Tell-Freilichtspiele Interlaken

Franca Basoli inszeniert das Tellspiel Interlaken

    Interlaken (ots) - Franca Basoli aus Zürich - als künstlerische Leiterin bei den Tell-Freilichtspielen in Interlaken - steht mit einem engagierten Team kurz vor der Première. Im Zentrum ihrer Inszenierung steht der Befreiungskampf des unterdrückten Volkes. Mit bekannten Schweizer Volksliedern hat Franca Basoli dem einfachen Volk eine Stimme gegeben.

    Seit fast hundert Jahren gehört Wilhelm Tell zum festen kulturellen Angebot von Interlaken. Diese Erfolgsgeschichte ist für eine Freilicht-Theaterproduktion einmalig. Über zwei Millionen Gäste haben die Aufführungen bis heute besucht. Mit viel Elan und Engagement startet die Tellfamilie mit einer Neuinszenierung in die Spielsaison. Franca Basoli hat für ihre erste Inszenierung in Interlaken Schillers Tell neu bearbeitet und zu einem emotional starken Befreiungskampf der einfachen Leute gestaltet. Sie spielen denn auch bei dieser Neuinszenierung die wichtigste Rolle. Bei Franca Basoli hat das Volk eine eigene Stimme erhalten: Der Gesang. Bekannte Schweizer Volkslieder verleihen dem Freiheitskampf der Eidgenossen eine enorme Identität und Kraft. Doch nicht nur klanglich kommt das Tellspiel neu daher, auch optisch hat sich vieles verändert. Mit neuen Kostümen werden die Zuschauerinnen und Zuschauer mitten in die mittelalterliche Welt der Schweiz in ihrer Gründerzeit geführt.

    Neue Kostüme

    Neue Kleider braucht das Volk! Esther Huss aus Zürich entwarf nach authentischem mittelalterlichem Vorbild neue Kostüme für die Eidgenossen. In der eigenen Werkstätte haben die Tellspiel-Schneiderinnen den Winter hindurch an die 200 Kostüme genäht und in historischen Farben eingefärbt.

    Schauspielerinnen und Schauspieler

    Die rund 200 Laienschauspielerinnen und Schauspieler sind vorwiegend Leute aus der Region. Einige kommen aber auch von weiter her, aus Thun, Bern, und aus beiden Lütschinentäler. Die meisten Sprechrollen sind doppelt besetzt. Einige Mitspielerinnen und Mitspieler haben bereits mehr als 900 Aufführungen hinter sich. Alle Spieler erhalten eine einheitliche Entschädigung pro Aufführung, ob Statist oder Sprechrollenträger. Tell, Gessler, die drei Eidgenossen Stauffacher, Fürst und Melchtal und die Erzählerinnen kommen in diesem Jahr auf rund 50 Probeabende. Eine besonderes Erlebnis für viele Spielerinnen und Spieler ist das gemeinsame Singen von Schweizer Volksliedern.

    Pferde und Kühe sind in Interlaken ein Muss

    Ein kompletter Alpabzug mit Kühen, hie und da sogar begleitet von einem Muni, Ziegen, Esel, und natürlich die über 20 Pferde geben den Interlakner Freilichtspielen die unverkennbare und einmalige Ausstrahlungskraft.

    Die Freilichtbühne

    liegt in einer herrlichen Waldlichtung und gehört zu den grössten Bühnenanlagen Europas dieser Art. Die verschiedenen Häusergruppen, verbunden mit natürlich angelegten Wegen und dem grossen Dorfplatz von Altdorf im Zentrum, lassen eine grosszügige Spielweise zu und bieten den Reitern und ihren Pferden viel Raum um in vollem Tempo durch die Szenen zu reiten. Sicher zum eindrücklichsten Erlebnis wird der Alpabzug mit seinen Kühen und Geissen. Alle Bauten sind massiv gebaut, werden laufend unterhalten und erneuert. Hinter der Bühne verbirgt sich modernste Bühnentechnik, versehen mit elektronischer Beleuchtungs- und Tonanlage. Vier Personen bedienen die Anlagen und halten diese laufend auf dem neusten Stand.

    Gedeckte Zuschauertribüne

    Die gedeckte Tribüne bietet rund 2'200 Sitzplätze an. Dank den geschützten Zuschauerplätzen ist es möglich, an jedem Spieldatum zu spielen. Nass werden nur die Schauspieler. So können die Besucher ohne prüfenden Blick aufs Wetter die Reise nach Interlaken antreten. Die Zuschauerzahlen bewegten sich in den letzten Jahren zwischen 30'000 und 35'000 Personen pro Spielsaison. Eine stolze Zahl, wenn man berücksichtigt, wie viele neue Freilichttheater in den letzten Jahren entstanden sind.

    Zwei Millionen Besucher bei den Tellspielen Interlaken

    Seit über 96 Jahren wird in Interlaken Friedrich Schillers Tell gespielt. Am 19. Mai 1912 ging die erste Aufführung am gleichen Standort wie heute in Matten bei Interlaken über die Bühne. Wegen den beiden Weltkriegen wurden die Spiele von 1915 bis 1930 und von 1940 bis 1946 unterbrochen. Am 13. Juli 1995 feierten die Tellspiele Interlaken ihre 1000. Vorstellung. Im letzten Jahr konnte die zweimillionste Zuschauerin bei den Tellspielen begrüsst werden. Wohl kaum hat in der Schweiz eine Theaterproduktion mit dem gleichen Stück und erst noch am gleichen Spielort solche Erfolge feiern können.

    22 Aufführungen in diesem Sommer

    Die Première findet dieses Jahr am 26. Juni 2008 statt. Während einer Saison wird bis Anfangs September an 21 Abenden und an einem Sonntagnachmittag gespielt. Die Spieldauer beträgt etwas mehr als zwei Stunden von 20.00 Uhr bis ca. 22.15 Uhr. Bei trockenem Wetter beginnt ab 18.00 Uhr ein mittelalterlicher Jahrmarkt "Tellwelt". Die detaillierten Spieldaten sind unter www.tellspiele.ch. oder im Prospekt zu finden.

ots Originaltext: TELL-Freilichtspiele Interlaken
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Kontakt:
TELL-Freilichtspiele Interlaken
Tellbüro
Höheweg 37
3800 Interlaken
Tel.:        +41/33/822'37'22
E-Mail:    info@tellspiele.ch
Internet: www.tellspiele.ch



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