Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen verbessern und Lebensqualität erhöhen

Bern (ots) - Die Delegierten von Travail.Suisse, der unabhängigen Dachorganisation von 170'000 Arbeitneh-menden, haben an ihrem Kongress in Bern heute ihre Positionen und Forderungen für die nächs-ten vier Jahre definiert. Ein gesetzlich verankerter Vaterschaftsurlaub, die obligatorische Weiter-bildung, höhere Familienzulagen, eine sichere AHV und eine offensive Energie- und Klimapolitik gehören zu den Hauptforderungen von Travail.Suisse. Die Delegierten riefen zudem die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf, am 11. März 2012 der Initiative "6 Wochen Ferien für alle" zuzustimmen.

An ihrem Kongress in Bern haben die rund 200 Delegierten von Travail.Suisse heute ihr Politpro-gramm für die Jahre 2012 bis 2015 verabschiedet. Oberziel der Positionen und Forderungen von Travail.Suisse ist die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmenden und die Steigerung ihrer Lebensqualität. In diesem Sinne wird Travail.Suisse in den nächsten vier Jahren folgende Anliegen verfolgen:

Obligatorische Weiterbildung

Die raschen Veränderungen in der Arbeitswelt können nur bewältigt werden, wenn die Arbeitneh-menden ihr Wissen ständig erneuern können. Das schafft Sicherheit am Arbeitsplatz. Heute haben aber sehr viele Arbeitnehmende wenig oder gar keinen Zugang zu Weiterbildung. Travail.Suisse fordert deshalb ein Weiterbildungsobligatorium von drei Tagen pro Jahr für alle.

Ein bezahlter Vaterschaftsurlaub

Ein gesetzlich verankerter, bezahlter Vaterschaftsurlaub ist ein erster Schritt im Hinblick auf die Einführung eines echten, bezahlten Elternurlaubs. Er ermöglicht Männern, die Vater werden, eine Bindung zu ihrem Kind aufzubauen und sich für die Familie zu engagieren. Travail.Suisse macht sich deshalb für einen Vaterschaftsurlaub von mindestens 20 Tagen für alle Arbeitnehmer auf der Grundlage des Finanzmodelles des Mutterschaftsurlaubs stark.

Höhere Kinder- und Ausbildungszulagen

Die Familienzulagen werden den hohen Kinderkosten heute nicht gerecht. Eine Erhöhung der Min-destbeträge drängt sich auf. Travail.Suisse fordert Mindestbeträge pro Kind von 300 Franken für Kinderzulagen und 350 Franken für Ausbildungszulagen.

Finanzierungsmechanismus in der AHV

Zwischen 2020 und 2040 wird die AHV vorübergehend höhere Ausgaben zu gewärtigen haben, weil die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter kommen. Um die Zahlungen der künftigen AHV-Renten sicherzustellen, braucht es einen Finanzierungs-Automatismus. Travail.Suisse fordert eine Fiskalregel, die vorsieht, dass die AHV Zusatzeinnahmen erhält, sobald der AHV-Fonds unter einen gewissen Schwellenwert sinkt.

Eine offensive Klima- und Energiepolitik

Die künftige Energie- und Klimapolitik muss sich ehrgeizige Ziele in Bezug auf die Reduktion der Treibhausgase setzen. Eine solche Politik birgt grosse Chancen für den Werkplatz und Arbeitsmarkt Schweiz. Travail.Suisse unterstützt deshalb die Cleantech-Initiative, die verlangt, dass ab 2030 der Gesamtenergiebedarf mindestens zur Hälfte aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll.

Mehr Ferien für alle

Die Delegierten von Travail.Suisse haben zudem bekräftigt, dass sie die Abstimmung über ihre Volksinitiative "6 Wochen Ferien für alle" gewinnen wollen. Mehr Ferien sind angesichts der zunehmenden Arbeitsbelastung, des steigenden Zeitdrucks und der immer grösser werdenden Hektik dringend nötig. Die Abstimmung über die Initiative "6 Wochen Ferien für alle" wird aller Voraussicht nach am 11. März 2012 stattfinden.

Kontakt:

Für mehr Informationen:
Martin Flügel, Präsident, Tel. 079/743'90'05
Therese Schmid, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 079/749'38'43
www.travailsuisse.ch



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