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Ukraine bietet günstige Konditionen für die U.S.-Gasförderindustrie, meldet die Financial Times

Kiew, Ukraine (ots/PRNewswire) - Die Exploration und Förderung von Gas ist in der Ukraine derzeit gewinnbringend, berichtet die Financial Times in einem Beitrag von John Dizard. Gas sei in Amerika billiger, und um ansehnliche Erträge zu erwirtschaften suchten Unternehmen anderswo nach kosteneffizienteren Deals. "Ukrainische Gaspreise sind hoch genug, um die Kosten für Schiefer- und Kohleflözgas zu decken, die viel höher sind als konventionelles Gas", schreibt er.

Während der Gaspreis in den USA bei 3,5-4 US-Dollar pro MMBtu liegt, bewegen sich die ukrainischen Preise eher um 12 US-Dollar, so Dizard. Ein weiterer Vorteil der Gasförderung in der Ukraine sei ein "ausgedehntes nationales Gasleitungsnetz". Die Ukraine habe zudem kürzlich mit Chevron und Shell Verträge zur Förderung von Schiefer- und Kohleflözgas in ihrem Land geschlossen.

John Dizard beschreibt Gründe, aus denen die Ukraine "kompatible Rabatte" für internationale Unternehmen bieten sollte. Zunächst einmal habe Russland strategisch erfolgreich alternative Gasleitungen gebaut, um unter Umgehung der Ukraine Gas nach Europa zu liefern. Derzeit liefern ukrainische Pipelines etwa 70 Prozent des russischen Gases nach Europa. Zudem brauche die nationale Industrie in der Ukraine eine verlässliche und kostengünstige Gasversorgung für ihre Fabriken.

"Jetzt wäre ein sehr guter Zeitpunkt für mittelständische Unternehmen, um in der Gasexploration und -förderung [in der Ukraine] Fuss zu fassen [ ... ]. Wir brauchen dynamische mittelständische Onshore-Bohrunternehmen, und wir werden ihnen erklären, wie sicher sie jetzt hier wären", zitiert Dizard den ukrainischen Minister für Energie und Kohle, Yuriy Boyko.

Derzeit bezieht die Ukraine den Hauptteil seiner Gasimporte aus Russland - 26 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2012 und geschätzte 20 Milliarden im Jahr 2013. Im November 2012 begann die Ukraine, Gas aus Deutschland zu importieren, um sich in Sachen Energie aus der Abhängigkeit von Russland zu befreien. Die Ukraine zahlt 432 US-Dollar für tausend Kubikmeter russisches Gas. Berichten zufolge liegt der Preis für deutsches Gas 40 bis 70 US-Dollar darunter.

Zudem machte die Ukraine im Laufe des Jahres 2012 Fortschritte bei der Exploration nationaler Gasressourcen und begann, mit Chevron, Exxon und Royal Dutch Shell zusammenzuarbeiten. Die Unternehmen werden in der westlichen und östlichen Ukraine sowie auf dem Sockel des Schwarzen Meeres Schiefergas fördern. Schätzungen zufolge besitzt die Ukraine die viertgrössten Schiefergasressourcen in Europa, so die Financial Times in einem früheren Bericht.

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