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Metas Bundesamt für Metrologie und Akkre

metas: Nutzen schaffen für Wirtschaft und Gesellschaft

(ots)

Bern-Wabern, 3. Juni 2003. Wissenschaftlich korrekte und international anerkannte Messwerte sind Voraussetzung für eine zielstrebige Entwicklung und kostengünstige Herstellung qualitativ hoch stehender Dienstleistungen und Produkte für den Weltmarkt. Die Gesellschaft profitiert durch höheren Komfort, Wohlstand und verbesserte Sicherheit.

Seit 140 Jahren trägt das Bundesamt für Metrologie und 
Akkreditierung (METAS) in Bern-Wabern massgeblich zu fairem Handel, 
präziser industrieller Fertigung (Bild 1), öffentlicher Sicherheit, 
korrekten Umweltschutzmassnahmen und einem zuverlässigen 
Gesundheitswesen bei. Wie dem soeben erschienenen Jahresbericht zu 
entnehmen ist, arbeitet METAS im Verbund mit anderen nationalen 
Metrologieinstituten weltweit an den metrologischen Grundlagen. Das 
Bundesamt hilft dadurch mit, dass in der Schweiz Messungen genügend 
genau und unter Verwendung international abgestimmter Masseinheiten 
durchgeführt und die Resultate weltweit anerkannt werden (Bild 2).
Quanten-Stromnormal entwickelt
In der Mikroelektronik ist der Trend nach immer kleineren und 
leistungsfähigeren Schaltkreisen ungebrochen. Speziell in tragbaren, 
Batterie betriebenen Geräten spielt die Reduktion des 
Energieverbrauchs eine grosse Rolle. Der Messung und Kontrolle 
kleinster elektrischer Ströme kommt damit eine steigende Bedeutung 
zu. Mit moderner Nanotechnologie können heute die Dimensionen in 
elektronischen Schaltkreisen so weit reduziert werden, dass die 
Manipulation einzelner Elektronen möglich wird (Einelektronen- 
Tunneleffekt). Nanoschaltkreise können künftig für die Messung 
extrem kleiner Ströme eingesetzt werden, erlauben aber auch die 
Realisierung eines Stromnormals, das auf unveränderlichen 
Naturkonstanten beruht.
Prüfung von Geschwindigkeitsmessgeräten unter realistischen 
Bedingungen
METAS ist dafür verantwortlich, dass die im Strassenverkehr zur 
Kontrolle der Fahrzeuggeschwindigkeit eingesetzten Geräte richtig 
messen. Die entsprechenden Radar- und Lasergeräte sind deshalb einem 
strengen Zulassungsverfahren und periodischen Kontrollen unterworfen 
(Bild 3). Um sicher zu gehen, dass die Instrumente auch in komplexen 
Messsituationen korrekt arbeiten, waren bis anhin dynamische 
Testmessungen im praktischen Verkehr unerlässlich. Zur Vereinfachung 
des Verfahrens entwickelte METAS Systeme, die eine Simulation der 
Verkehrssituationen im Labor erlauben.
In Radargeräten wird das ausgesandte Signal mit dem an einem 
vorbei fahrenden Fahrzeug reflektierten Signal überlagert. Die 
Frequenz des resultierenden, so genannten Dopplersignals ist ein 
Mass für die Fahrzeuggeschwindigkeit. Das neue Simulationssystem 
verfügt über eine Datenbank von digitalisierten, unter tatsächlichen 
Verkehrssituationen aufgenommenen Dopplersignalen und den dazu 
gehörenden Referenzwerten für die Geschwindigkeiten.
Falschmessungen vermeiden
Mittels Bauartprüfung, Zulassung und Eichung der eingesetzten 
Messmittel werden die Voraussetzungen geschaffen, damit korrekte 
Mengenangaben in Handel und Geschäftsverkehr gewährleistet. Ebenso 
sollen Gefährdungen durch Falschmessungen in den Bereichen 
Gesundheit, Umwelt und öffentliche Sicherheit vermieden werden. 
