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Ausländische Wettanbieter schaden dem Schweizer Sport

    Basel (ots) - Die Sport-Toto-Gesellschaft (STG) nimmt mit Erstaunen und Besorgnis zur Kenntnis, dass ausländische Wettanbieter in der Schweiz zunehmend in verschiedenen Sportbereichen aktiv werden. Jüngstes Beispiel: der österreichisch-zypriotische Sportwetten-Anbieter Interwetten.com, der zum Saisonstart des Schweizer Fussballs diverse Sponsoring-Engagements mit Super League-Clubs eingegangen ist (vgl. Medienmitteilung von Interwetten.com vom 15. Juli 2004). Die Sport-Toto-Gesellschaft lässt dem Schweizer Sport zusammen mit Swisslos und der Loterie Romande jährlich rund 80 Millionen Franken zukommen. Ein Betrag, der stark gefährdet ist, wenn Schweizer Sportclubs für ausländische Wettbetreiber werben und so Wetteinsätze ins Ausland abwandern. Die STG wird ab sofort mit allen ihr zustehenden Mitteln gegen diese gemäss Lotteriegesetz verbotenen Werbetätigkeiten vorgehen.

    Ausländische Wettanbieter in der Schweiz

    Seit einigen Monaten werben ausländische Wettunternehmen aggressiv um die Schweizer Wettgemeinde. Zu den Werbemassnahmen gehören Trikotwerbung, Inserate in Presseerzeugnissen, die Schaltung von Werbebannern auf den Homepages von Sportclubs und Bandenwerbungen bei Sportanlässen. Diese Massnahmen haben etwas gemeinsam: Sie animieren die Spieler zum Wetten im Ausland. Für die morgen Samstag beginnende Fussballsaison hat die in Österreich beheimatete Wettanbieterin Interwetten.com gemäss eigener Medienmitteilung Sponsoringverträge mit diversen Super League-Clubs abgeschlossen; meistens als Co-Sponsor, in einem Fall sogar als Hauptsponsor.

    Lotterieerträge für die Gemeinnützigkeit

    Die Sport-Toto-Gesellschaft (STG) unterstützt den Schweizer Sport seit Jahrzehnten mit dem Erlös aus den Sportwetten. Letztes Jahr profitierte allein der Schweizer Fussball von 3,9 Millionen Franken. Zudem engagiert sich die STG als Co-Sponsorin der Schweizer Nationalmannschaft. Die einheimischen Lotterien - also die STG, Swisslos und die Loterie Romande - generieren jährlich rund 80 Millionen Franken zugunsten des Schweizer Sports. Ob dieser ansehnliche Betrag für die Gemeinnützigkeit auch weiterhin erwirtschaftet werden kann, ist ungewiss, solange ausländische Wettanbieter wie Interwetten.com aggressiv um einen Teil des Schweizer Lotteriekuchens buhlen. Die Sportclubs täten deshalb gut daran, die Anliegen der einheimischen Lotterien zu unterstützen. Zumal die ausländischen Betreiber mit ihren Tätigkeiten nicht gemeinnützigen Zwecken dienen.

    Illegales Verhalten der Sportclubs

    Werbetätigkeiten für ausländische Wettanbieter verstossen gegen Art. 33 des Lotteriegesetzes. Diese Tatsache ist den betroffenen Schweizer Sportclubs seit längerem bekannt. Nichtsdestotrotz sind einzelne von ihnen Sponsoringvereinbarungen mit Interwetten.com eingegangen. Die Sport-Toto-Gesellschaft wird zur Erhaltung des Umfangs der bisherigen Beiträge an den Schweizer Sport ab sofort rigoros mit allen ihr zustehenden Mitteln gegen fehlbare Clubs vorgehen.

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Kontakt:
Roger Hegi
Direktor Sport-Toto-Gesellschaft
Tel. +41/79/ 472'62'81



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