vsms Verband Schweizer Markt- und Sozialforschung

10-tägige Karenzfrist für die Publikation von Umfrageresultaten im Vorfeld von Abstimmungen und Wahlen bewährt sich

Zürich (ots) - Der Verband Schweizer Markt- und Sozialforschung begrüsst die Bekenntnis des Presserats zu strengen Regeln im Umgang mit der Publikation von Resultaten aus politischen Umfragen

Der Vorstand des Verbands Schweizer Markt- und Sozialforschung (vsms) bekräftigt die geltende Branchenregulierung, um der politisch motivierten Diskussion einer verschärften Regulierung durch den Gesetzgeber nicht weiter Vorschub zu leisten. Damit reagiert der Verband auf die Bekanntgabe des Presserats, der die Einhaltung der Karenzfrist durch die Medien nicht befürwortet, da diese die Informationsfreiheit zu stark einschränke.

Seriös und nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführte politische Meinungsumfragen sind Teil des Dialogs zwischen Bürgerinnen und Bürgern, politischen Parteien und Verbänden und staatlichen Behörden. Politische Entscheidungsträger erhalten damit wichtige und vor allem systematische Information darüber, was die Bevölkerung denkt und wünscht. Umgekehrt erlauben in den Medien korrekt und transparent dargestellte Ergebnisse von politischen Meinungsumfragen der interessierten Bevölkerung, sich ein Bild über den Diskussionsverlauf und den politischen Meinungsbildungsprozess zu machen.

Immer wieder ist das Thema Meinungsumfragen vor Wahlen und Abstimmungen Gegenstand von politischen Debatten. Zuletzt in der Frühlingssession 2011, in der sich eine parlamentarische Initiative für ein Verbot und eine Motion der Staatspolitischen Kommission zur gesetzlichen Regulierung politischer Umfragen gegenüberstanden. Mit der Verpflichtung seiner Mitglieder zur Einhaltung einer 10-tägigen Karenzfrist für die Publikation von Umfrageresultaten zu Wahlen und Abstimmungen hat die Branche gute Erfahrungen gemacht. Zwar gibt es keine empirischen Belege dafür, dass Umfrageresultate den Ausgang einer Wahl oder Abstimmung direkt beeinflussen, und damit auch keinen wissenschaftlichen Grund für die Einhaltung einer Karenzfrist. Aus Sicht des Verbandes leistet die Einhaltung einer Karenzfrist sowohl von Seiten der Umfrageinstitute als auch von Seiten der publizierenden Medien jedoch einen Beitrag zur Versachlichung der politisch motivierten Debatte.

Kontakt:

Roland Rosset, Präsident vsms
E-Mail: roland.rosset@gfk.com
Mobile: +41/79/311'03'02
Tel.: +41/41/632'90'28



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