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comparis.ch zum Konkurs der Supra Assurance SA - Versicherte sind trotz Supra-Konkurs sicher

Zürich (ots) - Die Finma eröffnet den Konkurs über die Supra Assurance SA, die das Zusatzversicherungsgeschäft von Supra ausrichtet. Der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch stellt fest, dass die Finma ihre Aufsicht im Sinne der Versicherten wahrnimmt. Das Handeln der Finma hat Signalwirkung an das Parlament bezüglich des Aufsichtsgesetzes im Bereich der Grundversicherung. Genügend Reserven und nicht Prämienrückerstattungen bieten den Versicherten Sicherheit.

Die Finma hat heute bekannt gegeben, dass sie bei der Supra Assurance SA eine Überschuldung festgestellt und den Konkurs eröffnet hat. Die Supra Assurance SA ist für das Zusatzversicherungsgeschäft der Supra zuständig. Die mehr als 70'000 Zusatzversicherten der Supra werden in die Assura überführt. So sind sie weiterhin zusatzversichert, müssen aber unter Umständen Prämienerhöhungen hinnehmen.

Gemäss jetzigem Kenntnisstand habe die Finma als Aufsichtsbehörde richtig reagiert, erklärt Felix Schneuwly, Krankenkassen-Experte von comparis.ch. «Eine zentrale Aufgabe einer Aufsichtsbehörde ist der Schutz der Versicherten vor einem finanziellen Schaden und nicht das Verhindern von Konkursen als Folge von Missmanagement», sagt Schneuwly. Mit der Überführung der Versicherten von Supra zur Assura sei der Schutz der Versicherten nahezu gewährleistet. «Unschön ist, wenn die Versicherten wegen des Konkurses Prämienerhöhungen hinnehmen müssen. Besonders für ältere Versicherte, die die Zusatzversicherung kaum mehr wechseln können», sagt Schneuwly.

Aufsichtsgesetz für die Grundversicherung geht in die falsche Richtung

Das Handeln der Aufsichtsbehörde müsse als Massstab für die Diskussion über die Kassen-Aufsicht im Bereich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung genommen werden, sagt Schneuwly. Der Entwurf des Krankenversicherungs-Aufsichtsgesetz (KVAG) wird bereits in der ständerätlichen Gesundheitskommission beraten. «Beim aktuellen Entwurf des Aufsichtsgesetzes dreht sich viel um die Rückzahlung zu viel bezahlter Prämien. Viel wichtiger ist, dass die Krankenkassen genügend Reserven haben», sagt Schneuwly. «Zudem ist es nicht Aufgabe der Aufsicht, um jeden Preis zu verhindern, dass eine Kasse durch Missmanagement in finanzielle Schieflage oder Konkurs gerät. Die Aufsicht muss die Versicherten und nicht die Kassen schützen. Und gegen zu hohe Prämien und Reserven können die Versicherten durch den Kassenwechsel selber etwas unternehmen.»

Kontakt:

Felix Schneuwly
Krankenkassen-Experte
Handy: 079 600 19 12
Telefon: 044 360 34 00
E-Mail: media@comparis.ch
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