Fürstentum Liechtenstein

ikr: Liechtensteins Beitrag an die nachhaltigen Entwicklungsziele

Vaduz (ots/ikr) - Derzeit laufen in New York die Abschlussverhandlungen zur Post-2015 Agenda. Durch diesen Prozess sollen ökonomische, ökologische und soziale Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsziele, die auf alle Länder der Welt anwendbar sind, verabschiedet werden. Im gestern veröffentlichten Jahresbericht über die Internationale Humanitäre Zusammenarbeit und Entwicklung (IHZE) 2014 zeigen die IHZE-Akteure die Verbindung zwischen der Post-2015 Agenda und der liechtensteinischen Entwicklungspolitik auf.

Zentraler Bestandteil der Verhandlungen sind die nachhaltigen Entwicklungsziele - die sogenannten Sustainable Development Goals (SDGs). Sie sollen die vor 15 Jahren verabschiedeten Millenniums-Entwicklungsziele ablösen. "Den SDGs kommt eine entscheidende Rolle zu. Sie werden die internationale Zusammenarbeit der kommenden Jahre prägen", betont Regierungsrätin Aurelia Frick.

Seit dem Weltgipfel in Rio de Janeiro 1992 ist Nachhaltigkeit zentraler Bestandteil der internationalen Zusammenarbeit. Liechtensteins Engagement zur nachhaltigen Entwicklung beschränkt sich nicht nur auf die Mitarbeit in internationalen Foren und Organisationen, sie ist auch ein zentrales Anliegen in der IHZE. So spiegelt sich bereits heute die soziale, wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit in den strategischen Zielen des Liechtensteinischen Entwicklungsdienstes (LED) wider. Der aktuelle IHZE-Jahresbericht gibt einen Überblick zum aktuellen Stand der SDGs, die im September 2015 verabschiedet werden sollen. Zudem zeigt er anhand von liechtensteinischen IHZE-Projekten auf, wie nachhaltige Entwicklung konkret gefördert werden kann.

"Es entspricht dem Selbstverständnis Liechtensteins als verlässlicher Partner in der Staatengemeinschaft, dass es seinen finanziellen Beitrag zur internationalen Solidarität leistet", so Frick. Das liechtensteinische Engagement schätzen nicht nur Projektpartner, sondern auch internationale Organisationen. Diese Wertschätzung geht auch aus dem Gastbeitrag von Phumzile Mlambo-Ngcuka hervor, der Exekutivdirektorin von UN Women. Sie ermutigt Liechtenstein, seine Führungsrolle bei der Förderung der Gleichstellung von Frauen weiterhin wahrzunehmen. Gleichzeitig betont sie, dass nachhaltige Entwicklung nur dann erfolgreich sei, wenn sie auf globaler und nationaler Ebene stattfinde. Genau dafür engagiert sich Liechtenstein sowohl durch sein Engagement in internationalen Organisationen als auch in der IHZE.

Der Jahresbericht kann beim Amt für Auswärtige Angelegenheiten (info.aaa@llv.li) bestellt oder von der IHZE-Homepage www.llv.li/ihze heruntergeladen werden.

Factbox:

Die Internationale Humanitäre Zusammenarbeit und Entwicklung (IHZE) ist der Kern der staatlichen Solidarität und umfasst das gesamte humanitäre und entwicklungspolitische Engagements des Staates Liechtenstein, inklusive dasjenige des Liechtensteinischen Entwicklungsdienstes (LED). Mit dem Jahresbericht legt die Regierung Rechenschaft über die Verwendung der IHZE-Gelder ab. Im Jahr 2014 standen der IHZE insgesamt 23.7 Millionen Franken zur Verfügung. Gut zwei Drittel dieser Mittel gingen an den LED für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit. Der Rest des Budgets wurde zu gleichen Teilen auf die Not- und Wiederaufbauhilfe, die Internationale Flüchtlings- und Migrationshilfe und die multilaterale Entwicklungszusammenarbeit aufgeteilt. Mit dem aktuell verfügbaren ODA-Prozentsatz von 0.75 Prozent (Offizielle Entwicklungszusammenarbeit im Verhältnis zum Bruttonationaleinkommen) steht Liechtenstein im weltweiten Vergleich an hervorragender fünfter Stelle.

Kontakt:

Ministerium für Äusseres, Bildung und Kultur
Manuel Frick, Amt für Auswärtige Angelegenheiten
T +423 236 76 84



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