Neue Osnabrücker Zeitung

Kommentar zu Gesundheit
Aids

Osnabrück (ots) - Hoffnungsschimmer

Endlich eine erfreuliche Nachricht angesichts der Krisen und Katastrophen 2011: Immer weniger Menschen stecken sich weltweit mit Aids an. In den vergangenen 13 Jahren ging die Zahl neuer HIV-Infektionen um ein Fünftel zurück. Grund zum Jubeln besteht dennoch nicht: Rund 34 Millionen Menschen auf diesem Planeten müssen derzeit den Kampf gegen das hochgefährliche Virus führen, 30 Millionen haben ihn seit 1981 schon verloren.

Einziger Trost für die Erkrankten: Aids muss heutzutage kein Todesurteil mehr sein. Fortschritte in der medizinischen Forschung und moderne Medikamente verzögern den Ausbruch der Krankheit deutlich und ermöglichen ein fast normales Leben. Allerdings ist dies meist nur Infizierten in Industrieländern vergönnt. Millionen Betroffene in den Entwicklungsländern können die teure Therapie weiterhin nicht bezahlen.

Auch deswegen, weil Hilfsgelder in Korruptionslöchern versinken. Entwicklungsminister Dirk Niebel macht die Freigabe von 200 Millionen Euro an den Globalen Fonds vom Reformwillen insbesondere afrikanischer Staaten abhängig. Richtig so, allerdings darf er nicht die vielen Erfolge übersehen. Dank eines Programms für Schwangere, deren Medikamente eine Übertragung auf den Embryo verhindern können, ist zum Beispiel allein in Botsuana die Infektion der Babys von 21 auf vier Prozent gesunken. Das macht Hoffnung.

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