Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Lohnversprechen vom Sommer gehalten ┬ľ Abbaupolitik hingegen inakzeptabel

      Bern (ots) - Mit 1,4% Lohnzuschlag beim Bundespersonal f├╝r 2005 hat
sich der Bundesrat an das im Sommer geschn├╝rte Verhandlungspaket mit
den Personalverb├Ąnden gehalten. F├╝r die Verhandlungsgemeinschaft
Bundespersonal (VGB) der Gewerkschaften PVB, garaNto und VPOD ist
dies ein positives Signal intakter Sozialpartnerschaft beim Bund.
Dies im Gegensatz zur bald unendlichen Spar- und Abbaupolitik im
Bundeshaus. Angesichts der aktuellen Teuerung sind die 1,4%
eigentlich selbstverst├Ąndlich. Im Verhandlungspaket vom Sommer sind
deshalb f├╝r die kommenden Jahre vergleichbare Lohnzulagen
zugesichert worden. Sie sind f├╝r die Personalverb├Ąnde angesichts der
Reallohnverluste der Vergangenheit absolut unverzichtbar.

    Die Lohnmassnahmen haben einen bitteren Beigeschmack, weil gleichzeitig den Rentnerinnen und Rentner des Bundespersonals die fr├╝her garantierte Teuerungszulage gestrichen worden ist. Diese Sparmassnahme von Bundesrat und Parlament verst├Âsst gegen Treu und Glauben und ist nicht akzeptabel. Umso mehr hat die VGB-Delegation Bundesrat Merz an den j├╝ngsten Verhandlungen vom 6. Dezember 2004 klar gemacht, dass bei der Pensionskasse keine weiteren Spar├╝bungen mehr m├Âglich sind. Der kommende Wechsel zum Beitragsprimat darf abmachungsgem├Ąss keinen Abbau bringen, weder beim Alter noch bei den Rentenleistungen. Der Bund muss auch daf├╝r sorgen, dass die laufenden Renten das n├Âtige Deckungskapital haben und seinen ehemaligen Angestellten gegen├╝ber sozial verantwortlich handeln.

    Die VGB warnt den Bundesrat auch vor noch mehr Personalabbau mit neuen Sparprogrammen. Stress, Frust und Unsicherheit haben das ertr├Ągliche Mass l├Ąngst ├╝berschritten. Die Politiker k├Ânnen nicht stets mehr Leistungen fordern und gleichzeitig massiven Stellenabbau beschliessen.

Auskunft: Hans M├╝ller, PVB und Pr├Ąsident VGB, Tel. 079 406 93 38 Rolf Zimmermann, VGB-Gesch├Ąftsstelle, 079 756 89 50



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