Target Depression in the Workplace

Neuer Bericht präsentiert Lösungen der führenden Unternehmen gegen Depression am Arbeitsplatz

London (ots/PRNewswire) -

- Die Unternehmenspolitik für mentale Gesundheit führt zu 30 % weniger
  Krankheitstagen.
- Arbeitgeber könnten mindestens 30 % an verlorenen Produktivitätskosten
  sparen, indem Arbeitsplatzrichtlinien für psychische Erkrankungen implementiert
  werden.
 

Eine Gruppe wichtiger europäischer Arbeitgeber veröffentlichte heute einen Bericht mit neuen Einblicken in den Kampf gegen Depression am Arbeitsplatz. Bis zu 55 % der mit Depressionen diagnostizierten Arbeitnehmer in Europa lassen sich während der Erkrankung krankschreiben - dies entspricht mehr als 38 Millionen Menschen[i].[1]-[4] BT Group plc, Deutsche Post DHL, H. Lundbeck A/S, Ogilvy und Unilever haben Informationen über ihre Richtlinien zur mentalen Gesundheit mit der Absicht zugänglich gemacht, den Umgang mit Depressionen für Arbeitgeber in ganz Europa zu verbessern.

"Mentale Gesundheit ist ein elementares Gut. Wesentliche Grundpfeiler hierfür sind eine sinnstiftende Lebensperspektive, ein wertschätzender und respektvoller Umgang und ein unterstützendes soziales Netzwerk - im Privatleben, wie am Arbeitsplatz," erklärte Dr. Andreas Tautz, Leiter der medizinischen Abteilung/Leiter der Abteilung Betriebliches Gesundheitsmanagement, Deutsche Post DHL, und Mitglied der Beratergruppe Target Depression in the Workplace.

Das Programm Good Health, Good Work von BT hat bereits grossartige Ergebnisse gezeigt, wodurch die Rate der krankheitsbedingten Abwesenheit aufgrund von Depressionen um 30 % reduziert wurde. Darüber hinaus wurde kalkuliert, dass Arbeitgeber mindestens 30 % an verlorenen Produktivitätskosten sparen könnten, indem sie Arbeitsplatzrichtlinien für psychische Erkrankungen implementieren.[5]

"Es ist entscheidend, dass Arbeitgeber in ganz Europa proaktiv eine gesunde Arbeitsumgebung fördern, die Arbeitnehmer mit Depression unterstützt", erklärte Julia Ingall, Talent Management Director, Ogilvy & Mather Group UK & EAME und Mitglied der Beratergruppe Target Depression in the Workplace. "Viele, eingeschlossen Mitarbeiter der HR-Abteilung, fühlen sich nicht in der Lage, mit der Krankheit Depression richtig umzugehen. Daher hoffen wir, dass dieser Bericht uns dabei unterstützen wird, über die Krankheit zu berichten die die Herausforderungen besser zu verwalten."

Die im Bericht erwähnten Unternehmen sind alle Mitglieder der Beratergruppe Target Depression in the Workplace, eine Initiative mit der HR-Fachkräfte in ganz Europa über den Umgang mit depressiven Mitarbeitern beraten und in diesem unterstützt werden. Die Beratergruppe, zu deren Mitgliedern auch Barclays, Luxottica, Nature magazine und Royal Mail Group Ltd gehören, verfügen gemeinsam über 600.000 Mitarbeiter in Europa und erzeugen Umsätze in Höhe von jährlich nahezu 200 Milliarden EUR. Die Internationale Arbeitsorganisation und der Verband der Europäischen Arbeitgeber sind ebenfalls Mitglied der Beratergruppe.

"In diesem Bericht vorgestellte Fallstudienbeispiele zeigen, wie Arbeitgeber die Früherkennung und den Umgang mit Depression fördern können, wenn die richtigen Richtlinien und Ressourcen zur Verfügung stehen", erklärte Bill Wilkerson, Vorstandsvorsitzender von Mental Health International und Vorsitzender von Target Depression in the Workplace. "Indem wir jetzt handeln, können wir das zukünftige Wohlbefinden von Arbeitnehmern und deren Familien erhalten sowie Vorteile für die Arbeitnehmer und die Wirtschaft abschöpfen."

Depression ist die führende Ursache für Arbeitsunfähigkeit weltweit; 350 Millionen Menschen sind betroffen und es besteht ein direkter Einfluss auf Unternehmensprofite aufgrund von Präsentismus (trotz Krankheit am Arbeitsplatz) und Arbeitsausfall (der Arbeit fernbleiben).[6]-[8] Die kognitiven Symptome der Depression - Konzentrationsschwierigkeiten, Unentschlossenheit und/oder Vergesslichkeit - treten 94 % der Zeit während einer depressiven Episode auf und verursachen eine wesentliche Beeinträchtigung der Arbeitsfunktionalität.[8] Mitarbeiter mit Depressionen berichten einen durchschnittlichen Produktivitätsverlust aufgrund von gesundheitlichen Beschwerden von 5,6 Stunden pro Woche im Vergleich zu Mitarbeitern ohne Depression.[10]

Der Bericht "Depression in the Workplace in Europe: new insights from business leaders" hebt auch die Belastungen, Auswirkungen und die Herausforderungen hervor, mit denen Unternehmen aufgrund von depressiven Erkrankungen umgehen müssen.

