Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Lohnwende eingeleitet - Nachholbedarf besteht aber weiterhin

      Bern (ots) - Die Gewerkschaften haben in den Lohnverhandlungen im
vergangenen Herbst im Mittel eine Erhöhung der Nominallöhne von 2
Prozent ausgehandelt, wie die Zahlen des Bundesamtes für Statistik
zeigen. Und weil die Teuerung tief ist, haben die Schweizer
Lohnabhängigen, die einem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind,
auch real mehr Lohn erhalten. Diese Lohnerhöhungen waren
grösstenteils generell. Diese Zahlen unterstreichen die grosse
Bedeutung von Gesamtarbeitsverträgen für gute Lohnabschlüsse.

    Mit der Lohnerhöhung für 2007 ist die Lohnwende zwar eingeleitet. Doch es besteht weiterhin Nachholbedarf. Obwohl die Lohnabhängigen seit 2004 für ihre Unternehmen deutlich mehr produziert haben, kamen die Löhne bis 2006 nicht vom Fleck. Wer beruflich nicht aufsteigen konnte und wer keinen Bonus erhielt, hatte 2006 real keinen Franken mehr Lohn als vor zwei Jahren. Damit die Lohnabhängigen den ihnen zustehenden Anteil am Aufschwung erhalten, braucht es in den bevorstehenden Lohnverhandlungen weitere, substanzielle Reallohnerhöhungen.

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Auskunft: Daniel Lampart, Tel. 031-377 01 16 oder 079-205 69 11



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