Swissgas AG

Swissgas schliesst grossen Erdgas-Vertrag ab

    Zürich (ots) - Swissgas hat mit der deutschen E.ON Ruhrgas AG einen Erdgas-Einkaufsvertrag bis 2015 abgeschlossen. EON Ruhrgas ist Teil des EON Konzerns und eines der grössten europäischen Erdgas-Unternehmen mit einer sehr grossen, breit abgestützten Erdgasbeschaffung. Der Einkaufsvertrag wird bis zu fast einem Drittel des jährlichen Erdgas-Bedarfs der Schweiz decken. Dadurch wird die hohe Versorgungssicherheit der Schweiz mit Erdgas aus zuverlässigen Quellen auch zukünftig fortgeführt. Das eingekaufte Erdgas wird hauptsächlich aus der EU und Norwegen stammen.

    "Mit dem neuen Vertrag können wir nach intensiven und langen Verhandlungen noch besser eine bedarfsgerechte Versorgung der Schweiz mit Erdgas zu konkurrenzfähigen Preisen sicherstellen", betont Ruedi Rohrbach, Geschäftsführer von Swissgas. Für Swissgas als gemeinsame Non-Profit-Einkaufsgemeinschaft der vier Schweizer Erdgas-Regionalversorger (und dahinter stehend praktisch aller lokaler Gasversorgungsunternehmen) steht eine grosse Flexibilität der Vertragsnutzung nebst dem Preis zuoberst auf der Bedürfnisliste. Sie ist ebenso wie die langfristige Verlässlichkeit der Lieferanten entscheidend für die Versorgungssicherheit. "Die Verhandlungen mit verschiedenen Lieferanten haben letztlich gezeigt, dass E.ON Ruhrgas die Anforderungen am besten erfüllt", so Rohrbach.

    Erdgas-Einkauf noch breiter und flexibler abstützen

    Swissgas hat bereits bisher den grössten Teil des Schweizer Bedarfs über langfristige Einkaufsverträge mit verschiedenen grossen Lieferanten gedeckt. Diese Verträge laufen in den nächsten Jahren aus und werden nun schrittweise abgelöst. "Dabei wollen wir künftig den Erdgaseinkauf noch breiter und flexibler abstützen", betont Rohrbach. Weniger lange Laufzeiten der Einkaufsverträge sowie ein Aufbrechen der Einkaufsmengen auf noch mehr einzelne Lieferanten und Verträge gehören ebenso dazu wie das vor einem Jahr von Swissgas eingegangene direkte Engagement in der norwegischen Erdgas-Förderung. Insgesamt werden dadurch die Einkaufsrisiken reduziert und mehr Flexibilität für das Eingehen auf Marktveränderungen geschaffen, wobei auch eine verstärkte Nutzung von kurzfristigen Einkaufsoptimierungen an Spotmärkten dazu zählt. In den mit Erdgas versorgten Gebieten der Schweiz wird rund jede dritte Wohnung mit Erdgas geheizt. Wegen der grossen Bedeutung von Erdgas als Heizenergie müssen die vertraglichen Erdgasmengen dem stark schwankenden Temperaturverlauf entsprechend genutzt werden können. Das ist am Spotmarkt nicht möglich, wo eingekaufte Erdgasmengen kontinuierlich quasi rund um die Uhr genutzt werden müssen. Einkaufsoptimierungen an Spotmärkten eignen sich deswegen nur ergänzend zu grösseren, so genannt strukturierten Einkaufsverträgen mit mittleren bis längeren Laufzeiten.

    Erdgas aus zuverlässigen Quellen

    Die Schweiz verbrauchte letztes Jahr rund 34 Milliarden Kilowattstunden Erdgas. Das sind rund 12 Prozent des Schweizer Energiebedarfs. Der schweizerische Erdgasverbrauch ist europäisch gesehen sehr gering, er entspricht etwa demjenigen der deutschen Grossstadt Hamburg. Rund drei Viertel des schweizerischen Erdgasbedarfs werden durch Swissgas eingekauft, der Rest direkt durch die vier regionalen Erdgas-Versorger. Die Schweiz verfügt nicht über eigene Erdgasvorkommen und importiert deshalb den gesamten Bedarf. Zuverlässige Lieferanten und dahinter stehende Erdgasvorkommen in möglichst stabilen Gebieten sind für die Versorgungssicherheit darum unabdingbar. Das von Swissgas eingekaufte Erdgas stammt ausschliesslich von grossen europäischen Lieferanten. Dahinter stehen zu rund 75% Erdgas aus EU- und norwegischen Vorkommen, zu rund 20% Erdgas aus Russland und der Rest aus Vorkommen in verschiedenen anderen Ländern.

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Geschäftsführer Swissgas
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