Kaderverband des öffentlichen Verkehrs KVöV

KVöV: SBB Cargo - kein Ausverkauf!

    Zürich (ots) - Der Kaderverband des öffentlichen Verkehrs KVöV nimmt die Entscheide des SBB-Verwaltungsrates mit grosser Skepsis auf. Da die Grundlagen für den Entscheid nicht offen gelegt wurden, behält sich der KVöV auch die Zustimmung zu den Massnahmen vor. Es dürfe jedoch nicht sein, so KVöV-Geschäftsführer Urs Meier, dass gegen 300 Kader und Büroangestellte nun für die Fehler des Topmanagements mit Stellenverlust büssen müssen und das Unternehmen so für einen gewinnbringenden (Teil-)Verkauf ins Ausland fit getrimmt werde - kein 2. Fall Swiss!

    In diesem Sinne wird sich der KVöV dafür einsetzen, dass zuerst die Grundlagen für den Restrukturierungsentscheid offen gelegt werden. Im Weiteren interessiert den KVöV die dem Entscheid zugrunde liegende Strategie der obersten Verantwortungsträger. Erst danach ist der KVöV bereit, die leider notwendig gewordene Restrukturierung zu begleiten, damit sie so sozialverträglich wie möglich umgesetzt wird und der physischen und psychischen Belastung des zukünftig noch verstärkt in Basel konzentrierten Overheads von SBB Cargo grösste Aufmerksamkeit geschenkt wird. Denn die aktuell geplante Restrukturierung trifft mit gegen 300 Stellen Abbau schwerpunktmässig SBB-Mitarbeiter im Bürobereich. In diesem Sinne verlangt der KVöV eine volle Nutzung von Synergien und Verbesserung von Abläufen und wendet sich klar dagegen, dass den heute bereits überlasteten Kadern noch mehr aufgebürdet wird. Der Verbesserung des Betriebsklimas und der Gesundheit der Angestellten ist dabei höchste Priorität einzuräumen. Für den KVöV ist es auch klar, dass die vom Abbau betroffenen Kader mit OR-Verträgen denjenigen im GAV gleich gestellt werden müssen.

    Der KVöV ist es zudem strikt dagegen, dass die fürs (Kader-)Personal schmerzhafte Restrukturierung dafür genutzt werde, SBB Cargo für einen (Teil-)Verkauf fit zu trimmen. Der KVöV vertritt daher dezidiert die Meinung, dass SBB Cargo eine unabhängige, schweizerische Firma im Besitz des Schweizer Volkes bleiben müsse, der "Fall Swiss" dürfe sich nicht wiederholen, meint KVöV-GF Meier.

ots Originaltext: KVöV - Kaderverband des öffentlichen Verkehrs
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Urs Meier
Geschäftsführer KVöV
Tel.:        +41/43/300'50'66
Mobile:    +41/79/474'90'06
E-Mail:    u.meier@sko.ch
Internet: www.kvoev-actp.ch



Das könnte Sie auch interessieren: