Touring Club Schweiz/Suisse/Svizzero - TCS
Kindervelos im Test: Leicht und ergonomisch überzeugt am meisten
Vernier/Ostermundigen (ots)
Für viele Kinder ist das Velo das erste Fahrzeug, mit dem sie selbstständig im Strassenverkehr unterwegs sind. Umso wichtiger sind ein kindgerechtes Gewicht und eine ergonomische Bauweise. Der TCS hat zehn Kindervelos mit 20-Zoll-Rädern getestet. Die Qualität der Modelle ist insgesamt hoch, dennoch zeigen sich Unterschiede bei Ergonomie, Handhabung und Ausstattung.
Der Touring Club Schweiz hat zusammen mit dem Velojournal zehn in der Schweiz erhältliche Kindervelos mit 20-Zoll-Rädern getestet. In der Regel sind diese für Kinder zwischen sechs und acht Jahren respektive für eine Grösse von 115 bis 130 Zentimetern. Bewertet wurden Gewicht, Ergonomie, Ausstattung, Praxistauglichkeit und Bremsleistung. Die Qualität der getesteten Modelle ist insgesamt hoch: Neun Velos erhalten das Prädikat "sehr empfehlenswert", ein Modell wird als "empfehlenswert" eingestuft.
Wichtiger Faktor: Gewicht
Ein leichtes Velo erleichtert Kindern das Anfahren, Bergauffahren und das Überqueren von Hindernissen. Während sieben der zehn getesteten Modelle rund acht Kilogramm wiegen, bringt das schwerste Testvelo über elf Kilogramm auf die Waage. Gerade für jüngere Kinder ist dieser Unterschied entscheidend. Neben dem Gewicht erwiesen sich insbesondere eine geringe Überstandshöhe - also ob man bequem und sicher über dem Fahrradrahmen stehen kann - und gut erreichbare Bremshebel als wichtige Kriterien für Sicherheit und Fahrbarkeit.
Relevante Überstandshöhe
Das Cube Numove 200 Disc überzeugt mit einer ausgewogenen Gesamtleistung. Es erzielt Bestwerte im Praxistest, verfügt als einziges Testmodell über hydraulische Scheibenbremsen und lässt sich dank verstellbarem Lenker und einstellbaren Bremshebeln gut an die Grösse des Kindes anpassen. Punktgleich folgt das Woom Go 4. Es ist mit 7,6 Kilogramm das leichteste Velo im Test und bietet eine sehr gute Ergonomie. Besonders positiv fiel im Praxistest die intuitive Schaltung auf.
Auch das Scott Contrail 200, das Naloo Chameleon 20 und das EarlyRider Belter 20 erreichen sehr gute Bewertungen. Das Scott punktet mit einem grossen Verstellbereich des Sattels und überzeugenden Fahreigenschaften. Das Naloo eignet sich dank besonders niedriger Überstandshöhe bereits für kleinere Kinder. Das EarlyRider überzeugt mit geringem Gewicht und wartungsarmem Riemenantrieb.
Ebenfalls mit "sehr empfehlenswert" bewertet werden das Flizzi 20 Riemen, das Rascal Bikes Rascal 20, das Puky LS-Pro sowie das Rockrider Explore 900R. Das Flizzi bietet eine hochwertige Ausstattung mit Riemenantrieb und Nabenschaltung, ist jedoch mit 10 Kilogramm relativ schwer. Das Rascal ist leicht und langlebig, verfügt aber nur über ein kleines Schaltspektrum. Das Puky zeigt keine grösseren Schwächen und überzeugt insbesondere im Kurvenfahren. Das Rockrider ist gut ausgestattet und bietet ein breites Schaltspektrum, eignet sich aufgrund seines hohen Oberrohrs und der grossen Bremshebelweite jedoch eher für grössere Kinder.
Als einziges Modell erhält das Stitch Stargirl das Prädikat "empfehlenswert". Zwar ist es mit Abstand das günstigste Velo im Test, gleichzeitig aber auch mit 11.5 Kilogramm das schwerste und qualitativ einfachste Modell. Der hohe Kraftaufwand beim Bremsen und der umfangreiche Erstaufbau schmälern die Bewertung zusätzlich.
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Darauf sollten Eltern achten
Der Test zeigt, dass nicht allein die Ausstattung oder der Preis entscheidend sind. Ein geringes Gewicht, eine tiefe Überstandshöhe sowie gut erreichbare und einstellbare Bremshebel beeinflussen massgeblich, wie sicher und angenehm Kinder ein Velo fahren können. Deshalb empfiehlt der TCS, verschiedene Modelle unbedingt Probe fahren zu lassen und sich beim Kauf fachkundig beraten zu lassen.
Pressekontakt:
Vanessa Flack, Mediensprecherin TCS
Tel. 058 827 34 41 | vanessa.flack@tcs.ch


