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23.10.2007 – 10:59

comparis.ch AG

comparis.ch: Repräsentative Studie zum Sparpotenzial bei den Krankenkassenprämien - Riesiges Sparpotenzial, gewaltig unterschätzt

Ein Dokument

    Zürich (ots)

    - Hinweis: Hintergrundinformationen können kostenlos im pdf-Format
        unter http://presseportal.ch/de/pm/100003671 heruntergeladen
    werden -

    Jeder zweite Versicherte kann im kommenden Jahr über 1000 Franken bei den Prämien für die obligatorische Grundversicherung sparen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch. Der Durchschnitt liegt bei rund 2000 Franken pro Haushalt. Erschreckend ist aber, dass die Befragten das Sparpotenzial bei den Krankenkassenprämien sechs Mal zu tief einschätzen. Diese Fehlannahme führt auch dazu, dass die wenigsten einen Krankenkassenwechsel überhaupt in Betracht ziehen.

    In diesen Tagen erhalten alle Versicherten die neuen Prämienausweise von ihrer Krankenkasse. Der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch wollte wissen, wie viel die Versicherten im kommenden Jahr bei den Prämien für die obligatorische Grundversicherung sparen können. Die Antworten dazu hat comparis.ch heute in der Studie "Krankenkassenprämien 2008: Sparpotenzial wird massiv unterschätzt" vorgestellt. Angesichts des praktisch nicht existenten Prämien-anstiegs ist die Frage nach dem Sparpotenzial auf den ersten Blick etwas unüblich. Sie ist aber durchaus berechtigt, denn durch die Einführung zahlreicher neuer und günstiger Krankenversicherungsprodukte hat sich das Sparpotenzial bei den Krankenkassenprämien im Vergleich zu den Vorjahren vergrössert.

    Um das Sparpotenzial zu ermitteln, wurden 1313 repräsentativ ausgewählte Personen in der deutschen, französischen und italienischen Schweiz telefonisch von Anfang bis Mitte Oktober befragt. Schwerpunkt der Befragung war das Sparpotenzial, d.h. wie viel die Befragten bei den Krankenkassenprämien sparen können. Weitere Themen waren die Wechselabsicht und das Wechselverhalten. Die Befragung durchgeführt hat das Marktforschungsinstitut Demoscope im Auftrag von comparis.ch. Die Angaben der Befragten wurden mit der Prämiendatenbank von comparis.ch verknüpft, so dass die Prämien der Befragten und ihrer Familienangehörigen ermittelt werden konnten. Dadurch kann das effektive Sparpotenzial bei einem Wechsel der Krankenkasse, des Versicherungsmodells und der Optimierung der Franchise aufgezeigt werden.

    Viel zu tief geschätzt

    Über alle Haushalte - vom Einpersonen- bis zum Mehrpersonenhaushalt -gesehen, haben die Befragten ein Sparpotenzial von durchschnittlich 365 Franken pro Jahr geschätzt. Viel zu wenig, denn effektiv könnten alle Haushalte im Durchschnitt 1193 Franken pro Jahr sparen, wenn sie sich für das Versicherungsprodukt mit der günstigsten Prämie an ihrem Wohnort entscheiden. Wird zusätzlich die Franchise optimiert, beläuft sich das Sparpotenzial auf 1925 Franken pro Jahr [Grafik 1].

    Betrachtet man nur das Viertel aller Haushalte, welches das effektiv höchste Sparpotenzial hat, sind die Schätzungen noch schlechter. Das Sparpotenzial liegt für diese Haushalte bei 2396 Franken und damit sechs Mal höher als es von diesen mit 377 Franken geschätzt wird. Wenn man die optimierte Franchise mit berücksichtigt liegt es effektiv bei 3742 Franken und damit zehn Mal höher als geschätzt. Umgekehrt dagegen liegt das Viertel aller Haushalte mit dem geringsten effektiven Sparpotenzial beim Schätzen gar nicht so viel daneben. Diese Haushalte beziffern ihr durchschnittliches Sparpotenzial mit 301 Franken pro Jahr. Effektiv können sie 346 Franken sparen.

    Familien können am meisten profitieren

    Im Durchschnitt bezahlen die befragten Familien (1) über 8000 Franken an Krankenkassenprämien - pro Jahr. Ihr Sparpotenzial schätzen diese Familien mit durchschnittlich 346 Franken massiv zu tief ein. Effektiv können sie fünf Mal so viel sparen: durchschnittlich 1693 Franken pro Jahr bei der Wahl des günstigsten Versicherungsproduktes an ihrem Wohnort. Optimieren sie zusätzlich noch die Franchise, können sie über 3000 Franken sparen, also rund neun Mal so viel wie geschätzt.

    Sogar sieben Mal mehr sparen als geschätzt kann jenes Viertel der Familien mit dem höchsten effektiven Sparpotenzial. Schätzung: 428 Franken. Effektives Sparpotenzial: 3064 Franken. Noch schlechter mit ihrer Schätzung stehen diese Familien da, wenn man beim Sparpotenzial die optimierte Franchise berücksichtigt: Dann nämlich liegt ihr effektives Sparpotenzial bei 5179 Franken und damit zwölf Mal höher als von ihnen geschätzt.

