Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Fast jeder Fünfte fürchtet psychisch zu erkranken

Fast jeder Fünfte fürchtet psychisch zu erkranken
Infografik zu psychischen Erkrankungen: Ab dem 16. April können sich Betroffene, Spezialisten und Interessierte an der Entwicklung von wissenschaftlichen Forschungsfragen zu psychischen Erkrankungen beteiligen / Weiterer Text über ots und http://www.presseportal.ch/de/pm/100057470/ Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke ...

Wien (ots) -

   - Laut einer repräsentativen Umfrage des Gallup-Instituts im 
     Auftrag der Initiative 'Open Innovation in Science' ist knapp 
     ein Fünftel der Befragten gefährdet, psychisch zu erkranken 
   - Fast 80 Prozent sind in ihrem persönlichen Umfeld von 
     psychischen Erkrankungen betroffen    
   - Vier von fünf Befragten sind davon überzeugt, dass 
     psychische Erkrankungen nach wie vor ein Tabuthema sind und 90 
     Prozent fordern eine Gleichstellung mit physischen 
     Erkrankungen    
   - 78 Prozent der Befragten äußern den Wunsch, stärker am       
     Forschungsprozess beteiligt zu werden    
   - Ab 16. April 2015 können Interessierte unter 
  www.redensiemit.org über die zukünftige Erforschung psychischer 
     Erkrankungen mitentscheiden 

Die Ergebnisse einer repräsentativen Studie des österreichischen Gallup-Instituts bestätigen - psychische Erkrankungen sind zwar noch immer ein Tabuthema aber auch ein allgegenwärtiges Phänomen: 80 Prozent der Befragten gaben an, im persönlichen Umfeld von psychischen Erkrankungen betroffen zu sein. Das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Studie des österreichischen Gallup-Instituts, das im Auftrag der Initiative "Open Innovation in Science" der Ludwig Boltzmann Gesellschaft 1.000 Personen befragt hat. Unter dem Motto "Reden Sie mit!" können sich Betroffene, Spezialisten und Interessierte ab dem 16. April unter www.redensiemit.org aktiv an der Entwicklung von wissenschaftlichen Forschungsfragen zum Thema psychische Erkrankungen beteiligen.

"Die Befragung zeigt, dass psychische Erkrankungen sehr weit verbreitet, aber noch immer stark tabuisiert sind", so Dr. Ulrike Schmidt, Leiterin der Trauma-Ambulanz des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München und Mitglied im Beirat der Initiative 'Open Innovation in Science'. "Deshalb ist die Initiative 'Open Innovation in Science' auch so wichtig, um betroffene Bürgern am Forschungsprozess zu beteiligen, die Transparenz zu erhöhen und das Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu steigern. Die Forschung muss stärker an die Bedürfnisse der Erkrankten heranrücken."

Forschung soll stärker auf Anregungen aus der Bevölkerung eingehen

Die Befragung des Gallup-Instituts unterstreicht den Wunsch der Bevölkerung, dass Wissenschaftler Anregungen aus der Gesellschaft in ihre Forschungsthemen einfließen lassen. 78 Prozent der Befragten äußerten den Wunsch, stärker am Forschungsprozess beteiligt zu werden. Hier setzt die 'Open Innovation in Science'-Initiative an: Über die Online-Plattform www.redensiemit.org können sich Interessierte registrieren und ab dem 16. April Vorschläge einreichen, welche Themen aus dem Bereich psychischer Erkrankungen von der Wissenschaft aufgegriffen werden sollen. "Diese aktive Einbindung der BürgerInnen in Forschungsagenden ist ein Meilenstein in der Begegnung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Es ist eine Herausforderung, die Wissenschaft dazu zu bringen, zuzuhören, was die Leute sagen", erklärt Philipp Burkard, Geschäftsleiter der Schweizer Stiftung Science et Cité. "Wir unterstützen das Projekt der Ludwig Boltzmann Gesellschaft, weil wir davon überzeugt sind, dass die Einbindung der Bevölkerung mehrdimensionales, breiteres Wissen bringt und so Impulse für vielfältige Innovationen liefern kann."

'Open-Innovation in Science' ist eine europaweit einzigartige Initiative, in der in einem zweistufigen Verfahren Personen in die Generierung neuer Forschungsfragen eingebunden und anschließend WissenschaftlerInnen für die Anwendung von Open Innovation-Methoden in der Forschung trainiert werden. Sie wird getragen von der österreichischen Ludwig Boltzmann Gesellschaft und international von einem renommierten Advisory Board unterstützt, dem unter anderem VertreterInnen der WHO, der Harvard Medical School und der Max-Planck-Gesellschaft angehören.

Reden Sie mit! wird von namhaften Partnern aus Österreich, Deutschland und der Schweiz unterstützt.

Über Open Innovation in Science

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft startet im Frühjahr 2015 die Initiative 'Reden Sie mit!', die es Interessierten und Betroffenen ermöglichen soll, am Forschungsprozess und vor allem an der Generierung von Forschungsfragen teilzunehmen. Der Fokus der Initiative liegt auf dem Bereich psychische Erkrankungen und ist Teil des Gesamtprojekts ´Open Innovation in Science'. Durch die gezielte Öffnung des Innovationsprozesses soll neues Wissen von außen in die Forschung gebracht werden. Weitere Informationen unter www.openinnovationinscience.at.

Über die Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist der Forschungsinkubator im Bereich der Health Sciences in Österreich und betreibt 18 Forschungseinrichtungen (Ludwig Boltzmann Institute/LBI) mit rund 550 MitarbeiterInnen. Die LBG steht mit ihrem Motto "Nahe am Menschen" für die Behandlung gesellschaftsrelevanter Forschungsfragen.

Infografik zur Befragung © Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Kontakt:

Ludwig Boltzmann Gesellschaft 
Dr. Lucia Malfent
Project Manager Open Innovation in Science
Tel.: +43 (0) 1 513 27 50-21
Mobil: +43 (0) 676 392 19 40
E-Mail: lucia.malfent@lbg.ac.at


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