Bundesamt für Wasser und Geologie

BWG: Wasserpegel auf neuen Rekordhöhen

      Bern (ots) - Die Wasserstände der Seen und Flüsse sind im Verlaufe
des Nachmittags in verschiedenen Regionen weiter gestiegen.
Vereinzelt wurden neue Rekordwerte gemessen.

    Die Aare in Bern erreichte am Montagnachmittag einen Stand, der nur knapp unter dem Höchstwert von 1999 lag. Ebenfalls nur noch wenig unter dem Rekordpegel von 1999 lag der Wasserstand am Thunersee, Tendenz steigend. Falls die Niederschläge nicht markant zurückgehen, dürfte auch der Bielersee bald die Schadensgrenze erreichen. Dies durch den extrem grossen Zufluss der Aare. Vorläufig fliesst aber noch ein Teil der Wassermassen von den Bieler- zurück in den Neuenburgersee. An der Kleinen Emme in Littau wurde bei der Messstation der Landeshydrologie in der Nacht von Sonntag auf den Montag die Stromversorgung unterbrochen, so dass keine aktuellen Daten mehr erhältlich sind. Bereits zuvor hat die Station aber eine neue Höchstmarke beim Abfluss notiert. Einen aussergewöhnlichen Wasserstand zeigte am Montagnachmittag die Reuss bei Mühlau, wo pro Sekunde 1020 Kubikmeter abflossen. Die alte Höchstmarke vom Mai 1999 lag bei 720 Kubikmeter pro Sekunde. Ebenfalls leicht überschritten wurde der bisherige Höchststand an der Lorze in Frauenthal.

    Über das genaue Schadenausmass können noch keine Angaben gemacht. Beim Bundesamt für Wasser und Geologie geht man aber auf Grund von Erfahrungen aus ähnlichen Ereignissen davon aus, dass die Schadensumme eine dreistellige Millionenzahl erreichen wird.

Bern, 22. August 2005

Auskünfte: * Hydrologische Daten, Landeshydrologie, BWG: Christian Koch, 031 323 76 43, 079 371 58 28, christian.koch@bwg.admin.ch * Ruedi Bösch, Informationsbeauftragter BWG, Tel. 032 328 87 01, 079 459 61 91 ruedi.boesch@bwg.admin.ch



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