Travail.Suisse

Nein zum 24-Stunden-Arbeitstag

Bern (ots) - Mit dem Referendum gegen die Liberalisierung der Öffnungszeiten der Tankstellenshops bekämpfen Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, und die ihm angeschlossenen Verbände die massiven Verschlechterungen beim Arbeitnehmerschutz. Das Stimmvolk soll bei der drohenden Einführung des Rund-um-die-Uhr-Arbeitstages das letzte Wort haben. Die Unterschriftensammlung beginnt heute, gesammelt wird bis Mitte März.

Travail.Suisse ergreift aus folgenden Gründen das Referendum:

- Das Parlament will den Arbeitnehmerschutz verschlechtern. Es ist indes erwiesen: Nacht- und Sonntagsarbeit schadet der Gesundheit der Arbeitnehmenden.

- Erstmals wird im Detailhandel der bewilligungsfreie 24-Stunden-Arbeitstag eingeführt. Das ist unsinnig, denn 24-Stunden-Shopping ist wirtschaftlich nicht unentbehrlich.

- Arbeiten am Sonntag belastet das Sozial- und Familienleben. Der arbeitsfreie Sonntag als traditioneller Ruhetag soll erhalten bleiben.

- Mit mehr Nacht- und Sonntagsarbeit werden nicht mehr Personen angestellt, sondern der Arbeitstag der bisherigen Angestellten wird verlängert.

- Die 24-Stunden-Öffnungszeiten in Tankstellenshops haben eine Kettenreaktion zur Folge. Zulieferer und Konkurrenzbranchen werden nachziehen und ebenfalls die Arbeitszeiten liberalisieren.

- Die Rund-um-die-Uhr-Öffnungszeiten der Tankstellenshops bringen keinen zusätzlichen volkswirtschaftlichen Nutzen. Dafür wird der Verdrängungskampf intensiviert. Das Einsehen haben die kleinen Detailhändler.

- Das Volk hat in den vergangenen Jahren die kantonalen Vorlagen zur Ausdehnung der Ladenöffnungszeit bachab geschickt hat und somit gezeigt, dass längeres Shoppen gar nicht erwünscht ist.

- Das Parlament hat weitere Deregulierungsschritte des Detailhandels beschlossen, um schweizweit und ganzjährig Sonntags- und Nachtarbeit bewilligungsfrei im Detailhandel einzuführen. Die Liberalisierung der Tankstellenshops ist nur die Spitze des Eisbergs.

Kontakt:

Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik, 031/370'21'11 oder
078/850'91'19



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