Forum "Humanitäre Schweiz"

Afghanistan und die Schweiz: auf dem Weg zum Frieden

Afghanistan und die Schweiz: auf dem Weg zum Frieden
Das mit zeitgemässen Infrastrukturen versehende Gebäude ist aus einer Ausschreibung der ETH Zürich anlässlich ihres 150. Geburtstages entstanden. Zukünftig sollen Studierende der ETHZ in Bamiyan Forschungsprojekte erarbeiten und Studierende aus Bamiyan nach Zürich kommen können. Weiterer Text über... mehr

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    Am letzten Dienstag, 31. Oktober 2006,  wurde in Bamiyan
(Afghanistan) das ETH House of Science eingeweiht und der lokalen
Universität übergeben. Das mit zeitgemässen Infrastrukturen versehene
Gebäude ist aus einer Ausschreibung der ETH Zürich anlässlich ihres
150. Geburtstags entstanden. Am feierlichen Akt, dem Hunderte von
Studenten und Bürger beiwohnten, waren die ETHZ und die Schweiz durch
den Afghanistanexperten und Projektberater Albert A. Stahel, den
ehemaligen ETHZ-Präsidenten Olaf Kübler, den Leiter des
Jubiläumsjahres Meinrade Eberle und den Zuger Nationalrat Josef Lang
vertreten. Im Namen der afghanischen Behörden ergriffen in einer
schlichten Feier der Minister für höhere Bildung Prof. Dr. Ahzam
Dadfar, die Gouverneurin Habiba Sarabi und der Universitätsrektor
Prof. Yosufi das Wort. Zukünftig sollen Studierende der ETHZ in
Bamiyan Forschungsprojekte erarbeiten und Studierende aus Bamiyan
nach Zürich kommen können. Thematisch soll vor allem auf Bereiche
gesetzt werden, die für Afghanistan von unmittelbarem Nutzen sind:
Bauwissenschaften, Agronomie, Informatik, Politik- und
Kulturwissenschaften. Der feierliche Akt fand in den afghanischen
Medien ein grosses Echo. In Bamiyan befanden sich die berühmten, von
den Taliban im März 2001 zerstörten Buddha-Statuen.

    Die 15köpfige Schweizer Delegation, die in ihrer Mehrheit aus Studierenden und dem Lehrkörper der ETHZ und der Universität Zürich bestand, pflegte während ihres einwöchigen Aufenthalts intensive Kontakte mit wissenschaftlichen, politischen und kulturellen Kreisen in der Hauptstadt Kabul und im Norden des Landes. So fanden längere Gespräche mit den Provinzgouverneuren von Balkh,  Samangan und Parwan statt. Parlamentspräsident Junus Canuni betonte, dass die Schweiz Afghanistan am besten helfe, wenn sie sich am Wiederaufbau beteilige und zugunsten des Friedens ihre politische Kultur einbringe sowie ihre guten Dienste anbiete. In der im Bürgerkrieg hart umkämpften Provinzstadt Masar-e-Sharif wurden die Schweizerinnen und Schweizer durch die berühmte blaue Moschee geführt. Die Gespräche wie die Beobachtungen zeigten, dass die politischen, ethnischen und sozialen Spannungen in Afghanistan in der letzten Zeit stark gestiegen sind. Umso wichtiger sei es deshalb laut Albert A. Stahel, dass die Schweiz ihr Engagement für die Entwicklung und die Versöhnung verstärke.

ots Originaltext: Forum "Humanitäre Schweiz"
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Prof. Dr. Albert A. Stahel
Mobile +41/79/676'93'60

Nationalrat Dr. Josef Lang
Mobile: +41/79/321'96'30


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