Pelias Biomedizinische Entwicklungs AG

Pelias AG - Ein neues Wiener Biotech Startup Unternehmen sagt Krankenhausinfektionen den Kampf an

    Wien (ots) - Pelias AG gibt heute den Beginn seiner Geschäftstätigkeit bekannt. Das Unternehmen, mit Sitz in der Nähe des Campus Vienna Biocenters, hat sich auf die Entwicklung  von innovativen Produkten zur Prävention und Behandlung von im Krankenhaus übertragenen Infektionen  - auch nosokomiale Infektionen genannt- spezialisiert.

    Gründung

    Die Gründung von Pelias kam durch eine weitreichende Partnerschaft zwischen Österreichs einzigem börsennotierten Biotechunternehmen Intercell und Parteurop,  einem renommierten Beratungsunternehmen im Bereich Life Science zustande. Mit der Unterstützung internationaler Partner und den lizensierten Projekten von Chiron und Intercell beabsichtigt Pelias neuartige Impfstoffe und auf Antikörper basierende Therapien zu entwickeln. Zielsetzung hierbei ist die Verhinderung und Behandlung von im Krankenhaus übertragenen Infektionen. Wichtigstes Produkt der Pelias ist eine Vakzine gegen Pseudomonas Infektionen, deren Wirksamkeit bereits in ersten klinischen Studien nachgewiesen werden konnte. Der volkswirtschaftliche Schaden von im Krankenhaus erworbenen Infektionen beläuft sich dabei weltweit auf ungefähr 20 Milliarden US Dollar pro Jahr.

    Der Start des Unternehmens ist im wesentlichen durch eine atypische stille Partnerschaft der im Bereich Life Science erfahrenen Finanzgruppe der Kapital & Wert sowie einer finanziellen Einlage der Intercell gesichert.

    "Ein Produkt das sich bereits in der klinischen Entwicklung befindet, vielversprechende Technologien, ein exzellentes Team und eine gute finanzielle Unterstützung bieten eine einzigartige Möglichkeit sich in diesem Bereich mit ganz besonders hohem medizinischen Bedarf zu positionieren", sagt Gerd Zettlmeissl, CEO der Intercell AG. " Intercell wird sich weiterhin auf seine Produkte und Entwicklungsprojekte fokussieren während Pelias den Bereich der nosokomialen Infektionen abdecken wird."

    Vielversprechende Entwicklungsprojekte und erfolgreiche Technologien

    Pelias verfügt bereits im Gründungsstadium über drei Projekte, die einen wesentlichen Teil der relevanten krankheitserregenden Keime in Krankenhäusern abdecken: Pseudomonas, Klebsiella und Enterococcus.

    Das Pseudomonas Projekt, welches bereits in einer klinischen Phase IIa erfolgversprechende Wirksamkeitsnachweise gezeigt hat, wurde von Chiron einlizensiert. Die Enterococcus und Klebsiella Projekte basieren auf Intercells erfolgreicher Antigen Identifizierungstechnologie (AIP). "Das fortgeschrittene klinische Projekt von Chiron zusammen mit den zwei präklinischen Projekten von Intercell ermöglichen Pelias einen einzigartigen Start," erklärt Mathias Grote, CEO der Pelias AG. "Mit der Kombination von erprobten und neuen Technologien werden wir eine führende Position im Bereich Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet nosokomialer Infektionen einnnehmen".

    Medizinischer Bedarf

    Pseudomonas, Enterococcus and Klebsiella sind bakterielle Infektionen die sehr häufig in Krankenhäusern übertragen werden. In der Mehrzahl werden durch diese Bakterien Lungenentzündungen, Blutvergiftungen und Infektionen des Harnwegs verursacht. Die Häufigkeit von nosokomialen Infektionen steigt bereits seit einigen Jahren stetig an. Eine der Hauptursachen hierfür, ist die zunehmende Antibiotikaresistenz von im Krankenhaus zirkulierenden Bakterien. In Anbetracht dieses wachsenden Problems besteht ein enormer Bedarf neue prophylaktische und therapeutische Impfstoffe zu entwickeln.

    Trotz des stetigen Anstiegs von im Krankenhaus erworbenen Infektionen befinden sich zur Zeit nur wenige Produkte für diese Indikationen in der pharmazeutischen Entwicklung.

    Ein erfahrenes Team

    Basierend auf den eingebrachten Projekten und einem international erfahrenen Führungsteam ist Pelias in der Lage zu einem weltweit führenden Expertiseunternehmen auf dem Gebiet nosokomoaler Infektionen zu werden.

    Mathias Grote, bisher Senior Vice President of Commercial Operations bei Intercell übernimmt die Aufgabe des CEO der Pelias AG. Bevor er zu Intercell kam, hatte er bereits Erfahrung in Management und als Vorstand in der Entwicklung, Herstellung und Unternehmensentwicklung, zB. bei Chiron Vaccines.

