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Klaus Wowereits muss sich als BER-Aufsichtsratschef beweisen- Leitartikel von Joachim Fahrun

Berlin (ots) - Klaus Wowereit darf oder muss erneut den Vorsitz im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft übernehmen. Das ist aus mehreren Gründen richtig so. Es ist sein Projekt. Der Regierende Bürgermeister von Berlin war die treibende Kraft, als die Privatisierung des Baus abgeblasen wurde. Er war es, der den Verzicht auf einen Baukonzern als Generalunternehmer durchsetzte und so den BER zu einem Vorhaben in Zuständigkeit des Berlin, Brandenburg und dem Bund gehörenden Staatsunternehmens machte. Zudem kennt Wowereit das Projekt gut. Da ist es folgerichtig, das Werk nun zu Ende zu bringen, allen Widrigkeiten zum Trotz. Ein unvollendeter BER zum Zeitpunkt seines Abtritts wäre das Eingeständnis seines politischen Scheiterns. (...) Wer laut einen Experten aus der Wirtschaft fordert, muss sagen, wer das sein soll und ob eine solche Koryphäe sich auf das Abenteuer einlassen will. (...) Wichtig für Berlin ist, dass Wowereit nicht vor der Linken zu Kreuze kriecht. Er muss verhindern, dass der Flugbetrieb in den Abendstunden noch weiter eingeschränkt wird, wie es die Linken im Wahlkampf fordern. Das würde die Entwicklungsperspektiven des BER zu stark einschränken. Wenn der Flughafen endlich aufmacht, soll sich das Warten wenigstens gelohnt haben.

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