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Medienmitteilung: BLS senkt mit gezielten Massnahmen Kosten

BLS senkt mit gezielten Massnahmen Kosten

Der wirtschaftliche Druck im öffentlichen Verkehr nimmt zu. Deshalb setzt die BLS verschiedene Kostensenkungsmassnahmen um. Neben der Schliessung von Reisezentren reduziert sie die Begleitung auf den Zügen und passt Qualitätsstandards beim Betrieb und Unterhalt der Züge an.

Die Einnahmen aus dem Billett- und Aboverkauf decken die Kosten der Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs nur zu einem Teil. Die ungedeckten Kosten werden im regionalen Personenverkehr (RPV) durch Bund und Kantone finanziert. Die finanzielle Lage der öffentlichen Hand ist zunehmend angespannt und setzt den RPV unter Druck. Das spürt auch die BLS: Aufgrund des Kostendrucks schliesst sie bis Ende 2030 die fünf Reisezentren Seftigen, Hasle-Rüegsau, Ins, Münsingen und Zollikofen. Am Standort Zweisimmen überprüft die BLS die Zusammenarbeit mit der Montreux Berner Oberland Bahn (MOB).

Zudem passt die BLS die Öffnungszeiten an den Wochenenden an. Künftig sind sonntags nur noch die Reisezentren in Spiez und Interlaken West ganzjährig geöffnet sowie jenes in Kandersteg während der Sommersaison. Mit diesen Massnahmen begegnet die BLS dem Wandel im Vertrieb: Immer mehr Billette werden über digitale Kanäle und nicht an bedienten Verkaufsstellen oder an den Automaten gekauft.

Begleitung der Züge mit Fokus auf stark touristische Linien

Die BLS verzichtet ausserdem auf zwei Linien auf die ständige Begleitung ihrer Züge. Auf der RegioExpress-Linie Bern–Langnau–Luzern setzt sie ab 2028 auf sporadische Kontrollen, und auf der Regio-Linie Spiez–Zweisimmen werden die Züge nur noch tagsüber ständig begleitet. Weiterhin in allen Zügen präsent sind die Reisebegleiter:innen auf den wichtigsten touristischen Linien, dem GoldenPass-Express zwischen Interlaken Ost und Zweisimmen und dem RegioExpress am Lötschberg und Simplon.

Dem Kostendruck begegnet die BLS mit verschiedenen weiteren Massnahmen. So wird etwa die Aussenreinigung der Züge reduziert. Während ein Zug heute durchschnittlich alle 14 Tage eine Reinigungsanlage durchläuft, erfolgt die Aussenreinigung künftig nur noch einmal pro Monat. Auch die Intervalle für die Entleerung und Befüllung der Abwasser- und Frischwassertanks werden verlängert.

Personalbedarf wird um rund 40 Vollzeitstellen reduziert

Mit den Kostensenkungsmassnahmen reduziert die BLS ihren Personalbedarf bis Ende 2030 um voraussichtlich rund 40 Vollzeitstellen. Wo immer möglich werden die Stellen über Fluktuationen oder interne Wechsel abgebaut. Die betroffenen Mitarbeitenden und die Sozialpartner sind über die Massnahmen informiert worden.

Rund 5 Millionen Franken weniger Kosten in den nächsten beiden Jahren

Die BLS will mit diesen Kostensenkungsmassnahmen in den Jahren 2027 und 2028 rund 5 Millionen Franken einsparen können. Dadurch reduziert sich die von Bund und Kantonen finanzierte Abgeltung für den regionalen Personenverkehr auf jährlich rund 150 Millionen Franken.

Nicht betroffen von den Kostensenkungsmassnahmen ist das Fahrplanangebot. Die BLS entwickelt dieses in Absprache mit den Kantonen weiter.

Freundliche Grüsse

Helene Soltermann
Mediensprecherin
media@bls.ch
+41 58 327 29 55
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