WWF Schweiz

Wolfsentscheid: WWF fordert mehr Mut vom Bundesrat

    Zürich (ots) - Der Bundesrat will den Schutz des Wolfes verringern und den Kantonen mehr Kompetenzen einräumen bei der Regulierung von geschützten Tierarten. Der WWF Schweiz nimmt dazu wie folgt Stellung:

    "Der Bundesrat hat mit seinem Entscheiden zum Wolf keine Probleme gelöst, sondern vorab dem Druck der Schafhalter nachgegeben", sagt Kurt Eichenberger vom WWF Schweiz. Die Naturschutzorganisation kritisiert die Absicht des Bundes, den Schutzstatus des Wolfes von "streng geschützt" auf "geschützt" zu verringern - und den Kantonen mehr Kompetenzen einzuräumen, Wölfe abzuschiessen. "Die Schweiz schiesst heute schon in Europa im Vergleich zum Bestand am meisten Wölfe ab. Und nun will der Bund noch den Wolfsschutz aufweichen. Dabei wäre es Aufgabe der Behörden, jetzt endlich für einen ausreichenden Herdenschutz zu sorgen", fordert Eichenberger.

    Immerhin stelle sich der Bund hinter die Berner Konvention. Ein Abkommen von 46 Staaten und der EU, das den Wolf und andere Wildtiere schützt. Die Schweiz hat schon zweimal vergeblich versucht, den Schutzstatus des Wolfes zu verringern. Sie ist mit diesem Anliegen bei den Mitgliedsstaaten der Berner Konvention aber nicht durchgedrungen.

Kontakt:
Kurt Eichenberger, Projektleiter Grossraubtiere beim WWF Schweiz,
Mobil 078 667 34 46



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