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22.01.2004 – 10:00

Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (EVD)

EVD: Hunde-Chip und Tierabfälle: 4 Verordnungen gehen in Anhörung

      Bern (ots)

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) hat die
Verordnung über die Entsorgung tierischer Abfälle (VETA) komplett
überarbeitet und dem EU-Recht angeglichen. Damit soll ein
reibungsloser Handel von Tieren und Tierprodukten mit EU-Partnern
garantiert werden. Für die revidierte Verordnung beginnt heute die
Anhörung. Im gleichen Paket stellt das Eidgenössische
Volkswirtschaftsdepartement zudem Änderungen der
Tierseuchenverordnung (TSV), der Verordnung über die Ein-, Durch-
und Ausfuhr von Tieren und Tierprodukten (EDAV) und der
Fleischuntersuchungsverordnung (FUV) zur Diskussion. Die Anhörung
dauert bis zum 1. März 2004. In Anpassung an EU-Recht werden die
tierischen Nebenprodukte neu in drei Kategorien aufgeteilt.
Kategorie-1-Produkte müssen verbrannt, jene der Kategorie 2 können
als Dünger oder zur Biogas-Produktion verwendet und
Kategorie-3-Produkte, die risikoärmsten, können unter anderem
Heimtieren verfüttert werden. Grundsätzlich soll damit eine
weitergehende Nutzung von tierischen Nebenprodukten etwa zur
Energiegewinnung möglich werden, ohne die wegen BSE erlassenen
Einschränkungen aufzuweichen.

    Im Entwurf der Tierseuchenverordnung ist eine Kennzeichnung von Hunden per unter die Haut eingepflanztem Mikrochip oder per Tätowierung vorgesehen. Bis Ende 2004 sollen alle Hunde in der Schweiz markiert und in einer Datenbank registriert sein. Um Kontrollen zu erleichtern, wird zusätzlich ein Hundeausweis mit Daten zu Impfungen, Krankheiten und Herkunft des Tieres ausgestellt. Die Kennzeichnung wird Abklärungen nach Beissunfällen, bei Seuchenausbrüchen oder das Suchen entlaufender Hunde erleichtern.

Die Anhörung - eine Vernehmlassung auf Departementsstufe - dauert bis zum 1. März. Die revidierten Verordnungstexte und ausführliche Erläuterungen finden Sie im Internet unter: http://www.bvet.admin.ch/tiergesundheit/d/gesetzgebung/1_index.html

Auskünfte: Marcel Falk, Sprecher Bundesamt für Veterinärwesen, Tel. 031 323 84 96

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