    Jacques-Francois Martin, der frühere CEO von Pasteur Merieux und Präsident des "The Vaccine Fund", seit mehr als 30 Jahren aktiv in der pharmazeutischen Industrie mit einem Schwerpunkt auf Vakzine, übernimmt die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden. "Ich war schon immer fasziniert von Biotechnologieunternehmen, die neue Wege einschlagen um innovative Behandlungsformen zu entwickeln. Es gibt einfach noch zu viele Krankheiten die heute nicht effektiv behandelt werden können. Pelias kombiniert exzellentes Know-how, erfolgsversprechende Projekte und ein erfahrenes Management."

    Zusammen mit führenden Klinikern, Wissenschaftern und einem Netzwerk internationaler Kooperationen widmet sich das Pelias Team einer der herausfordernsten Aufgaben des 21. Jahrhunderts. "Nach mehreren Investitionen im Biotechnologie Sektor hat uns das Konzept der Pelias AG ganz besonders überzeugt und wir haben uns daher entschieden, die Firma bereits ganz am Anfang zu unterstützen." ergänzt Michael Stranz, Vorstand der Kapital & Wert.

    Hauptaktionäre

    Die Hauptaktionäre sind Intercell, Go Equity, Chiron, Parteurop, Bioalliance und das Management.

    Über nosokomiale Infektionen

    Nosokomiale Infektionen sind bakterielle oder Pilzinfektionen die im besonderen in Krankenhäusern übertragen werden. Sie verursachen eine Vielzahl von lebensbedrohenden Infektionen wie z.B. Lungenentzündungen und Sepsis. Jedes Jahr gibt es 2 Millionen solcher Infektionen, allein in den USA werden 100.000 Todesfälle nosokomialen Infektionen zugeordnet. Die volkswirtschaftliche Belastung steigt bereits seit Jahren stetig an, hauptsächlich verursacht durch die Resistenzbildung der Bakterien gegen die geläufigen Antibiotika.

    Über Intercell

    Die Intercell AG ist ein Biotech-Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von prophylaktischen und therapeutischen Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten mit hohem medizinischem Bedarf spezialisiert hat. Intercells Antigen Identifikation Programm ermöglicht die Identifizierung relevanter Impfstoffantigene gegen nahezu alle bakteriellen Infektionen. Diese Antigene dienen als Basis für Intercells eigene Entwicklungsprogramme und werden auch in Partnerschaften mit bedeutenden Impfstoffunternehmen wie Sanofi Pasteur, Merck&Co. Inc., SciGen Ltd. und dem Statens Serum Institut eingesetzt. Intercell hat zusätzlich einen innovativen synthetischen Immunizer (Adjuvant - IC31TM) entwickelt, der einen wichtigen Bestandteil von Intercells Impfstofftechnologie bildet. Zu den Hauptprodukten der Intercell AG zählen ein prophylaktischer Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis (JEV), der sich bereits in klinischen Phase III Studien befindet. Die breite Produktpipeline enthält außerdem einen Impfstoff gegen Hepatitis C (klinische Phase II), einen in Partnerschaft entwickelten Impfstoff gegen Tuberkulose (klinische Phase I) sowie weitere präklinische Produktkandidaten gegen Infektionskrankheiten, darunter ein therapeutischer Impfstoff gegen Hepatitis B. Intercell notiert an der Wiener Börse unter dem Symbol "ICLL". Weitere Informationen finden Sie unter: www.intercell.com

    Über  Kapital & WERT

    Die Kapital & Wert Gruppe besteht seit 1981, beschäftigt 49 Mitarbeiter und hat 36.500 Kunden. Sie arbeitet im Vertrieb ausschließlich mit selbständigen Vermögensberatern zusammen. Bisher wurden 56 gewerbliche Beteiligungen, u.a. an der Zellstoff Pöls AG, Steyrermühl AG, Cosmos, Ankerbrot, Intercell, Familia-Märkte, Dogro Warenhandel, Vogel & Noot Landmaschinenfabrik AG, FSG Biosupport Forschungs GmbH, BV Biotechnologies GmbH, IMS Nanofabrication GmbH, weiters 31 Vorsorgeimmobilienprojekte und zehn geschlossene Immobilienfonds entwickelt und platziert. Mehrere Dachfonds, Einzelfonds und Garantieprodukte runden die Produktpalette der Kapital & Wert-Gruppe ab.

    Rückfragehinweis:     Dr. Mathias Grote     Pelias Biomedizinische Entwicklungs AG     Dannebergplatz 16/2, 1030 Vienna, Austria     Phone: +43 1 718 03 26 100     mailto:office@pelias.com , www.pelias.com


ots Originaltext: Pelias Biomedizinische Entwicklungs AG
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