Handelszeitung

Media Service: Notenstein-Chef Künzi: «Kein Problem mit amerikanischen Kunden»

Zürich (ots) - Den umstrittenen Steuer-Deal mit Amerika nimmt Notenstein-Chef Adrian Künzi wohl als einziger Schweizer Banker gelassen. «Notenstein ist heute eine der ganz wenigen Schweizer Privatbanken, die ganz sicher sein können, kein Problem mit amerikanischen Kunden zu haben», sagt Künzi im Interview mit der Handelszeitung. Die Raiffeisen-Tochter Notenstein übernahm von der Privatbank Wegelin deren Nicht-Amerika-Geschäft, als diese im Januar 2012 von den amerikanischen Justizbehörden angeklagt wurde. Trotzdem findet Künzi, eine baldige Lösung des Steuerstreits sei wichtig. Mit seinem jungen Institut will der Notenstein-Chef weiter wachsen. Die neueste Offensive gilt dem Geschäft mit Pensionskassen. «Dieses ist im Vergleich mit dem Offshore-Banking relativ vorhersehbar und bietet mit einem Umfang von knapp 700 Milliarden Franken gewaltiges Potenzial», sagt er. Ebenfalls wachsen will Künzi in ausgesuchten Schwellenländern wie Südafrika, Kolumbien und Russland. «Ich finde es anmassend, hinter jedem russischen Kunden gleich einen Geldwäscherei-Fall zu vermuten». In der Schweiz geht's aber auch mal rückwärts für das Institut: Letzten Mai musste Notenstein die Filiale in Chiasso TI schliessen, wie Künzi bestätigt.

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