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Fürstentum Liechtenstein

ikr: Denkmaltag 2013 widmet sich dem Wasserkraftwerk Mühleholz

Vaduz (ots/ikr) -

Zeugen der Industriekultur stehen dieses Jahr am Europa-Tag des Denkmals im Mittelpunkt. Am Samstag, 31. August 2013, können die Anlagen des Wasserkraftwerks Mühleholz in Vaduz besichtigt werden.

Das Amt für Kultur, Abteilung Denkmalpflege, bietet am Samstag, 31. August die Möglichkeit, im Rahmen einer geführten Wanderung den Mühleholzbach und dessen Nutzung kennenzulernen. Die Exkursion dauert etwa drei Stunden und beginnt um 10.00 Uhr beim Spoerry-Weiher unterhalb der Ruine Wildschloss. Wer sich den individuellen Fussmarsch dort hinauf ersparen möchte, kann den Shuttle-Bus benutzen, mit dem man sich ab neun Uhr bequem vom Kraftwerk Mühleholz am Fabrikweg in Vaduz (hinter der Universität Liechtenstein) hinauffahren lassen kann. Von der Wasserfassung führt die Wanderung, für die gutes Schuhwerk unbedingt erforderlich ist, hinunter zur ehemaligen Spinnerei Jenny, Spoerry & Cie. im Ebenholz und anschliessend zu den beiden Ausgleichsbecken im Mühleholz. Während der Wanderung informieren die Gewässerbau- und Kraftwerkspezialisten des Landes über die Nutzung des Mühleholzgewässers. Zum Abschluss gibt es zur Stärkung vor Ort Verpflegung mit Wurst und Brot.

Bedeutende Kraftwerkanlagen seit Jahrhunderten

Der Mühleholzbach wurde schon im Mittelalter für herrschaftliche Mühlen, Stampfen und Sägen genutzt. Dank der Wasserkraft wurden hier ab 1861 die ersten Industriebetriebe des Landes angesiedelt: 1861 die obere Weberei, 1865 die untere Weberei und 1881 schliesslich die Spinnerei Jenny & Spoerry im Ebenholz. Die Spinnerei erstellte das für die Stromerzeugung notwendige Hochdruckkraftwerk mit Tagesspeicher samt Wasserfassungen in den Rüfen und den Druckleitungen ins Tal. Die Webereien mussten am Ende des ersten Weltkriegs den Betrieb einstellen, während die Spinnerei bis 1993 durchhielt. Bis heute erzeugt die Anlage im Ebenholz aber immer noch Strom. Die maschinellen Einrichtungen im Kraftwerksgebäude stammen aus den 1930er und 1950er Jahren.

Europäische Tage des Denkmals

Die Europa-Tage des Denkmals werden seit 1985 vom Europarat durchgeführt, seit 1999 gemeinsam mit der Europäischen Union. Dazu Patrik Birrer vom Amt für Kultur: «Jedes Jahr erfreuen sich über 20 Millionen Menschen an selten geöffneten Denkmälern und einzigartigen Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals, die in fünfzig Ländern in Europa begangen werden. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Denkmäler einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, historische, archäologische und baugeschichtliche Hintergründe aufzuzeigen und auf Probleme der Erforschung, Nutzung und Erhaltung hinzuweisen. Darüber hinaus bieten die Tage die Möglichkeit, die Denkmalpflegestellen, deren kulturpolitischen Auftrag sowie deren Arbeit und Angebot kennen zu lernen. Damit schaffen wir auch das nötige Verständnis zur Erhaltung unserer Kulturgüter.»

Kontakt:

Amt für Kultur
Patrik Birrer, Leiter Denkmalpflege
T +423 236 62 82

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