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28.07.2020 – 07:00

PwC Schweiz

Neuzulassungen von E-Fahrzeugen steigen in der Schweiz um 17%

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Neuzulassungen von E-Fahrzeugen steigen in der Schweiz um 17%

- Plug-In-Hybride als grösster Wachstumstreiber (+186% bei Neuzulassungen) im Schweizer Markt
- Rein batteriebetriebene Fahrzeuge hingegen mit negativer Zulassungsrate (-12%)
- USA (-33%) und China (-22%) verzeichnen Zulassungsrückgänge bei alternativen Antrieben im Vergleich zum Vorjahresquartal 

Zürich, 28. Juli 2020 Zunehmende Auslieferungen von E-Autos und steigendes Kaufinteresse der Autofahrer an Elektrofahrzeugen sorgen trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 für eine positive Entwicklung am Schweizer E-Mobilitäts-Markt.

So stieg die Zahl neuzugelassener Elektrofahrzeuge im April, Mai und Juni 2020 in der Schweiz um 17% gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge an der Gesamtzahl der Neuzulassungen erreichte hierzulande im kompletten ersten Halbjahr 2020 mit 21,2% einen neuen Rekord. Besonders ins Gewicht fielen dabei die Plug-In-Hybride mit einem massiven Zuwachs von 186% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Reine Elektrofahrzeuge verzeichneten hingegen einen Rückgang um -12%. Das sind zentrale Ergebnisse der aktuellen Ausgabe des «E-Mobility Sales Review Q3 2020» von PwC Autofacts® und Strategy&, der Strategieberatung von PwC.

«Die Entwicklung der E-Mobilität beweist in der Krise, dass der Weg in Richtung eines strategisch wichtigen Marktsegments nicht nur weiterverfolgt, sondern sogar beschleunigt wird. Mit diesem Rückenwind sollte nun vor allem die Ladeinfrastruktur in der Schweiz weiter ausgebaut werden. Das aktuell starke Wachstum von Plug-In-Hybriden kann ein Hinweis darauf sein, dass Schweizer Konsumenten noch nicht vollkommen von der Praktikabilität und Reichweite von reinen E-Autos überzeugt sind. Gleichzeitig gilt für die Hersteller, die technische Weiterentwicklung der Batterien voranzutreiben und so zusätzliche Argumente für die E-Mobilität zu schaffen», kommentiert Andreas Schlegel, Automobilexperte und Director bei Strategy& Schweiz.

In Europa verzeichneten konventionelle Antriebstechnologien mit Diesel und Benzin in der Krise ein erhebliches Absatzminus von 57,9% (Q2-2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Das europäische E-Mobilitätssegment blieb hingegen vergleichsweise unberührt von den Auswirkungen von COVID-19 und den entsprechenden Lockdown-Massnahmen: Im ersten Halbjahr stieg die Anzahl der neu zugelassenen Elektrofahrzeuge in den zehn untersuchten europäischen Märkten um 25,6%. Im zweiten Quartal 2020 waren Neuzulassungen wegen vorübergehender Schliessungen von Autohäusern und Zulassungsstellen zwar teilweise nur eingeschränkt möglich, dennoch sanken die Absatzzahlen in den europäischen Kernmärkten (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Spanien) um lediglich 1% gegenüber dem zweiten Quartal 2019. Plug-In-Hybride legten mit +121% bei den Neuzulassungen stark zu und auch batterieelektrische Fahrzeuge erlebten in Europa einen Zuwachs von +35%.

«Führten Elektroautos zunächst ein Schattendasein in der europäischen Zulassungsstatistik, so erweisen sie sich in Zeiten der Corona-Krise mit einem Marktanteil von 18,9% im ersten Halbjahr 2020 als Insel der Stabilität bzw. des Wachstums in einem ansonsten rückläufigen Absatzmarkt der Automobilindustrie», sagt Andreas Schlegel. «Ob dieser Trend nachhaltig ist, wird sich allerdings erst zeigen, wenn staatliche Fördermassnahmen auslaufen und die Verbraucher langfristig ohne zusätzliche finanzielle Anreize von den Vorteilen von E-Autos überzeugt werden müssen. Dabei ist auch der Handel gefragt, der die Kundenansprache grundlegend anders gestalten muss als im traditionellen Vertrieb von Verbrennungsmotoren.»

Anders stellt sich das Bild der Q2-Zulassungszahlen für E-Fahrzeuge in den Märkten China und USA dar. Im Reich der Mitte sank die Zahl der Neuzulassungen krisenbedingt um 22%, in den USA um 33%. In beiden Regionen stiegen die Zulassungen von Hybridfahrzeugen im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat aber bereits an (China: +11%, USA: +6%). Zudem ist zu erwarten, dass zusätzliche Förderprogramme weitere Nachfrage schaffen.

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Stéphanie Tobler
PwC | Integrated Communications
Office: +41 58 792 18 16
Email: mailto:stephanie.tobler.mucznik@ch.pwc.com

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