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Bundesamt f. Umwelt, Wald und Landschaft

BUWAL: Abschluss der Konferenz "Umwelt für Europa" in Kiew Umweltstrategie für Osteuropa und Zentralasien

Bern (ots)

Bern, 23. Mai 2003
Die am Freitag, 23. Mai 2003, zu Ende gehende Konferenz "Umwelt für 
Europa" in Kiew ist aus Sicht der Schweizer Delegation 
zufriedenstellend verlaufen. In ihrer Deklaration zum Abschluss der 
Konferenz stimmten die Minister dem Vorschlag der Schweiz zu, 
"Umwelt für Europa" stärker auf den in Rio postulierten weltweiten 
Prozess der nachhaltigen Entwicklung auszurichten. An der 
europäischen Umweltkonferenz in Kiew wurde eine Strategie für die 
Zusammenarbeit im Umweltbereich zwischen den 12 Ländern der 
ehemaligen Sowjetunion verabschiedet. Die Strategie stellt eine 
gemeinsame Basis dar für die Lösung von sowohl nationalen als auch 
grenzüberschreitenden Problemen unter anderem in den Bereichen 
Wasser, gefährliche Abfälle und Biodiversität. Die Schweiz wird ihr 
Engagement in der Region weiterführen, namentlich in Zentralasien im 
Bereich der nachhaltigen Nutzung der Wasserressourcen. Auch in den 
südosteuropäischen Ländern, die nicht der EU beitreten, bleibt die 
Schweiz weiterhin aktiv.
Die an der Konferenz teilnehmenden Minister forderten in ihrer 
Abschluss-Deklaration die UNO-Wirtschaftskommission für Europa 
(UNO/ECE) auf, in Zukunft zum Bindeglied zu werden zwischen der 
regionalen Ebene und dem 1992 in Rio ins Leben gerufenen weltweiten 
Prozess der nachhaltigen Entwicklung. Dafür wird ein europäischer 
Vorbereitungsprozess ins Leben gerufen, welcher sich zu den 
Arbeitsthemen der UNO-Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD) 
wie Wasser, Energie usw. äussern soll.
In ihrer Deklaration unterstrichen die Minister zudem ihren Willen, 
den Verlust der Biodiversität bis zum Jahr 2010 zu stoppen. Sie 
stimmten darin überein, dass die Erhaltung und nachhaltige Nutzung 
der biologischen Vielfalt die Basis für eine gesunde ökonomische und 
soziale Entwicklung in Europa ist. Voraussetzung dafür ist die 
Integration der Biodiversität in alle Politikbereiche, wie 
Landwirtschaft, Verkehr, Raumplanung. Die Minister betonten die 
Notwendigkeit einer verstärkten Finanzierung des Schutzes und der 
nachhaltigen Nutzung der Biodiversität sowohl durch öffentliche als 
auch durch private Mittel.
Am Mittwoch, 21. Mai 2003, dem Eröffnungstag der Konferenz, stand 
die Unterzeichnung dreier Protokolle auf dem Programm. Die Schweizer 
Delegation nahm sowohl das Protokoll über die Haftpflicht bei 
grenzüberschreitender Gewässerverschmutzung als auch das Protokoll 
zur strategischen Umweltprüfung und das Protokoll über Emissions und 
Transferregister von Schadstoffen an. Letzteres wurde von der 
Schweiz in Kiew unterzeichnet. Die Unterzeichnung der zwei anderen 
Protokolle erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. An der Konferenz 
"Umwelt für Europa" nahmen die 55 Mitglieder der UNO- 
Wirtschaftskommission für Europa (UNO/ECE) teil.
BUWAL  BUNDESAMT FÜR UMWELT, 
WALD UND LANDSCHAFT
Pressedienst
Auskünfte
- Philippe Roch, Direktor BUWAL, Tel. 079 277 51 88

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