalprävention / Prévention Suisse de la Criminalité

"Und Sie? Hätten Sie ja gesagt?" Nationalen Präventionskampagne zum Thema Anlagebetrug

Ein Dokument

Bern (ots)

Die Polizeikorps der Schweiz und die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) setzen sich gemeinsam für die Prävention von Cyberbetrug ein.

Am 9. November 2021 startet der neunte Teil der nationalen Kampagne zur Prävention von Cyberbetrug "Und Sie? Hätten Sie ja gesagt?" zum Thema Anlagebetrug. Die Polizeikorps der Schweiz und die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) bündeln ihre Kräfte, um die Bevölkerung für Verhaltensweisen zu sensibilisieren, die sie vor den Risiken dieser Betrugsart schützen, die für die Betroffenen oft dramatische Folgen haben kann.

Die kantonalen, regionalen und kommunalen Polizeikorps der Schweiz und die SKP haben 2019 eine nationale Präventionskampagne lanciert, um die Bevölkerung für die möglichen Gefahren im Zusammenhang mit der Nutzung des Internets zu sensibilisieren. Dabei wurden drei rund einminütige Videoclips veröffentlicht, die Betrugsdelikten auf Kleinanzeigen-Plattformen, dem Liebesbetrug im Internet und den Money Mules gewidmet waren und über die Medien und die sozialen Netzwerke verbreitet wurden. 2020 standen drei weitere Themen im Fokus: Sextortion, betrügerische Support-Anrufe und Grooming.

In der diesjährigen Kampagne werden wiederum drei Schwerpunkte behandelt. Nachdem zunächst Sexting und dann der Immobilienbetrug im Internet thematisiert wurden, folgt nun der dritte und letzte Teil, der sich mit dem Anlagebetrug beschäftigt.

"Und Sie? Hätten Sie ja gesagt?"

Der abschliessende Teil der Kampagne 2021 konzentriert sich auf den Anlagebetrug im Internet. Bei dieser besonderen Form des Online-Betrugs nutzen die Kriminellen die unsichere Wirtschaftslage und das Aufkommen neuer Investitionsmethoden (wie etwa Kryptowährungen) aus, um ihren Opfern attraktive fiktive Finanzanlagen anzubieten. Geködert wird das Opfer meist über eine betrügerische Webseite oder durch ungebetene Werbeanrufe. Ist der erste Kontakt hergestellt, folgt ein Telefonanruf eines angeblichen Finanzberaters. Dieser überredet die Person zunächst dazu, einen kleinen Betrag zu investieren, um keinen Verdacht zu erregen. Über eine gefälschte digitale Handelsplattform gaukeln die Betrügerinnen und Betrüger den Betroffenen vor, dass das investierte Geld tatsächlich eine Rendite einbringt. So werden sie dazu ermuntert, weitere Zahlungen zu tätigen. Je besser es den Kriminellen gelingt, das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen, desto höher werden die investierten Beträge. Zudem vermitteln die angeblichen Finanzberater oft ein Gefühl der Dringlichkeit, indem sie attraktive Angebote unterbreiten, die aber zeitlich oder in Bezug auf die Anzahl der Anleger beschränkt sind. Im besten Fall bemerken die Opfer den Betrug, wenn sie erfolglos versuchen, ihre "Investition" zurückzuerhalten. Im schlimmsten Fall werden sie unter diversen Vorwänden dazu verleitet, noch mehr Geld zu zahlen, um die bereits investierten Beträge zurückzuholen, und bemerken den Betrug erst viel später.

Die Geschichte von Thomas ist typisch für diese Art von Betrug. Der 60-Jährige möchte das Geld, das er in seinem ganzen bisherigen Leben gespart hat, gewinnbringend investieren. Im Internet stösst er auf eine seriös wirkende Webseite und beschliesst, das Kontaktformular auszufüllen und die Hilfe eines Finanzberaters in Anspruch zu nehmen. Sehr rasch wird er von Jim kontaktiert, der ihm empfiehlt, in Kryptowährungen zu investieren. Er versichert Thomas, dies sei die beste Lösung und er könne ihm zudem gerade eine Finanzanlage anbieten, um die sich seine reichen Kundinnen und Kunden reissen würden. Das Angebot sei aber aufgrund der hohen Nachfrage zeitlich begrenzt. Thomas ist entschlossen, sich diese Chance nicht entgehen zu lassen, und stimmt zu.

Dieses so vielversprechende Angebot war aber in Wirklichkeit ein Betrug. Thomas hat seine gesamten Ersparnisse in eine Finanzanlage gesetzt, die es gar nie gegeben hat. Er wird sein Geld nie wiedersehen.

Halten Sie sich an die folgenden Empfehlungen, um nicht Opfer eines Anlagebetrugs zu werden:

  • Vertrauen Sie Ihr Geld nie jemandem an, den Sie nur über Internet kennen.
  • Geben Sie nie persönliche Informationen, Passwörter oder amtliche Dokumente weiter.
  • Erlauben Sie nie jemandem einen Fernzugriff auf Ihren Computer.
  • Versuchen Sie nie, Ihre Investition zurückzuholen, indem Sie erneut Geld investieren.

Allgemein gilt: Schnelles Geld ohne jedes Risiko gibt es nicht, insbesondere nicht in so komplexen Bereichen wie Kryptowährungen und Börseninvestitionen. Besonders hohe Renditeversprechen sind deshalb immer mit Vorsicht zu geniessen. Beim Anlagebetrug im Internet geht manchmal sehr viel Geld verloren.

Pressekontakt:

Für Medienanfragen stehen Ihnen die Medienstellen der kantonalen und städtischen Polizeikorps oder auch die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) zur Verfügung:
Für die SKP:
Fabian Ilg, Geschäftsleiter
fi@skppsc.ch
031 511 00 06

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