SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz / SANTE SEXUELLE Suisse

PLANeS lehnt frauenfeindliche Initiative ab

    Bern (ots) - PLANeS, die Schweizerische Stiftung für sexuelle und reproduktive Gesundheit, vertritt das Recht der Frauen, selber zu entscheiden ob, wann und in welchem Abstand sie Kinder haben wollen. Dazu braucht es insbesondere Information und Zugang zu sicheren und ungefährlichen Verhütungsmethoden sowie, wo nötig, auch legale, professionelle und bezahlbare Schwangerschaftsabbrüche.

    In der Schweiz gilt seit 1. Oktober 2002 die Fristenregelung, die mit 72% der Stimmen angenommen wurde - inklusive Bestätigung der Krankenkassenleistungspflicht. Schwangerschaftsabbruch ist nämlich seit 1981 eine Pflichtleistung der Krankenversicherung. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse garantiert, dass auch Frauen in prekären finanziellen Verhältnissen ungewollte Schwangerschaften in Sicherheit abbrechen lassen können. Das Recht auf legalen Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten 12 Wochen wurde hart erkämpft. Es wird durch die heute Morgen lancierte Initiative in Frage gestellt. Es geht mehr um "Moral" als um Kosten, denn die Schweiz gehört europaweit zu den Ländern mit den niedrigsten Abbruchsraten, stabil seit 2002.

    Das das Recht auf Selbstbestimmung der Frau durch finanzielle Gängelei faktisch wieder in Frage gestellt wird, ist empörend. Darum lehnt PLANeS die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» klar ab. Stattdessen würde PLANeS den kostenlosen Zugang zu Methoden der Verhütung ungewollter Schwangerschaften vorziehen.

ots Originaltext: PLANeS - Schweizerische Stiftung für sexuelle und
                            reproduktive Gesundheit
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Kontakt:
PLANeS
Fausta Borsani
Mobile:    +41/79/255'61'77
Internet: www.plan-s.ch



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