Der vollständige Bericht und weitere Informationen über die Target Depression in the Workplace-Initiative stehen unter http://www.targetdepression.com zur Verfügung.

[i] Die Kalkulation erfolgte auf Basis der Tatsache, dass 506.820.764 Menschen in der EU leben, von denen 68,4 % arbeiten. Dies bedeutet, dass es 346.665.402 Arbeitstätige in der EU gibt, von denen 20 % mit Depressionen diagnostiziert wurden (69.333.080). 55 % der mit Depressionen diagnostizierten Mitarbeiter nehmen Krankheitstage. Dies entspricht 38.133.194.[1],[2],[3]

Redaktionelle Hinweise

Informationen zu Target Depression in the Workplace

'Target Depression in the Workplace' ist eine europäische Initiative. Diese Initiative bringt einige der grössten Unternehmen in Europa sowie internationale Organisationen, die in den Themenbereichen Gesundheit, Arbeit und Beschäftigungsverhältnisse tätig sind, zusammen, um gemeinsam konkrete Werkzeuge und Ressourcen zu empfehlen, die Unternehmen dabei unterstützen, Mitarbeiter mit Depressionen besser zu identifizieren und zu unterstützen, um Richtlinien und Praktiken zu entwickeln, die eine gute psychische Gesundheit am Arbeitsplatz fördern und die daher die Produktivität am Arbeitsplatz schützen.

Die Initiative Target Depression in the Workplace wird von H. Lundbeck, A/S, Kopenhagen (Dänemark), einem Pharmaunternehmen gesponsert, dass sich auf die Forschung, Entwicklung und die Produktion von Therapien spezialisiert hat, mit denen Erkrankungen und Störungen des Zentralnervensystems behandelt werden können. Lundbeck unterstützt auch die Entwicklung und Implementierung von Programmen und Ansätzen, die einen holistischen Umgang mit affektiven Störungen unterstützen.

Bitte besuchen Sie http://www.targetdepression.com für weitere Informationen.

Informationen zu Depression

Depressive Erkrankungen verursachen bedeutende sozioökonomische Kosten. Die durch Depressionen ausgelösten Kosten wurden für die EU im Jahr 2010 auf 92 Milliarden EUR geschätzt - wobei die Produktivitätsverluste aufgrund von Arbeitsausfall und Präsentismus mehr als 50 % aller durch Depression verursachten Kosten ausmachen.[8] Die Arbeitnehmerfluktuation ist ebenfalls ein mit enormen Ausgaben verbundenes Problem, da von Mitarbeitern gekündigte Stellen neu besetzt werden müssen.[5] Forschungen haben gezeigt, dass Mitarbeiter mit schweren Depressionen aufgrund von Verwirrtheit, Unaufmerksamkeit, Gedächtnisproblemen, Apathie und Schlafstörungen eine um 11 % verringerte Arbeitsproduktivität aufweisen. [11],[12]

Literaturnachweise

1) Bevölkerung zum 1. Januar 2013. Verfügbar unter:
  http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&init=1&language=en&pcode=tps00001&plugin=1
  . Stand: April 2014 
2) Erwerbstätigenquote, nach Geschlecht. Verfügbar unter:
  http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/refreshTableAction.do?tab=table&plugin=1&pcode=tsdec420&language=en
  . Stand: April 2014 
3) Evans-Lacko S, Knapp M. Importance of Social and Cultural Factors for
  Attitudes, Disclosure and Time off Work for Depression: Findings from a Seven Country
  European Study on Depression in the Workplace. PLOS One. 2014 DOI:
  10.1371/journal.pone.0091053
  http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0091053
  [http://www.plosone.org/article/info:doi/10.1371/journal.pone.0091053]
4) European Depression Association (EDA), Impact of Depression in Europe Audit
  Survey (IDEA Survey), 2012
5) Sainsbury Centre for Mental Health (2007). Mental Health at work: developing
  the business case.
  http://www.centreformentalhealth.org.uk/pdfs/mental_health_at_work.pdf
6) Depression Factsheet. WHO http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs369/en/
  [http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs369/en]. Stand: September 2013
7) European Pact for Mental Health and Well-being, 2008
8) J. Olesen, et al. Eur J Neurology. 2012;19:155-162
9) Conradi HJ, Ormel J,de Jonge P. Psychol Med. 2011;41:1165-1174
  10) Stewart WF, et al. JAMA, 2003;289(23):3135-3144
  11) Stephens T et al. Chronic Dis Can. 2001;22(1):18-23
  12) Lerner D et al. J Occup Environ Med. 2004 Jun;46(6 Suppl):S46-55.
 

Laura Clewes, OgilvyHealthPR, E-Mail: laura.clewes@ogilvy.com, Tel.: +44(0)207-108-6078/ Mobiltelefon: +44-776-021-2600.

 


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