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Media Service: Preisüberwacher leitet Untersuchung gegen Gasbranche ein

Zürich (ots) - Der Preisüberwacher wirft der Gasbranche vor, sie verlange zu viel Geld für die Durchleitung des Gases. Der Branchenverband hat die entsprechenden Werte vor einigen Jahren in einem Regelwerk festgehalten. In einer Studie kritisiert der Preisüberwacher nun, dass der Verband den Basiswert, der den Gewinnempfehlungen an die Netzbetreiber zugrunde liegt, um rund 25 Prozent zu hoch angesetzt hat. Eine der Renditekennzahlen, so die Studie, sei im Vergleich zu anderen europäischen Ländern «sehr hoch». Das könne sich «wesentlich auf die Tarife auswirken». Preisüberwacher Stefan Meierhans fordert in der «Handelszeitung», dass der Verband der Gasbranche seine Empfehlungen im Regelwerk tiefer ansetzt.

«Gasversorger, die heute mit den zu hohen Ansätzen kalkulieren, sollen diese zudem senken und ihren Kunden tiefere Preise verrechnen», so Meierhans weiter. Die Gasbranche zweifelt an den Resultaten der Studie. Der Verband will die unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen mit dem Preisüberwacher diskutieren, wie Direktor Jean-Marc Hensch erklärt. Er ist zuversichtlich, «dass es noch einige Anpassungen an der Studie des Preisüberwachers geben wird». Ohnehin machen die Netzkosten laut Hensch nur 10 bis 20 Prozent des gesamten Gaspreises aus. «Eine Herabsetzung würde den Endpreis für die Konsumenten darum nur um ungefähr 2 bis 3 Prozent senken», so Hensch.

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