Bundesamt für Migration

ASYLSTATISTIK - April 2002: 2'163 Asylgesuche

    Bern (ots) - Im April 2002 reichten 2'163 Menschen ein Asylgesuch ein, was gegenüber dem Vormonat einer Zunahme von 326 Gesuchen entspricht. Die Zahl der neuen Asylanträge liegt auch deutlich über der Vergleichszahl von April 2001, als 1'434 Gesuchseingänge registriert wurden.     Aslysuchende aus der BR Jugoslawien stehen auch im April 2002 mit 328 Gesuchen an erster Stelle.     Wenn man die Zahl der eingereichten Asylgesuche während der letzten 4 Monate 2002 mit denjenigen in der selben Periode 2001 (Jan - April) vergleicht, stellt man eine bedeutende Zunahme fest: 7'775 Asylgesuche im 2002 gegenüber 5'931 im 2001, d. h. eine Zunahme von 1'844 (+ 31 %).     Auf einen längeren Zeitraum bemessen, bleiben diese Zahlen allerdings im Durchschnittswert der 90er Jahre, vor allem während der Jahre 1993 und 1997. Im Verlauf der zwei Hauptkrisen auf dem Balkan - nämlich in Bosnien und Herzegowina (1990 - 1991) und im Kosovo (1998 - 1999) - war die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz sogar doppelt so hoch wie in diesem Jahr.       1'637 erstinstanzlich behandelte Gesuche     Die Asylgesuche von 1'637 Personen wurden im April 2002 erstinstanzlich entschieden. Das sind 10 Erledigungen weniger als im März 2002. Die Zahl der hängigen Asylgesuche hat im April 2002 um 563 auf 15'984 zugenommen.     1'259 Abgänge     Im Monat April 2002 konnten 1'259 Abgänge verzeichnet werden. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das eine Zunahme von 12 Abgängen. An erster Stelle waren im April 2002 mit 336 Abgängen erneut Personen aus der BR Jugoslawien.     Asylgesuche nach Herkunftsländern:

    1.  BR Jugoslawien 328 (+ 17)     2.  Türkei 196 (+ 53)     3.  Mazedonien eh. jug. Rep. 117 (- 14)     4.  Irak 107 (+ 44)     5.  Algerien 100 (+ 23)     6.  Angola 93 (+ 10)     7.  Bosnien und Herzegowina 88 (+ 32)     8.  Nigeria 87 (+ 7)     9.  Sierra Leone 69 (+ 15)     10. Guinea 68 (+ 14)     übrige Nationen 910 (+ 132)

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