Liechtenstein übergibt Vorsitz der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein an Vorarlberg
Vaduz (ots)
Am Freitag, 3. Juli 2026, fand in Au, St. Gallen, die 50. Sitzung der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) statt. Liechtenstein hatte im vergangenen Jahr den Vorsitz der Regierungskommission inne. Im Rahmen der Sitzung übergab Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni den Vorsitz turnusgemäss an Vorarlberg.
Die IRKA ist das zentrale politische Koordinationsgremium für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Alpenrhein. In ihr arbeiten Liechtenstein, Vorarlberg, St. Gallen, Graubünden sowie die zuständigen Bundesstellen der Schweiz zusammen. Ziel ist es, die Entwicklung des Alpenrheins in den Bereichen Hochwasserschutz, Ökologie, Gewässerentwicklung und Raumnutzung gemeinsam abzustimmen.
Im Zentrum der 50. Sitzung standen der Bericht der Koordinationsgruppe sowie mehrere aktuelle Fachthemen. Präsentiert wurden unter anderem die Evaluation des Entwicklungskonzepts Alpenrhein, die Erweiterung des Hochwasserprognosemodells, das Monitoring der Fischbesiedlung 2025 sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf Hochwasserabflüsse. Zudem informierte die St. Galler Regierungsrätin Susanne Hartmann über die Machbarkeitsstudie zum Rheinkraftwerk Ellhorn.
Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni betonte in ihrer Begrüssung die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: "Der Alpenrhein ist für unsere Region Lebensraum, Wirtschaftsraum und verbindendes Element zugleich. Fragen des Hochwasserschutzes, der Ökologie und der künftigen Nutzung des Rheins können nur gemeinsam beantwortet werden. Die IRKA leistet dazu seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag."
Mit der Übergabe des Vorsitzes an Vorarlberg endet der liechtensteinische Vorsitz. Liechtenstein wird sich weiterhin aktiv in die Arbeiten der IRKA einbringen und die gemeinsame, vorausschauende Entwicklung des Alpenrheins mittragen.
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