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Schweizer Fleischkonsum erreicht empfohlene Jahresmenge bereits am 7. Mai

Schweizer Fleischkonsum erreicht empfohlene Jahresmenge bereits am 7. Mai
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Schweizer Fleischkonsum erreicht empfohlene Jahresmenge bereits am 7. Mai

Der frühe Meat Exhaustion Day gefährdet Tierwohl und Klima

Zürich, 5. Mai 2026 – Der Fleischkonsum in der Schweiz bleibt im internationalen Vergleich hoch: Laut Bundesamt für Statistik (BFS) hat die Bevölkerung im Jahr 2024 durchschnittlich mehr als 47 Kilogramm pro Kopf gegessen ( Statistik veröffentlicht Ende 2025). Die renommierte EAT-Lancet-Kommission empfiehlt in ihrem jüngsten Update einen maximalen Jahreskonsum von lediglich 16,4 Kilogramm. Auf Basis dieser Empfehlung hat die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN auch dieses Jahr den sogenannten Meat Exhaustion Day errechnet: Bereits am 7. Mai ist die empfohlene Jahresmenge an Fleisch in der Schweiz aufgebraucht.

Umgerechnet auf die Woche isst jede Person hierzulande fast ein Kilogramm Fleisch – das sind mehr als fünf Steaks. Zudem ist der Fleischkonsum gegenüber dem Vorjahr (45,6 kg pro Kopf) leicht gestiegen.

«Wir liegen mit unserem Fleischkonsum deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 33,8 Kilogramm pro Kopf! Der übermässige Konsum führt zu einer Intensivproduktion, die nicht nur Tierleid verursacht, sondern auch die Belastungsgrenzen unseres Planeten durch Ressourcenverschwendung und Treibhausgasemissionen überschreitet. Darüber hinaus leidet auch unsere Gesundheit unter diesem hohen Fleischkonsum», sagt Nicolas Roeschli, Campaigner bei VIER PFOTEN Schweiz.

Mehr als 80 Millionen Tiere jährlich in der Schweiz geschlachtet

Jedes Jahr werden in der Schweiz mehr als 80 Millionen sogenannte Nutztiere für den menschlichen Verzehr geschlachtet. Die meisten von ihnen dürfen kein Leben führen, das ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht. Ein grosser Teil lebt in beengten Platzverhältnissen, hat kaum Auslauf und ist im Zusammenhang mit Transport und Schlachtung zusätzlichen Belastungen ausgesetzt.

Eine der Ursachen für den hohen Konsum sind die vielen Rabatte auf Fleischwaren, die zum Kauf grosser Mengen verleiten. Doch die vermeintlichen Aktionen täuschen: Die wahren Kosten dieses übermässigen Konsums bleiben im Verborgenen. «Gerade billiges Fleisch aus Intensivtierhaltung, in der das Tierwohl erheblich beeinträchtigt ist, kommt uns teuer zu stehen. Die Folgekosten für Umwelt, Klima, Antibiotikaresistenzen und das Gesundheitssystem sind bereits heute deutlich spürbar. Der Fleischkonsum muss unbedingt schleunigst gesenkt werden», fordert Roeschli.

Gemeinsam wirksam: Warum Politik und Konsumierende handeln müssen

VIER PFOTEN sieht die Politik klar in der Verantwortung, wirksame Massnahmen zur Reduktion des Fleischkonsums umzusetzen. Dafür braucht es verbindliche Rahmenbedingungen, die tierfreundlichere Konsumentscheidungen erleichtern und Fehlanreize korrigieren.

Auf individueller Ebene ruft VIER PFOTEN dazu auf, den eigenen Fleischkonsum kritisch zu hinterfragen und sich an der Leitidee des 3R‑Prinzips zu orientieren: weniger tierische Produkte konsumieren, beim Einkauf bewusst auf höhere Tierwohlstandards achten und vermehrt pflanzliche Alternativen wählen. Schon kleine Veränderungen im Alltag können die Situation von Millionen Tieren spürbar verbessern. Mit der Kampagne «Lerne das Tier kennen. Konsumiere bewusster.» zeigt VIER PFOTEN auf, wie eng Konsumentscheidungen mit Tierwohl verknüpft sind und wie ein bewussterer Umgang mit Lebensmitteln konkret aussehen kann. Denn was auf Schweizer Tellern landet, hat direkte Auswirkungen auf Tiere, Umwelt und Gesundheit.

Über VIER PFOTEN
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heimtiere, sogenannte Nutztiere und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Kambodscha, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in 13 Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.  www.vier-pfoten.ch 

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Press Manager Schweiz
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