METAS erteilte im vergangenen Jahr 142 Zulassungen für neue 
Messmittelarten und eichte 764 Messmittel. Der schweizerische 
Eichdienst, bestehend aus 53 Eichämtern und 80 Eichstellen, eichte 
334'000 Messmittel, überwachte mittels statistischer Prüfverfahren 
631'000 Messinstrumente und kontrollierte 6'865 Lose von 
Fertigpackungen. Dabei mussten 8 % der Lose beanstandet werden.
Mit integrierter Leistungs- und Wirkungssteuerung zu mehr Transparenz
Abnehmer der Dienstleistungen von METAS sind Verwaltungsstellen 
in Bund, Kantonen und Gemeinden, Forschungsinstitute sowie Industrie-
und Dienstleistungsunternehmen. Für die Öffentlichkeit ist es daher 
im Allgemeinen nicht einfach, Wirkung und Nutzen dieser Leistungen 
zu erkennen und zu bewerten. Für METAS ist es deshalb eine grosse 
Herausforderung, seine Dienstleistungen möglichst verständlich zu 
bezeichnen, zu kommunizieren und ihren Nutzen in der Öffentlichkeit 
objektiv und nachvollziehbar darzustellen.
Unterstützt wird diese Zielsetzung durch die integrierte 
Leistungs- und Wirkungssteuerung (ILW). Es handelt sich dabei um ein 
Modell, das hilft, die Leistungen und ihre Wirkungen zu formulieren 
und nach einem systematischen Verfahren zu gliedern, sinnvolle 
Zielsetzungen abzuleiten und ihre Erreichbarkeit nachvollziehbar zu 
quantifizieren. Das Modell besteht aus fünf Handlungs- und 
Wirkungsebenen (Illustration 4). Das ILW-Modell beschreibt den von 
Politik und Verwaltung vermuteten Zusammenhang zwischen staatlichem 
Handeln (Vollzug, Output), dem Verhalten der Zielgruppe (Impact) und 
den Veränderungen der Zielgrösse (Outcome).
Gutes Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis 2002 des Bundesamtes für Metrologie und 
Akkreditierung (METAS) weist Erlöse von 11.6 (im Vorjahr 11.0) und 
Kosten von 39.9 (37.2) Millionen Franken auf. Der Kostendeckungsgrad 
beträgt 29 (30) %. Es waren erneut höhere Einnahmen zu verzeichnen. 
Davon wurden 800'000 Franken den allgemeinen Reserven zugewiesen. 
Mit Erlösen von 11.6 Millionen Franken wurde der budgetierte Betrag 
um 900'000 Franken übertroffen. Diese Mehrerlöse stammen zur 
Hauptsache aus dem Bereich Akkreditierung. Einerseits hält die 
Nachfrage nach Akkreditierungen unvermindert an; andererseits 
wünschen viele akkreditierte Stellen anlässlich der periodischen 
Überwachung eine Erweiterung des Geltungsbereiches ihrer 
Akkreditierung.
Die Kosten von 39.9 Millionen Franken teilen sich auf in 21.0 
Millionen Franken Personalkosten (52.6 %), 7.2 Millionen Franken 
Mietkosten (18.0 %), 5.3 Millionen Franken Sachausgaben 
(Infrastruktur, Betrieb, Dienstleistungen Dritter, 13.3 %), 4.3 
Millionen Franken kalkulatorische Abschreibungen und Zinsen (10.8 %) 
und 2.1 Millionen Franken übrige Kosten (5.3 %).
Kostenlose Informationen
Der METAS-Jahresbericht sowie metINFO, die Zeitschrift für 
Metrologie, und sasFORUM, die Kundenzeitschrift der Schweizerischen 
Akkreditierungsstelle (SAS), informieren über die neusten 
Entwicklungen. Sie sind kostenlos erhältlich und können über 
www.metas.ch/de/publication/publiorder.html bestellt werden.
Kasten
Akkreditierung als Prozess zur Kompetenzsicherung
Akkreditierung ist als stetiger Prozess zu verstehen, der ein 
Unternehmen darin unterstützt, die eigene Kompetenz langfristig zu 
sichern und auszubauen. Die leitenden Begutachter der 
Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS) legen bei ihrer 
Tätigkeit ihr Augenmerk auf die Wirkung, die aus der Umsetzung 
einzelner Normforderungen entsteht, und weniger auf die Art, wie 
diese Kriterien umgesetzt werden. Sie leisten dadurch den 564 
akkreditierten Stellen der Schweiz einen noch effektiveren Beitrag, 
ihre Kompetenz langfristig zu sichern (Bild 5).
Sektorkomitees unterstützen die Tätigkeit der SAS wesentlich. Sie 
nehmen fachspezifische Auslegungen normativer Grundlagen vor, die 
für die Akkreditierung von grosser Bedeutung sind. Einige Beispiele 
illustrieren die Vielfalt der bearbeiteten Themen: Das Sektorkomitee 
Gesundheitswesen erarbeitete ein Dokument, das die Anforderungen an 
Managementsysteme definiert, die durch akkreditierte 
Zertifizierungsstellen zertifiziert werden. Im Sektorkomitee 
Rechtsmedizin bereiteten fünf Arbeitsgruppen fachspezifische 
Checklisten für die Begutachtungen vor. Im Weiteren diskutierten die 
Mitglieder Aspekte, die für die Akkreditierung von 
Inspektionsstellen im Bereich der Spurensicherung wichtig sind.
Im Baubereich ging es hauptsächlich um die Umsetzung des 
Bauproduktegesetzes. Die Mitglieder erstellten Grundlagen für die 
Ermittlung der Messunsicherheit in Baulaboratorien und ihre Nutzung 
bei Konformitätsbewertungen. Das Sektorkomitee Landwirtschaft 
diskutierte die Qualitätskriterien, die an Stoffflüsse (Dünger und 
Futtermittel) gesetzt werden müssen und arbeitet an einer 
Zusammenstellung der verschiedenen Labels im Landwirtschaftsbereich.
Bilder und Illustrationen
1 METAS entwickelt hoch genaue Messverfahren und -einrichtungen 
(Output), die als Grundlage für die Dienstleistungen der 
Produktegruppen Legale und Industrielle Metrologie dienen (Impact). 
Die Schweizer Wirtschaft kann dadurch Qualitätskontrolle und 
Produktion in der erforderlichen Genauigkeit ausführen (Outcome).
2 METAS kalibriert hoch genaue Feuchtemessgeräte für den 
Taupunktbereich von -85 °C bis +85 °C (Output) für Kalibrierstellen 
und Unternehmen mit hohen Genauigkeitsansprüchen. Diese benötigen 
solche Referenzmessmittel, um Betriebsmessmittel zu kalibrieren 
(Impact), die bei der Herstellung gasisolierter Schaltanlagen zur 
Kontrolle der Gasfeuchte benötigt werden. Solche Anlagen stellen die 
Energieversorgung der Gesellschaft sicher (Outcome).
3 METAS kalibriert Geschwindigkeits-Messmittel (Output), die den 
Polizeiorganen professionelle Verkehrsüberwachungen ermöglichen 
(Impact). Das fördert die Verkehrssicherheit und vermindert die Zahl 
der Verkehrsopfer (Outcome).
4 Das Modell der integrierten Leistungs- und Wirkungssteuerung 
mit 
fünf Elementen beschreibt den von Politik und Verwaltung vermuteten 
Zusammenhang zwischen staatlichem Handeln (Vollzug, Output), dem 
Verhalten der Zielgruppe (Impact) und den Veränderungen der 
Zielgrösse (Outcome).
5 Die Schweizerische Akkreditierungsstelle (SAS) akkreditiert 
Prüfstellen (Output), die nach vereinbarten Verfahren Prüfungen an 
tragenden Komponenten von Anlagen wie Seilbahnen, Aufzügen und 
Achterbahnen durchführen (Impact), damit diese Anlagen sicher sind 
(Outcome).
Text, Bilder und Illustrationen können von www.metas.ch/de/medien 
heruntergeladen werden.
Weitere Auskünfte: Christian Antener, Tel. +41 31 32 33 489,  
christian.antener@metas.ch

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