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04.10.2019 – 10:14

Fürstentum Liechtenstein

ikr: Raucharm Feuern

Vaduz (ots/ikr) - Wenn es draussen kalt wird, gibt es nichts Gemütlicheres als ein knisterndes Feuer im Kamin. Mit der richtigen Anfeuermethode, nämlich dem Anfeuern von oben, kann die Entstehung von Rauch in der kritischen Anfangsphase verringert werden. Die Umwelt, die Gesundheit und die Nachbarn werden es ihnen danken.

Holz wird als erneuerbare Energiequelle beworben, besonders, wenn der Rohstoff über kurze Transportwege aus dem eigenen Land kommen kann. Als Brennstoff ist Holz jedoch nicht ganz unproblematisch. Die Schadstofffracht pro erzeugter Wärmeenergie kann um ein Vielfaches höher liegen als bei Gas- oder Ölfeuerungen und die Luftqualität in bewohnten Gebieten beeinträchtigen.

Oft sind es kleine handbeschickte Stückholzfeuerungen, die aufgrund unsachgemässer Handhabung übermässige Emissionen verursachen. In solchen Feuerungen darf nur naturbelassenes, stückiges Holz verbrannt werden, welches aufgrund seiner Art, Qualität und Feuchte für das Verbrennen in diesen Anlagen geeignet ist. Zu feuchter oder ungeeigneter Brennstoff verursacht Rauch und damit hohe Emissionen an Feinstaub, Kohlenmonoxid und unverbrannten organischen Verbindungen. Bei illegaler Verbrennung von Altholz und Abfällen werden zudem Schwermetalle und hochgiftige Dioxine freigesetzt. Qualmende und stinkende Kamine führen auch immer wieder zu Reklamationen aus der Nachbarschaft.

Die richtige Anfeuermethode kann die Rauchbildung in der Anfeuerungsphase minimieren. Bei Anlagen mit einem oben liegenden Abgasabzug wie Cheminées, Kaminöfen, Kachelöfen und zentrale Stückholzfeuerungen ist das Anfeuern von oben ideal. Das Holz brennt von oben nach unten und so wird die Flamme nicht unnötig durch darüber liegenden Holzscheite abgekühlt. Benötigt werden trockene kleine Tannenholzscheiter sowie eine Anzündhilfe. Die Scheiter werden in einer Kreuzbeige auf das vorher eingeschichtete Brennholz gelegt und in ihr Zentrum wird die Anzündhilfe platziert. Ein Streichholz genügt, und das Feuer ist entfacht.

Auch für Holzfeuerungen mit unterem Abbrand gibt es schadstoffarme Anfeuerungsmethoden. Wie diese Methoden im Detail funktionieren, erklärt die Homepage www.fairfeuern.ch der Ostschweizer Kantone und des Fürstentums Liechtenstein.

Mit richtig entzündetem Feuer aus geeignetem naturbelassenem Holz haben Sie und Ihre Umwelt alle Vorteile einer Holzfeuerung auf Ihrer Seite. Für Fragen stehen das Amt für Umwelt sowie die Kaminfeger gerne zur Verfügung.

Kontakt:

Amt für Umwelt
Veronika Wolff
T +423 236 68 91