SVV Schweiz. Versicherungsverband

SVV: Grossbaustellen in der Versicherungswirtschaft

    Basel (ots) - Präsident Albert Lauper betonte an der Generalversammlung des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV die zentrale Bedeutung des Aufsichtsrechts, des Versicherungsvertragsgesetzes sowie der beruflichen Vorsorge für die Versicherungsbranche. Gleichzeitig warnte er vor einer Überregulierung in diesen Rechtsetzungsgebieten. Die erneuten Vorwürfe, die Lebensversicherer hätten ihren Kunden Gelder vorenthalten, wies er entschieden zurück.

    Neu in den Vorstand gewählt wurde Thomas Pleines, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Allianz Suisse. Er tritt die Nachfolge von Gerd-Uwe Baden an. Hans Weber, Pax, trat aus dem Vorstand aus. Zum Vorsitzenden des neu geschaffenen Ausschusses Wirtschaft und Finanzen wurde Bruno Pfister, CFO Swiss Life, gewählt.

    Albert Lauper stellte in seinem Präsidialreferat mit Befriedigung fest, dass die meisten Versicherungsunternehmen nach heftigen Turbulenzen letztes Jahr wieder Gewinne ausweisen konnten. Unter dem Leitwort "Fokussierung auf Kernkompetenzen" hätten viele Gesellschaften in den letzten drei Jahren wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Seinen Fokus richtete Albert Lauper auf die Rechtsetzung. Im Aufsichtsrecht, im Versicherungsvertragsrecht sowie in der beruflichen Vorsorge handle es sich um eigentliche Grossbaustellen, die die Privatassekuranz und insbesondere den Verband in höchstem Masse fordern.

    Die erneuten Vorwürfe, die Lebensversicherer hätten ihren Kunden Gelder vorenthalten, wies Albert Lauper entschieden zurück. Er betonte, dass der Prozess zu einer verbesserten Transparenz im Bereich des BVG eingeleitet und im Gange sei. Ebenfalls bekräftigte er, dass die schweizerische Versicherungswirtschaft eine starke und kompetente Aufsichtbehörde wolle, dies im Interesse der Versicherten und Versicherer.

    Direktor Lucius Dürr resümierte, der Verband habe bessere Rahmenbedingungen geschaffen und die Akzeptanz der Versicherungswirtschaft in der Öffentlichkeit gesteigert. Im Zentrum stand die berufliche Vorsorge. Obwohl in diesem Bereich einige Erfolge erzielt worden seien, bestehe auf gesetzgeberischer Ebene weiterhin grosser Handlungsbedarf. Lucius Dürr wies in diesem Zusammenhang auf die zentrale Bedeutung der politischen Interessenvertretung durch den SVV hin.

    Die europäische Perspektive beleuchtete Gastreferent Gérard de La Martinière, Präsident des Comité Européen des Assurances CEA und des französischen Versicherungsverbands FFSA. Er ging in seiner Rede auf Solvenzfragen sowie die Entwicklung der Versicherungsbranche ein. Der SVV ist Gründungsmitglied des CEA, das seit 1953 die Interessen der Versicherungsbranche auf europäischer Ebene vertritt.

ots Originaltext: SVV Schweizerischer Versicherungsverband
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