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Fürstentum Liechtenstein

pafl: Pilze sammeln - aber sicher

Vaduz (ots)

Vaduz, 17. September (pafl) - Nach den Temperaturen
der letzten Tage stehen die Waldpilze in den Startlöchern und somit 
bald auf der Speisekarte der Liebhaber. Um möglichen Pilzvergiftungen
vorzubeugen, raten die Pilzexperten in Liechtenstein, sich vorher 
genau zu informieren. "Sammler können geniessbare Pilze oft nicht von
giftigen unterscheiden, so dass das Pilzsammeln leicht zum 
gesundheitlichen Risiko werden kann. Mein Rat lautet deshalb: Erst 
informieren, dann geniessen", so der zuständige Regierungsrat Martin 
Meyer.
Nur mitnehmen, was eindeutig ist
Wer auf Pilzsuche geht, sollte sich auch über aktuelle 
Einstufungen informieren. In alten Pilzbüchern werden Pilze noch als 
essbar beschrieben, die nach systematischer Dokumentation der 
Giftnotrufzentralen zwischenzeitlich als giftig oder zumindest 
giftverdächtig einzustufen sind. Giftige Pilze in Mitteleuropa sind 
vor allem der grüne, der kegelhütige und der weisse 
Knollenblätterpilz, der Nadelholzhäubling oder Schleierlinge. "Jeder 
Sammler sollte nur mitnehmen, was er eindeutig kennt. Giftige oder 
ungeniessbare Doppelgänger der schmackhaften Pilze können bei Verzehr
zu einer relativ harmlosen Magenverstimmung bis hin zur tödlichen 
Vergiftung führen", so die beiden Pilzfachleute Sabine Gahr und Erich
Bachmann.
Pilze nur in beschränkten Mengen sammeln
Aber auch mit essbaren Pilzen kann man sich "vergiften". "Sind 
Speisepilze zu alt, zu lang oder falsch gelagert, kann dies ebenfalls
Magen-Darm-Beschwerden verursachen", so die beiden Pilzexperten für 
das Unterland und das Oberland. Rohe Speisepilze, ausser 
Zuchtchampions, sind im Allgemeinen giftig. Auf eine sorgfältige 
Zubereitung ist deshalb zu achten. Aus Gründen des Naturschutzes 
dürfen die heimischen Pilze nur in normalen Mengen geerntet werden. 
"Pilze sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald und müssen 
sich weitervermehren können. Pro Person und Tag dürfen in 
Liechtenstein höchstens 1 kg Steinpilze, Eierschwämme und Morcheln 
sowie 2 kg der übrigen Speisepilze gesammelt werden", betonte 
Minister Martin Meyer.
Um die Pilze zu schützen, empfehlen die Fachleute, diese 
abzuschneiden und nicht abzureissen. Unbekannte oder offensichtlich 
giftige Pilze sollten auf keinen Fall zerstört werden. "Es ist auch 
besonders wichtig zu wissen, dass das Sammeln von Pilzen aller Art 
während des ganzen Jahres nur jeweils vom 11. bis zum letzten eines 
Monats in der Zeit zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr in Liechtenstein 
erlaubt ist", so Erich Bachmann und Sabine Gahr.
Kasten
Massnahmen bei Pilzvergiftung
- Gehen Sie unverzüglich zum Arzt.
- Unterlassen Sie voreilige Therapien durch Laien.
- Provozieren Sie keinesfalls Erbrechen. Dies ist eine ärztliche 
Massnahme.
- Heben Sie Pilzreste oder Erbrochenes auf. Dies ist unerlässlich für
die Giftbestimmung.
- Alle, die das Pilzgericht gegessen haben, sollten den Arzt 
kontaktieren, auch wenn noch keine Symptome aufgetreten sind.
- Trinken Sie keine Milch. Milch begünstigt die Giftaufnahme.
Wichtige Telefonnummern:
Unterland - Sabine Gahr: +423 373 14 86
Oberland - Erich Bachmann: +41 79 280 99 51

Kontakt:

Ressort Gesundheit
Markus Amann, Mitarbeiter der Regierung
Tel.: +423 236 63 06

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