    Diese Ergebnisse sind keine Einzelfälle, sondern ein repräsentatives Bild der Schweizer Bevölkerung. "Das Bild ist erschütternd, hört man doch immer wieder, dass viele Familien die Krankenkassenprämien als grosse finanzielle Belastung empfinden. Offensichtlich haben sie keine Ahnung, dass man etwas dagegen unternehmen kann", meint Richard Eisler, Geschäftsführer des Internet-Vergleichs-diensts comparis.ch. "Dabei reichen fünf Minuten für einen Prämienvergleich und man sieht sofort, wie hoch das persönliche Sparpotenzial ist."

    In Haushalten von Alleinerziehenden (2) das gleiche Bild: 343 Franken geschätztes Sparpotenzial, gegenüber 1306 Franken effektivem Sparpotenzial respektive 2417 Franken mit Franchisenoptimierung.

    Italienischsprachige können am meisten sparen

    Bei den italienischsprachigen Befragten ist das effektive Sparpotenzial mit durchschnittlich 1459 Franken bei der Wahl des günstigsten Produkts am jeweiligen Wohnort am höchsten. Noch viel eindrücklicher ist es, wenn man das Sparpotenzial mit optimierter Franchise betrachtet: Fast 3000 Franken pro Haushalt und Jahr. Die Haushalte der französischsprachigen Befragten können nur schon mit einem Wechsel zum günstigsten Produkt durchschnittlich 1330 Franken sparen. Optimieren sie zusätzlich die Franchise, kommt das Sparpotenzial auf 2071 Franken pro Jahr. Die Haushalte der deutschsprachigen Befragten können mit dem Wechsel zum günstigsten Produkt pro Jahr durchschnittlich 1102 Franken sparen und 1638 Franken, wenn sie die Franchise optimieren.

    Auch hier bestätigt sich die Beobachtung, dass am schlechtesten schätzt, wer am meisten sparen kann: Das durchschnittliche effektive Sparpotenzial für die Haushalte der italienischsprachigen Befragten liegt mit 1459 Franken rund 4,5-mal höher als die geschätzten 321 Franken. Die Französischsprachigen schätzen 385 Franken, das ist rund 3,5-mal zu tief. Bei den Deutschsprachigen ist das Sparpotenzial knapp drei Mal höher als die geschätzten 375 Franken.

    Krankenkassenwechsel lohnt sich

    Wer schon einmal die Krankenkasse gewechselt hat, kann tatsächlich einen Erfolg im Kampf gegen die hohen Prämien verbuchen. Das Sparpotenzial der Wechsler beträgt im Durchschnitt 585 Franken, bei den Nicht-Wechslern ist es mit 812 Franken deutlich höher. Das heisst, wer schon mal die Kasse gewechselt hat, gibt deutlich weniger Geld zuviel für seine Krankenkasse aus. Angesichts des praktisch nicht existenten Prämienanstiegs ist es aber nicht weiter erstaunlich, dass nur wenige Befragte die Absicht haben, die Krankenkasse zu wechseln. Nur gerade 5 Prozent wollen wechseln. Die Bereitschaft zu einem Wechsel ist mit 8 Prozent bei den französischsprachigen Befragten am höchsten. Von den italienisch- und deutschsprachigen Befragten beabsichtigen nur 3 respektive 4 Prozent einen Wechsel.

    Das Aufzeigen des effektiven Sparpotenzials macht den Befragten offensichtlich Eindruck. Nachdem ihnen im Verlauf des Interviews die effektiven Beträge aufgezeigt wurden, die sie oder ihre Familie sparen könnten, wurde die Frage nochmals gestellt, ob sie auf das kommende Jahr hin die Krankenkasse wechseln würden. Nicht erstaunlich ist, dass diesmal 13 Prozent die Frage mit "ja" beantworteten im Vergleich zu den 5 Prozent, als das Sparpotenzial noch unbekannt war. Der Anteil an Personen, die "vielleicht" die Kasse wechseln, hat sich verdreifacht: Nur noch jeder zweite Befragte lehnte diesmal einen Kassenwechsel kategorisch ab, beim ersten Mal waren es noch vier von fünf [Grafik 2].

    Hinweis: Die komplette Studie "Krankenkassenprämien 2008: Sparpotenzial wird massiv unterschätzt" ist abrufbar unter: http://www.comparis.ch/comparis/press/studien.aspx oder kostenlos zu bestellen unter media@comparis.ch.

    (1) Familie: zwei erwachsene Personen, mindestens ein Kind (2) Alleinerziehende: eine erwachsene Person, mindestens ein Kind

Kontakt:
Richard Eisler
Geschäftsführer
Telefon: 044 360 52 62
E-Mail: media@comparis.ch
Internet: www.comparis.ch