Neue Luzerner Zeitung

Media Service: Schlagzeilen der "Zentralschweiz am Sonntag" vom 31. Juli 2011

Luzern (ots) - Nachfolgend die Schlagzeilen der "Zentralschweiz am Sonntag" vom 31. Juli 2011.

31. Juli 2011

Freysinger wehrt sich Die SVP ist nicht gerade die Partei der sanften Töne. Nun aber wird einer der Hardliner von der eigenen Partei kritisiert: Der Walliser Nationalrat Oskar Freysinger. Freysinger hat vor allem in der Islam-Debatte einen harten Kurs eingeschlagen. Dafür vernetzt er sich mit internationalen islamkritischen Exponenten von teils zweifelhaftem Ruf. Der Luzerner SVP-Nationalrat Felix Müri findet das problematisch: «Wir brauchen keinen Kontakt zu Rechtspopulisten, Freysinger soll das bitte einsehen.» Der Luzerner CVP-Nationalrat Pius Segmüller gibt Freysinger gar einen Tipp: «Man muss aufpassen, mit wem man verkehrt. Es gibt in der Politik immer wieder Paradiesvögel, die sich zu einem Star machen wollen.» Auch SVP-Präsident Toni Brunner und SVP-Vize Christoph Blocher haben Freysinger zur Mässigung aufgerufen. Im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» verteidigt sich Freysinger: «Was nicht koscher ist, dem gehe ich aus dem Weg. Mit Rechtsradikalen habe ich nichts am Hut.» Trotzdem wolle er aber weiterhin internationale Anlässe besuchen, auch wenn die Parteispitze das nicht gerne sehe. Die SVP sei sehr demokratisch, so Freysinger.

Opfer werden benachteiligt Wenn ein Verbrecher heute ein Geständnis ablegt, dann wird er von den Justizbehörden vorläufig wieder freigelassen. Das trifft sogar auf Mörder zu. Der renommierte Strafrechtler Martin Killias findet diese Praxis problematisch, wie er im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» erklärt. Killias führt ein Beispiel aus dem Kanton Schwyz an. In einer Gemeinde wurde eine 14-Jährige vom Hauswart ihres Wohnhauses missbraucht. Der Hauswart hat die Tat gestanden und wurde bis zum Prozessauftakt auf freien Fuss gesetzt - lediglich ein Kontaktverbot bekam der Abwart auferlegt. Das heisst: Opfer und Täter wohnen bis zum Prozessbeginn wieder im selben Haus. Damit werde der Opferschutz regelrecht ausgehöhlt, so Killias. Darum fordert er, dass die Politik die Strafprozessordnung nachbessert.

TCS kritisiert Autobahnausfahrt Buchrain Der Autobahnanschluss Buchrain im Kanton Luzern ist erst seit wenigen Wochen für den Verkehr geöffnet. Bereits aber sorgt eine Signalisation für rote Köpfe. Es handelt sich um die Höchstgeschwindigkeits-Anzeige vor der Ausfahrt Buchrain, Fahrtrichtung Luzern. Die Stelle ist mit Tempo 60 ausgeschildert. Wer aber tatsächlich so schnell fährt, läuft höchste Gefahr, in der engen Haarnadelkurve von der Strasse abzukommen und in die Leitplanken zu krachen. Der TCS hat diese Woche den heiklen Strassenabschnitt inspiziert und kommt zum Schluss: Für einen Durchschnittsautofahrer ist die Autobahnausfahrt mit Tempo 60 zu hoch. Nun befasst sich das Bundesamt für Strassen mit dem Fall - und wird das Tempolimit womöglich heruntersetzen.

Luzerner Läden stellen auf Russisch um Die Ladenbetreiber spüren es - und die Zahlen geben ihnen recht: Luzern wird für Russen immer beliebter. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet Luzern Tourismus im ersten Halbjahr 2011 über 25 Prozent mehr russische Gäste - im Fünfjahresvergleich sind es sogar knappe 40 Prozent. Auch die Zahl von Russen, die sich in Luzern zum Wohnen und Arbeiten niederlassen, steigt markant. Das Luzerner Gewerbe, insbesondere die Läden in der Altstadt, stellt sich bereits auf einen anhaltenden Russen-Boom ein. Einige Läden etwa suchen zurzeit explizit nach Verkäufern, die Russisch sprechen. Andere machen sich daran, ihre Belegschaft für den Umgang mit russischen Kunden weiterzubilden.

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