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1. Weblaw-Forum: Juristen unter Druck

1. Weblaw-Forum: Juristen unter Druck
Jacques Bühler referiert am 1. Weblaw-Forum über die Effizienz der Schweizer Gerichte. Weiterer Text ueber ots und auf https://www.presseportal.ch. Die Verwendung dieses Bildes ist fuer redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veroeffentlichung unter Quellenangabe: "obs/Weblaw AG".

Bern (ots) - Die Megatrends Globalisierung, Ökonomisierung und Vernetzung erfassen auch die Rechtswelt. Anwaltskanzleien stehen im internationalen Wettbewerb, Gerichte müssen sich in ihrer Effizienz vergleichen lassen. Am ersten Weblaw-Forum im Stade de Suisse in Bern haben sich 200 Juristinnen und Juristen Gedanken gemacht, wie sie mit diesen Herausforderungen umgehen sollen.

Der Londoner Rechtsprofessor John Flood sagte es in deutlichen Worten. In England ist der Anwaltsberuf 2007 liberalisiert worden - mit der Folge, dass heute der Anwaltsberuf nicht mehr geschützt ist und jeder Rechtsberatung anbieten darf. Flood rechnet deshalb damit, dass es nicht lange gehen werde, bis beispielsweise Detailhändler Rechtsdienstleistungen anbieten werden.

Den Kaufvertrag für das Occasionsauto im Aldi überprüfen lassen? Solche Entwicklungen kann sich auch Richard Susskind vorstellen, Rechtsprofessor und Autor des Buchs «Das Ende der Anwälte». Er plädierte für ein Umdenken: Der Innovationsgedanke sei vielen Juristen noch sehr fremd. Wer von den Entwicklungen nicht überrollt werden wolle, müsse jetzt reagieren. Nicht in den nächsten drei bis sechs Monaten, aber in den nächsten drei bis sechs Jahren. «Zu viele Juristen haben sich in der Vergangenheit zu wenig gefragt, was die Kunden wirklich wollen».

Dass einiges bereits in Bewegung gekommen ist, führte Jacques Bühler aus. Der stellvertretende Generalsekretär des Bundesgerichts vertritt die Schweiz in der Kommission des Europarates für die Effizienz der Justiz. Bühler erfasst qualitative und quantitative Daten zur Qualität und Effizienz der Schweizer Gerichte und konnte konstatieren, dass die Schweiz im internationalen Vergleich zur Spitzengruppe gehört. Die Schweizer Gerichte gehören allerdings nicht nur zu den effizientesten, sondern auch zu den teuersten in Europa.

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