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Gemeinsame Energie-Initiative der Alpenländer Energiewirtschaftsverbände aus Deutschland, der Schweiz und Österreich

Berlin, Aarau und Wien (ots) - Gemeinsame Energie-Initiative der Alpenländer Energiewirtschaftsverbände aus Deutschland, der Schweiz und Österreich fordern Massnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Pumpspeicherkraftwerke und Netzausbau

Mit einer gemeinsamen Verbände-Initiative wollen die Interessenvertretungen der Energiewirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Zukunft enger im Bereich der Pumpspeicherkraftwerke zusammenarbeiten. Im Fokus der Initiative des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), des Verbandes Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) sowie Oesterreichs Energie sollen dabei vor allem faire regulatorische Rahmenbedingungen sowie eine verbesserte länderübergreifende Koordination des Ausbaus von Energiespeichern in der Alpenregion stehen.

Die Regierungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz haben sich zum Ziel gesetzt, den Ausbau von Pumpspeicherkraftwerken durch eine verstärkte Zusammenarbeit voranzutreiben. Hierzu wurde am 2. Mai 2012 von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, dem österreichischen Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner sowie der schweizerischen Bundesrätin für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Doris Leuthard, eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Die beteiligten Länder sind sich laut dieser Erklärung einig, dass die verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energien für die zukünftige Stromversorgung nicht ohne einen entsprechenden Ausbau von Netz- und Speicherkapazitäten zu realisieren ist, wobei aus gegenwärtiger Sicht Pumpspeicherkraftwerke die einzig verfügbare grosstechnische Speichertechnologie darstellen. Um die zwischen den Ministerien vereinbarte Kooperation durch die jeweiligen Dachverbände energiewirtschaftlich zu flankieren, haben BDEW, Oesterreichs Energie und der VSE die "Energie-Initiative der Alpenländer" gegründet.

Der Bau neuer Pumpspeicherkraftwerke bringt aus Sicht der Energieverbände hohe volkswirtschaftliche und ökologische Vorteile für die Energieversorgung in ganz Europa. Mit Wirkungsgraden von bis zu 85 Prozent sind Pumpspeicherkraftwerke die wirtschaftlichste Speichertechnologie für elektrische Energie. Neue Projekte sind aufgrund der aktuellen Verzerrungen an den Strommärkten akut gefährdet. BDEW, VSE und Oesterreichs Energie rufen daher die europäischen und nationalen Institutionen und Entscheidungsträger auf, rasch Massnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Betrieb und den Neubau von Pumpspeichern umzusetzen. Kernpunkte des Massnahmenpakets sollten eine Entlastung von Abgaben und der Verzicht auf regulatorische Eingriffe sein. Bestehende Barrieren müssen abgebaut, Projekte beschleunigt und die Rahmenbedingungen der Märkte angepasst werden.

Aktuell sind in Europa 170 Pumpspeicherkraftwerke in Betrieb. Gemeinsam verfügen allein Deutschland, Österreich und die Schweiz mit einer Kapazität von 12.500 Megawatt über einen sehr umfangreichen Anteil an der gesamten Pumpspeicherleistung in Europa. Weitere Projekte mit einer Kapazität von 11.000 Megawatt sind in Vorbereitung oder in Bau. Die damit verfügbare Leistung würde ausreichen, um den Speicher- und Flexibilitätsbedarf der Region Deutschland-Österreich-Schweiz bis 2020 zu decken. Auch nach 2020 sind neue Pumpspeicherkraftwerke erforderlich, um die schwankende Einspeisung aus Erneuerbaren Energien, deren Anteil an der Erzeugung weiter steigen wird, sicher ausgleichen zu können und somit die Stromnetze zu stabilisieren.

Eine neue Broschüre gibt Auskunft über die «Energie-Initiative der Alpenländer» und stellt die Notwendigkeiten für den Ausbau der Pumpspeicherkraftwerke vor. Die Broschüre steht unter www.strom.ch/energie-initiative zum Download bereit.

BDEW

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, vertritt rund 1 800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von lokalen und kommunalen über regionale bis hin zu überregionalen Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und rund ein Drittel der Abwasser-Entsorgung in Deutschland.

VSE

Der VSE ist der Branchendachverband der schweizerischen Elektrizitätsunternehmen. Er repräsentiert 400 Unternehmen, die über 90% der Schweizer Stromversorgung erzeugen. Er setzt sich für gute Rahmenbedingungen für die Elektrizitätswirtschaft und eine sichere Stromversorgung ein, informiert die Öffentlichkeit über Themen der Branche und bietet seinen Mitgliedern zahlreiche Dienstleistungen an.

Oesterreichs Energie

Oesterreichs Energie vertritt seit 1953 die gemeinsam erarbeiteten Brancheninteressen der E-Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Als erste Anlaufstelle in Energiefragen arbeiten wir eng mit politischen Institutionen, Behörden und Verbänden zusammen und informieren die Öffentlichkeit über Themen der Elektrizitätsbranche. Die rund 140 Mitgliedsunternehmen erzeugen mit knapp 21.000 Mitarbeitern mehr als 90 Prozent des österreichischen Stroms und betreiben die Transport- und Verteilnetze Österreichs. Die Stromproduktion der Mitglieder von Oesterreichs

Kontakt:

Henning Jess
Pressereferent
Geschäftsbereich Kommunikation
BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.
Reinhardtstraße 32
10117 Berlin
Tel.: +49 30 300199-1161
Fax: +49 30 300199-4190
Email: henning.jess@bdew.de
http://www.bdew.de

Dorothea Tiefenauer
Bereichsleiterin Kommunikation und Personal
Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE)
www.strom.ch
Hintere Bahnhofstrasse 10, Postfach, 5001 Aarau
Telefon +41 62 825 25 24
Mobil: +41 79 642 11 41
Email: dorothea.tiefenauer @strom.ch

Ernst Brandstetter
Pressesprecher Oesterreichs Energie
Österreichs E-Wirtschaft
Brahmsplatz 3,
A-1040 Wien
Tel.: +43 1 50198 260
Mobil: +43 676 845 019 260
E-Mail: presse@oesterreichsenergie.at
www.oesterreichsenergie.at


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