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Das vereinte Europa drückt der Schuh an mehreren Stellen - Ergebnisse der GfK-Studie Challenges of Europe

    Nürnberg (ots) - Arbeitslosigkeit bleibt laut der GfK-Studie "Challenges of Europe" das Top-Thema in Europa - so ein zentrales Ergebnis der diesjährigen Untersuchung des GfK-Nürnberg e.V. Ein Blick in die einzelnen Länder allerdings zeigt, dass sich die Themenhierarchien teilweise deutlich unterscheiden und die europäischen Staaten mit nationalen Problemen zu kämpfen haben.

    Mit durchschnittlich 47 Prozent und damit mit grossem Abstand vor allen anderen Themen steht die gespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt auch in diesem Jahr wieder an erster Stelle in der Sorgenliste der Europäer. Auf Länderebene nennen fünf der insgesamt acht befragten Nationen die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit als dringlichste Aufgabe, die es in ihrem Heimatland zu lösen gilt.

    Für 77 Prozent aller Deutschen und 73 Prozent aller Polen stellt Arbeitslosigkeit weitab von allen anderen Themen das dringlichste Problem im Land dar. Damit liegt diese Problematik in den beiden Ländern am weitesten über dem europäischen Durchschnitt. Bereits seit Jahren werden in Deutschland und Polen vor dem Hintergrund der alarmierenden Beschäftigungssituation andere Probleme weit zurückgedrängt. Während jedoch die Polen die Arbeitslosigkeit im Vergleich zu den Vorjahren etwas weniger kritisch sehen, hat die Besorgnis in Deutschland seit 2002 noch leicht zugenommen.

    Auch in Frankreich (56 Prozent), Italien (41 Prozent) und Österreich (40 Prozent) ist die Arbeitslosigkeit unangefochtener Spitzenreiter der Agenda. Allerdings bewegt sich der Wert hier auf vergleichsweise niedrigerem Niveau als in Deutschland und Polen. Darüber hinaus ist der Abstand zum jeweils zweitplatzierten Thema weniger gross.

    Die Herausforderungen der Europäer im Jahr 2004 im Vergleich     (freie Antworten; in %; gerundet; Mehrfachnennungen möglich)

                              Gesamt    D         F      GB      I      NL      A      PL      E

Arbeitslosigkeit      47        77        56        5      41    16    40      73    34

Kriminalität            17         7        26      22      22    42      4        5    12

Gesundheitswesen      13        14        12      18      14    14      9      12      6

Ausländerfrage/
Asylantenproblem      11         6         5      35      11    22    11        0      4

Preisentwicklung      11         9        20        4      20    15      6      10      6

Rentenproblematik/
-erhöhung                 10        20         9        4      11      0    29        3      5

Politik/Regierung      9         8         9      11      12      4    10      10      5

Sicherung v.
Sozialleistungen        8        13        20        4        2      3    14        2      2

Bildungspolitik         8         6         9      16        6      9      4        2      5

wirtschaftliche
Stabilität,
Aufschwung                 7        16         4        1        8      7      6        5      3

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