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29.05.2018 – 10:02

KfW

KfW Gründungsmonitor 2018: Strukturelle Qualität der Gründungen steigt weiter

Main (ots)

   - 557.000 Personen wagen Schritt in die Selbstständigkeit
   - Anteil der Chancengründer bei erfreulichen 60 Prozent
   - Berlin wieder vor Hamburg; Brandenburg holt auf

Die Zahl der Gründungen in Deutschland ist auch im Jahr 2017 rückläufig: Lediglich 557.000 Personen (-17 Prozent ggü. 2016) machten sich im vergangenen Jahr selbstständig - zu gut war die Möglichkeit für viele, eine abhängige Beschäftigung zu finden (Presseerklärung vom 21.02.2018). Erfreulich ist, dass die Entwicklung bei volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig ist: der Anteil der Chancengründer stieg um 8 %, der Anteil der innovativen Gründer um 31 %. Auch der Anteil der digitalen Gründer stieg von 21 % auf 26 %. "Die strukturelle Qualität der Gründungstätigkeit wird besser. Wir müssen alles dafür tun, die innovativen und wachstumsorientierten Gründer weiter zu bestärken. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit in den kommenden Jahren wird es ganz entscheidend sein, dass wir eine beachtliche Anzahl von innovativen Unternehmen haben, denn sie sind ein wesentlicher Jobmotor der Zukunft", sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe anlässlich der heutigen Vorstellung des KfW-Gründungsmonitors 2018, der jährlichen, repräsentativen Analyse zum Gründergeschehen in Deutschland, in der KfW-Zentrale in Frankfurt. Hinderlich für diese zukunftsträchtige Gruppe könnte jedoch ein weiteres Ergebnis der Analyse sein: Neugründer, die anders als Übernahme- oder Beteiligungsgründer neue Unternehmen aufbauen, schufen 170.000 vollzeitäquivalente Arbeitsplätze, 52 % davon hatten jedoch Probleme dabei, diese Stellen zu besetzen.

Weitere zentrale Ergebnisse des KfW Gründungsmonitors:

   - In der Rangliste der Gründungstätigkeit nach Bundesländern liegt
     Berlin um eine Nasenlänge vor Hamburg und erobert somit seinen 
     Platz an der Spitze zurück. Von der Dynamik in Berlin 
     profitierte Brandenburg. Als einziges Bundesland hinsichtlich 
     der Gründungstätigkeit legte Brandenburg zu und kletterte auf 
     den siebten Rang.
   - Der Anteil von Frauen an der Gründungstätigkeit ist 2017 
     nochmals um 3 Prozentpunkte auf insgesamt 37 % gesunken. Der 
     Rückgang war auf den Vollerwerb beschränkt und ist das Ergebnis 
     einer stärkeren Gründungstätigkeit von Männern im Vollerwerb.
   - Die Mehrheit der Gründer ist bei ihrem Start in die 
     Selbstständigkeit auf Finanzmittel angewiesen (60 %). Dabei 
     greifen 39 % der Gründer ausschließlich auf eigene Mittel 
     zurück, 8 % mobilisieren dagegen Summen über 25.000 EUR von 
     externen Kapitalgebern. Sie setzten im vergangenen Jahr wieder 
     mehr externe Mittel ein, im Durchschnitt gut 120 000 EUR, so 
     viel wie seit 2012 nicht.
   - Im vergangenen Jahr hatten 14 % der Gründer Probleme bei der 
     Finanzierung. Meist, weil die Gründer gerne mehr Eigenmittel 
     eingesetzt hätten, als ihnen zur Verfügung standen (10 %). Der 
     Anteil von Gründern, die von einer Kreditablehnung betroffen 
     waren, lag bei 4 %.
   - Der KfW-Gründungsmonitor zeigt, dass Gründer die für sie 
     angekündigten Vorhaben der aktuellen Koalition (wie eine 
     Befreiung von der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung) 
     insgesamt befürworten und Experten die gründungsspezifischen 
     Rahmenbedingungen besser als vor zwei Jahren bewerten. Dennoch 
     sind Impulse, um die Gründungstätigkeit im Jahr 2018 wieder in 
     Fahrt zu bringen, derzeit nicht in Sicht. Die Anzahl der 
     Gründungsplanungen stagniert und der Absorptionseffekt des 
     Arbeitsmarkts dürfte auch im aktuellen Jahr stark bleiben.

Hinweis:

Den KfW Gründungsmonitor finden Sie unter: www.kfw.de/kompakt.

Auf der Storytellingplattform der KfW finden Sie ein interessantes Dossier zum Thema "Digitale Gründer": https://www.kfw.de/stories/dossier-digitale-gruender.html

Kontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Sonja Höpfner
Tel. +49 (0)69 7431 4306, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Sonja.hoepfner@kfw.de, Internet: www.kfw.de

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