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Media Service: Fintech-Verband kritisiert SIX Group und fordert Regulierung des Open Banking

Zürich (ots) - Der neu gegründete Verband Swiss Wealthtech Leaders fordert staatliche Regeln für den Zugang zu Bankkonto-Daten für Fintech-Anbieter. «Wir sind für eine Regulierung in dem Bereich», sagt Patrick Schär, Verbandsmitglied und Chef von Selma Finance, zur «Handelszeitung». Es müsse mehr Wettbewerb herrschen. «Und der richtige Weg wäre eine Regulierung, die das vorschreibt.» In der EU gelten seit Anfang Jahr neue Regeln für die Öffnung solcher Bankenschnittstellen.

Die Börsenbetreiberin SIX Group entwickelt eine Plattform für solchen Datenaustausch. Über die SIX Corporate API sollen ab Mai Schweizer Bankkonten mit externen Softwareanbietern verbunden werden können. Das Pilotprojekt werde im Bereich der KMU-Buchhaltungssoftware liegen, sagt SIX-Sprecher Jürg Schneider. Die SIX-Plattform sieht allerdings vor, dass Banken einem Dienstanbieter den Zugang zu ihren Systemen verweigern können. Auch sollen Zahlungen nicht über Drittanwendungen ausgelöst werden können. Damit geht die SIX deutlich weniger weit als das Konzept der EU. Im SIX-Modell bestehe die Gefahr einer «Monopolisierung», sagt Schär.

Für den Fintech-Experten der Hochschule Luzern, Andreas Dietrich, «scheint die SIX-Architektur sinnvoll zu sein». Dass die Banken Schnittstellen öffnen, sei richtig. Allerdings warnt auch er vor zu passivem Verhalten: «Die Banken müssen erkennen, dass es in Sachen Open Banking eine von der EU getriebene Welle gibt, der sie sich nicht entgegenstellen können.» Die Banken müssten sich öffnen und Konkurrenz an der Kundenschnittstelle zulassen. «Ansonsten wächst auch in der Schweiz der regulatorische Druck, einzugreifen.»

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